Summary
The Princess And The Warrior
Sissi, who has spent her life as a nurse in the seclusion of a psychiatric hospital, wants to find that mysterious man again who saved her life after a car accident and disappeared without a trace. By the time she finally tracks him down, she experiences how difficult it is to convince him of her love. She has to break out of her world and surpass herself in order to win over that wild and angry man.
Source: German films Service & Marketing GmbH
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Am besten weit weg, in Australien. Und da er als Wachmann in der Wuppertaler Sparkasse nicht genug Geld verdient, beschließt er kurzerhand, die „eigene“ Bank auszurauben. Doch dann kommt alles ganz anders. Weil Sissi von einem Tanklastzug überfahren wird und ihr der zufällig vorbeikommende Bodo in einer dramatischen Szene das Leben rettet. Und weil Sissi sich anschließend auf die Suche nach ihrem Retter begibt...
„Der Krieger und die Kaiserin“ erzählt von zwei Menschen, die sich erst gegenseitig retten müssen, bevor sie sich endlich lieben können. Der Film ist einerseits ein Thriller – und andererseits die merkwürdige Liebesgeschichte eines Nicht-Liebespaares mit einem außergewöhnlichen Happy End, das so märchenhaft happy endet, dass man den Schluss am besten für sich behält.
Für mich einer der besten deutschen Filme des Jahres 2000: Wie schon in Tom Tykwers „Winterschläfer“ zieht „Der Krieger und die Kaiserin“ den Zuschauer ganz in seinen Bann. Und Joachim Król erstaunt einmal mehr dadurch, dass er immer wieder neue Facetten seiner artifiziellen Darstellungskunst offenbart. Dabei verliefen die Dreharbeiten für den gebürtigen Herner mit Wahlheimat Köln hindernisreich: Ein Bänderriss legte ihn lahm und er musste sich einer Behandlung wie ein Fußballprofi unterziehen, ja geradezu trainiert werden.
„Am ersten Drehtag, auf dem Dach der Sparkasse, konnte ich mich noch kaum rühren. Jeden Tag nach Drehschluss wurde ich dann massiert, therapiert und angeleitet. Auf diese Weise gings. Ich sollte ja auch diese kleine Taekwondo-Demonstration machen, und es gefiel mir, dass jemand mal so was von mir wollte“, sagte Joachim Król im X-Verleih-Presseheft, der sonst eher als stiller, zurückhaltender Schauspieler gilt – nach dem Mann im Schrank in „Der bewegte Mann“, dem scheuen Literaten in „Rossini“, dem verschrobenen Eisenbahn-Fahrplan-Experten in „Zugvögel“ und dem großherzigen Budapester Restaurantbesitzer in „Gloomy Sunday“. Dass der Herner auch ganz anders kann, konnte er inzwischen u.a. in Mennan Yapos Thriller „Lautlos“ eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Warum „Der Krieger und die Kaiserin“, nach der Berlinale-Aufführung am 8. Februar 2001 gabs die Lola in Silber als „Bester Spielfilm“ und den Preis in Gold der Gilde-Filmkunstkinos, nach der Uraufführung am 2. September 2000 beim Filmfestival Venedig und dem Kinostart am 12. Oktober 2000 nicht so erfolgreich war, bleibt unverständlich, erschließt sich jedoch aus dem weltweiten Mega-Erfolg seines Vorgängers „Lola rennt“ und den daraus resultierenden Publikumserwartungen. Doch gerade diese nicht erfüllt zu haben, gebührt Regisseur Tom Tykwer ein Sonderlob: Es gab damals wohl keinen zweiten deutschen Regisseur, der das Wagnis einging, dem Publikum über das reine Unterhaltungskino hinaus eine eigenständige, immer wieder neue Ästhetik zu offerieren. Free-TV-Premiere war am 31. März 2005 in der ARD.
Pitt Herrmann