"Die Ideen" von Fabian Stumm im Wettbewerb um das Goldene Auge in Zürich

Vom 24. September bis 4. Oktober 2026 präsentiert das Zurich Film Festival insgesamt 133 Filme, darunter zahlreiche internationale Produktionen sowie 46 Welt- und Europapremieren. 

 

Das Festival hat sich zu einem der bedeutendsten Filmfestivals im deutschsprachigen Raum entwickelt und positioniert sich als publikumsstarkes Schaufenster für internationale Premieren, Nachwuchstalente und die Filmbranche. Deutsche Produktionen und Koproduktionen sind bei der 22. Ausgabe ebenfalls prominent im Programm vertreten.

Zürich rückt erneut in den Mittelpunkt der internationalen Filmbranche. Neben prominenten Gästen aus Hollywood und dem europäischen Kino werden rund 500 Filmschaffende erwartet, die ihre aktuellen Filme persönlich in Zürich präsentieren. "Mit dem ZFF feiern wir das Kino, das sich zurzeit wieder großer Beliebtheit erfreut, vor allem bei den jüngeren Generationen. Mit unserem Programm wollen wir Lust machen, wieder vermehrt Filme gemeinsam auf der großen Leinwand zu erleben", erklärte Christian Jungen, CEO des Zurich Film Festival, bei der offiziellen Pressekonferenz.

Im Zentrum des 22. Zurich Film Festival stehen die beiden Wettbewerbe, der Spielfilm-Wettbewerb und der Dokumentarfilm-Wettbewerb. In der Spielfilm-Sektion konkurriert Fabian Stumms "Die Ideen" um das Goldene Auge. Das Drama erzählt in sechs Episoden von Menschen in persönlichen Umbruchsituationen. Zwischen Leichtigkeit, Melancholie und Absurdität geht es um Beziehungen, vergangene Entscheidungen und die Frage, wie es weitergeht.

In der Sektion Gala Premieren präsentiert das Zurich Film Festival jedes Jahr die mit Spannung erwarteten Höhepunkte des Autorenkinos. In diesem Jahr laufen in der Sektion sieben majoritär deutsche Produktionen. Weltpremiere feiern drei deutsche Filme. In Andreas Dresens "Alte Liebe" geraten Lore und Harry nach fast 40 Ehejahren immer wieder über Vergangenheit, Ruhestand und Zukunft aneinander. Als ihre Tochter zum dritten Mal heiraten will, bringt das zusätzlichen Wirbel in ihr Familienleben. Das Roadmovie "Eurotrash" von Frauke Finsterwalder begleitet den Schriftsteller Philipp und seine todkranke Mutter Helene auf einem Roadtrip durch die Schweiz, bei dem sie ihr Vermögen loswerden wollen. Die Reise wird zur persönlichen Abrechnung mit Familie, Vergangenheit und ihrer schwierigen Beziehung. Und "Frau Winkler verlässt das Haus" von Doris Dörrie erzählt von einer älteren Schauspielerin, die von einem Pflegeroboter unterstützt wird und zu ihm unerwartet Vertrauen fasst. Im Zentrum stehen Selbstbestimmung, Einsamkeit und die Beziehung zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz. Ebenso in dieser Sektion sind die bereits in Cannes erfolgreich gefeierten "Heimsuchung" von Volker Schlöndorff, "Minotaurus" von Andrey Zvyagintsev und "Vaterland" von Pawel Pawlikowski zu sehen, sowie der Sundance-Film "The Weight" von Padraic McKinley und "Lieblingsmenschen" von Helena Hufnagel, der in München Weltpremiere feierte.

In der Sektion Signatures laufen der Oscar-Beitrag "Everytime" von Sandra Wollner und "Das geträumte Abenteuer" von Valeska Griesebach, die ebenfalls in Cannes als Weltpremieren zu sehen waren.

In Zusammenarbeit mit der EurAsia Heart Foundation und der Demenz Forschung Schweiz zeigt die Sektion "Now/Future" aktuelle Filme zu Menschenrechten, sozialen Konflikten und nachhaltiger Entwicklung. Hier sind die majoritär deutschen Produktionen "Materia Prima" von Jens Schanze und "Rescue" von Sine Plambech programmiert. Der Dokumentarfilm von Jens Schanze begleitet Landwirte, Hirten, Bergarbeiter, Aktivistinnen sowie politische Akteure in Bolivien und beleuchtet die unterschiedlichen Erwartungen an den Lithiumabbau. In "Rescue" begleitet Regisseurin Sine Plambech einen Mann, der seine Ehefrau und ihre beiden Kinder sucht, die bei einer Rettungsaktion eines überfüllten Flüchtlingsboots von libyschen Milizionären verschleppt worden sind.

Die Sektion "Hashtag" widmet sich jedes Jahr einem aktuellen gesellschaftlichen Thema, das den öffentlichen Diskurs prägt oder beeinflusst – in diesem Jahr #artificialintelligence. Zu den deutschen Produktionen in dieser Sektion gehört "Finding Connection". Der Dokumentarfilm von Florian Karner begleitet Menschen, die emotionale Nähe und Halt in künstlicher Intelligenz suchen. Der Film untersucht, wie Beziehungen zu Algorithmen entstehen und welche Chancen und Konflikte damit verbunden sind.

Herausragende Kinder- und Familienfilme aus aller Welt werden in der ZFF für Kinder-Sektion gezeigt. In diesem Jahr gehören dazu "Das Geheimnis der gestohlenen Maske" von Nancy Mac Granaky-Quaye. Darin wird Johanna zusammen mit ihren Freunden Anton und Sweta zu einem Ermittlerteam und sie gehen auf die Suche nach einer besonderen Maske, die etwas mit ihrem Opa aus Tansania zu tun hat. "Der Regenbogenfisch" von Florian Moch ist die Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Marcus Pfister, in dem es um einen Fisch mit glitzernden Schuppen geht, der auf besondere Weise Freunde findet.

Beim parallel zum Festival stattfindenden Zurich Summit (25. bis 27. September 2026) sind zudem mehrere prominente deutsche Filmschaffende und Branchenvertreter vertreten, darunter Regisseur Edward Berger, Constantin-Film-CEO Oliver Berben, Produzentin Janine Jackowski von Komplizen Film und Martin Moszkowicz, Präsident des Zurich Film Festival und Transcontinental Entertainment Studios CEO. Berger führt das Gespräch mit FilmNation-Gründer Glen Basner zum Game Changer Award, während Jackowski und Moszkowicz über globales Storytelling und den internationalen Filmmarkt diskutieren; Berben spricht gemeinsam mit Constantin-Marketingchefin Linda Fiolka über TikTok, Fandom und Filmmarketing.

Alle deutschen Produktionen und Koproduktionen in Zürich im Überblick

Quelle: www.german-films.de