Sandra Wollner

Regie, Regie-Assistenz, Drehbuch, Schnitt, Sonstiges, Aufnahmeleitung
Leoben, Steiermark, Österreich

Biografie

Sandra Wollner wurde 1983 in Leoben, Österreich, geboren. Bereits während der Schulzeit experimentierte sie mit dem Medium Film: mit einer Digitalkamera filmte sie Kaulquappen und verband die Aufnahmen mit selbstgeschriebenen Texten und Zitaten des irischen Schriftstellers Flann O'Brien. In einem Interview erzählte sie 2020: "Das waren eigentlich Essayfilme, ohne dass ich gewusst hätte, was ein Essayfilm ist. Das waren Versuche, bei denen ich gemerkt habe, dass mir das Format Spaß macht, und ich das Gefühl hatte, da passt etwas aus verschiedenen Welten zusammen: aus Texten – ich habe schon immer viel und gern geschrieben – und aus Beobachtungen. Und das war eigentlich der Startpunkt."

Nach dem Abitur studierte Wollner zunächst Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Parallel dazu und danach sammelte sie praktische Filmerfahrungen, unter anderem als Regieassistentin bei den Kurzfilmen "Milchzähne" (AT 2009-2012) und "Fern und nah" (AT 2010). Mit der kurzen Dokumentation "Mountains and Molehills" (AT 2012) realisierte sie ihren ersten eigenen Film, der ihr als Bewerbungsfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg diente, wo sie nach erfolgreicher Bewerbung ein Studium der Dokumentarfilmregie begann.

Noch während des Studiums verlagerte sich ihr Interesse jedoch auf Spielfilme. Nach mehreren Kurzfilmen drehte sie – auf 16mm-Material – ihren ersten Langfilm "Das unmögliche Bild" (DE/AT 2016), eine geheimnisvolle Familiengeschichte. Der Film feierte bei den Hofer Filmtagen 2016 Premiere und erhielt dort den Förderpreis Neues Deutsches Kino. Es folgten weitere Auszeichnungen, darunter der Preis der deutschen Filmkritik 2018 als Bester Spielfilm, der Ingmar-Bergman-Preis für das beste Internationale Debüt beim Filmfestival Göteborg (Schweden) und der Preis der Jury beim Poitiers Film Festival (Frankreich).

Ein noch größerer Erfolg war Wollners zweiter Langfilm, "The Trouble with Being Born", der zugleich ihr Abschlussfilm war: das Drama über eine Androidin in Mädchengestalt, die als vermeintliche Tochter ihres Schöpfers aufwächst, wurde auf der Berlinale 2020 in der Sektion Encounters uraufgeführt und mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet – der Auftakt eines regelrechten Preisregens: bei der Viennale 2020 gab es den Spezialpreis der Jury (für Sandra Wollner), bei der Diagonale Graz 2020 unter anderem den Großen Diagonale-Preis; beim Österreichischen Filmpreis 2021 erhielt der Film vier Auszeichnungen, darunter die Kategorien Beste Regie und Bester Spielfilm, beim Preis der deutschen Filmkritik 2022 die Preise für die Beste Kamera und den Besten Spielfilm.

Mit ihrem dritten Kinofilm, der Familiengeschichte "Everytime" (AT/DE 2026), wurde Wollner 2026 in die Sektion Un Certain Regard der Filmfestspiele von Cannes eingeladen, wo er als bester Film der Sektion ausgezeichnet wurde.

Sandra Wollner lebt in Berlin.

FILMOGRAFIE

2024-2026
  • Regie
  • Drehbuch
2022/2023
  • Beratung
2019/2020
  • Regie
  • Drehbuch
2016/2017
  • Regie-Assistenz
2017
  • Schnitt
2016
  • Regie
  • Drehbuch
2014/2015
  • Regie-Assistenz
2015
  • Regie
2014/2015
  • Regie
2013/2014
  • Regie
2014
  • Regie-Assistenz
2013
  • Regie-Assistenz
2013
  • Aufnahmeleitung