Die wilden Kerle

Deutschland 2002/2003 Spielfilm

Inhalt

Die "wilden Kerle", das ist eine freche Fußballertruppe, bestehend aus sechs- bis zehnjährigen Jungs. Ihr Revier ist der örtliche Bolzplatz, hier sind sie die "Weltmeister". Als die Jungs wegen allzu übermütiger Ball-Kunststücke zu Hausarrest verdonnert werden, macht sich die Clique des dicken Michi auf dem Bolzplatz breit. In einem großen Fußballmatch zwischen den beiden Mannschaften soll sich entscheiden, wer die Hoheit über den Platz bekommt. Das Problem ist nur: Michis Jungs sind nicht nur älter und stärker als die "wilden Kerle", sie gelten auch als unbesiegbare Fußball-Könige.

 

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Heinz17herne
Heinz17herne
Für die „Wilden Kerle“, Leon und sechs weitere Jungs im Alter zwischen sechs und zehn Jahren, ist Fußball alles. Und so verbringen sie jede freie Minute auf dem Bolzplatz „Teufelstopf“, ihrem „Hexenkessel aller Hexenkessel“, wo Willi (herrliche Alt-68er Karikatur: Rufus Beck), der in dem Ruf steht, früher ein Fußballprofi gewesen zu sein, einen Kiosk unterhält. Die Pfingstferien stehen an und damit die schönsten zehn Tage des Jahres, weil in denen keiner der Wilden Kerle mit seinen Eltern verreisen muss. Ferien ohne Fußball sind wie Weihnachten ohne Geschenke: Seit Wochen regnet es jetzt schon in Strömen, der Bolzplatz hat sich in einen See verwandelt.

Und weil beim Indoor-Kick daheim einiges zu Bruch gegangen ist, hagelts ausgerechnet bei Maxi Hausarrest und Fußballverbot. Was doppelt tragisch ist: Denn zum einen hat Maxi den härtesten Schuss der Welt und zum anderen kommt pünktlich zum Ferienbeginn die Sonne heraus. Doch da zeigt sich sein Vater unerbittlich. So hat der Dicke Michi (doller Bonsai-Macho: Florian Heppert) mit seinen „Unbesiegbaren Siegern“ den „Teufelskopf“ besetzt, und diese sind sämtlich älter, größer, stärker und wohl auch gemeiner als selbst der wildeste der „Wilden Kerle“. Dennoch lässt sich Leon nicht einschüchtern und fordert Michi zum alles entscheidenden Match: Am letzten Ferientag wollen die Rivalen zum Spiel um den Bolzplatz antreten.

Und der ist schon in zehn Tagen. Also wird Kiosk-Willi flugs zum Trainer befördert, was sich zunächst auch nicht schlecht anlässt. Aber das harte Konditionsbolzen ist nicht die Sache von Leon, Marlon & Co. Überdies werden der kleine Joschka und der unglücklich agierende Raban von Leon aus dem Team geworfen – und wechseln flugs die Seiten. Leon findet jedoch schneller Ersatz als erwartet: Jojo und Markus haben noch eine Rechnung mit dem Dicken Michi offen und sind sofort mit Begeisterung dabei. Dafür scheint er seinen besten Freund, Fabi, den schnellsten Rechtsaußen der Welt, verloren zu haben – und das ausgerechnet an ein Mädchen, das sich den „Wilden Kerlen“ anschließen will: Vanessa.

Leon bleibt nichts anderes übrig, als sich auf einen Deal mit Fabi einzulassen: Gewinnt Vanessa ein Fußballturnier, das sie an ihrem Geburtstag zusammen mit ihrer Oma (kleine, aber feine Gastrolle: Cornelia Froboess) ausrichtet, gehört sie künftig zu den „Wilden Kerlen“ - und auch Fabi bleibt. Die toughe Vanessa zeigts allen – und verwandelt den entscheidenden Elfmeter in rosa Pumps! Die „Wilden Kerle“ trainieren wieder und werden, zumindest in Willis Augen, die beste Fußballmannschaft der Welt. Weil Vanessas Oma die Truppe neu zusammenschweißt – durch eine nächtliche Mutprobe am Baggersee.

Was auch dem Dicken Michi nicht entgangen ist, der zwei Nächte vor dem Match zum Angriff auf Camelot, das trolle Baumhaus der „Wilden Kerle“, bläst. Trotz martialischer Ausrüstung und ebensolchem Auftreten müssen die „Unbesiegbaren Sieger“ das Feld räumen. Und das nicht zuletzt deshalb, weil die beiden „Überläufer“ Joschka und Raban zu den „Wilden Kerlen“ zurückgekehrt sind. Da zieht der Dicke Michi seine letzte Trumpfkarte: Willi ist nie Fußballprofi gewesen! Was stimmt, weshalb ihn die „Wilden Kerle“ zum Teufel jagen.

„Alles ist gut solange du wild bist“? Der Teamgeist ist dahin und die Entscheidungsschlacht um den „Teufelstopf“ beim Stand von 0:8 verloren gegen Michis Mannen mit so sprechenden Namen wie Kong, Dampfwalze, Krake, Fettauge und Mähdrescher. Doch Raban holt Willi als Trainer zurück und der führt die „Wilden Kerle“ in eine zweite Halbzeit, die keiner der Beteiligten jemals vergessen wird...

„Die wilden Kerle“, am 20. September 2003 beim Filmfest Hamburg uraufgeführt, am 2. Oktober 2003 in den Kinos gestartet und am 16. September 2006 als Free-TV-Premiere auf Sat 1 ausgestrahlt, ist ein Hauptspaß für die ganze Familie. Vorlage ist die Kinderbuchreihe „Die Wilden Fußballkerle“ von Joachim Masannek, für den Auftaktstreifen vor allem „Leon, der Slalomdribbler“. Auch die Folge-Filme bereiten – und das ist keineswegs selbstverständlich – ebensolchen Spaß wie der erste und die jungen Akteure, vor allem das Brüderpaar Jimi Blue und Wilson Gonzales Ochsenknecht, genießen eine unglaubliche Popularität auch und gerade bei jungen Mädchen. Die Erwachsenen sind zwar durchaus prominent vertreten, spielen bei den „Wilden Kerlen“ aber nur eine periphere Rolle.

Pitt Herrmann

Credits

Alle Credits

Regie-Assistenz

Drehbuch

Kamera

Steadicam

Szenenbild

Animation

Kostüme

Schnitt-Assistenz

Ton-Schnitt

Geräusche

Casting

Musikalische Leitung

Produktionsfirma

Dreharbeiten

    • 08.08.2002 - 28.09.2002: Tschechien
Länge:
2586 m, 94 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 31.07.2003, 94845, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): September 2003, Hamburg, Filmfest;
Kinostart (DE): 02.10.2003

Titel

  • Originaltitel (DE) Die wilden Kerle
  • Weiterer Titel (DE) Die wilden Kerle - Alles ist gut, solange du wild bist!

Fassungen

Original

Länge:
2586 m, 94 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 31.07.2003, 94845, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): September 2003, Hamburg, Filmfest;
Kinostart (DE): 02.10.2003