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Die seltsame Gräfin

BR Deutschland 1961 Spielfilm

Inhalt

Margaret Reddle, die seit einiger Zeit anonymen Drohungen und Mordanschlägen ausgesetzt ist, ist froh, ihre neue Stelle als Sekretärin der Gräfin Eleanora Moron anzutreten, die sich um entlassene Strafgefangene kümmert, darunter eine Frau, die vor zwanzig Jahren ihren Mann vergiftet haben soll, und von der Margaret zu ihrem Erstaunen herausfindet, dass sie ihre Mutter ist. Welches Geheimnis lauert im Schloss der Gräfin? Welche Rolle spielen der sonderbare Butler oder der Hausarzt, der auch eine Klinik für Geisteskranke leitet? Bald hat Mike Dorn von Scotland Yard alle Hände voll zu tun, Margaret vor weiteren Anschlägen auf ihr Leben zu retten und das Rätsel um die seltsame Gräfin zu lösen.

 

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Falk Schwarz
Eine Frau wird gejagt
Norbert Grob ist einer der brillantesten deutschen Filmkritiker. In der Publikation des Deutschen Filmmuseums „Abschied vom Gestern“ legt er in 13 Aspekten die Strukturen der Wallace-Krimis frei. Bei den Motiven - so schreibt er - gibt es eine „Vorliebe für das Geschehen bei Nacht, oft in einem abgelegenen Schloß...mit versteckten Türen, parallelen Räumen, unterirdischen Verliessen; das Spiel mit Licht und Schatten, das den Ereignissen das Eindeutige nimmt“. Ob das Geschehen nachvollziehbar - also plausibel ist - spielt keine Rolle. „Plausibilität (ist) eine Frage der inneren Stringenz und eine Frage des erzählerischen Stils - und (hat) nichts zu tun mit Glaubwürdigkeit dem Realen gegenüber“. Die Zuschauer haben einen Pakt geschlossen - „Spannung goutieren und Logik ignorieren“. Nach der verlogenen Filmwelt der Fünfziger sind diese Krimis Unruhestifter. „Die heile Welt war ein Trick, um das Heile zu propagieren. Nun, in den Krimis der Sechziger, ist das Kaputte ein Trick, um das Heile zu propagieren. Nur gelingt das nicht mehr in dem Maße: Das Kaputte wirkt zu virtuos, das Heile zu plump“. - Wallace aus der Vogelperspektive. Näher dran ist zu sagen, dass deutsche Wallace-Krimis eher unfreiwillig komisch wirken, der dick aufgetragene Schrecken sich selbst als Masche entlarvt. Ein ewiger („karnevalesker“) Kinski, der ins Telefon füstert: „Sie werden umgebracht“. Die arme Brigitte Grothum ist darob natürlich erschreckt und wird nun gejagt - von einem Attentat zum nächsten. Wenn da nicht unser guter, lieber Blacki (Fuchsberger) wäre, der sie natürlich rettet und seine Stirn in diese „Ich-mach-das-schon“ Fältchen legt, so als sei er von der Sinnhaftigkeit seiner Rolle zutiefst überzeugt. Lil Dagover verbirgt hinter ihrer Oberschichten-Fassade ganz perfide Mordlust, und als sie sich mit einem Ring, aus dem eine vergiftete Nadel ausfährt, entleibt und gekonnt zur Seite fällt, geht ein Aufatmen durchs Publikum. Geschafft! Man muss es so sagen: kein deutscher Hitch in Sicht, weit und breit nicht. Und daran kann auch Norbert Grob mit seinen klugen Bemerkungen letztlich nichts ändern.

Credits

Kamera

Schnitt

Musik

Darsteller

Alle Credits

Kamera

Kamera-Assistenz

Schnitt

Musik

Darsteller

Produktionsleitung

Aufnahmeleitung

Länge:
2585 m, 94 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 03.11.1961, 26584, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 08.11.1961, Trier, Capitol

Titel

  • Originaltitel (DE) Die seltsame Gräfin

Fassungen

Original

Länge:
2585 m, 94 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 03.11.1961, 26584, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 08.11.1961, Trier, Capitol