Der Mann, der Sherlock Holmes war

Deutschland 1937 Spielfilm

Filme der NS-Zeit sind im Kontext der staatlich beeinflussten Produktion und Rezeption zu sehen. Mehr erfahren »

Inhalt

Zwei erfolglose Detektive, Morris Flynn und sein Freund Macky, "spielen" mit Vergnügen Sherlock Holmes und Dr. Watson. Bis hin zur Verkleidung wirkt alles echt. Selbst die Polizei bittet um ihre detektivische Hilfe. Mary und Jane Berry, zwei junge Mädchen, sollen eine Erbschaft vom "lieben Onkel", einem braven Gelehrten, antreten. Tatsächlich ist der Erbonkel noch sehr lebendig und ein gesuchter Fälscher, der der Polizei immer entwischen konnte. Während der Pariser Weltausstellung können sie nun alle Register ihres Könnens – und das ihrer Vorbilder – ziehen und dank minutiöser Kleinarbeit schließlich die Fälscherbande dingfest machen. Doch dann werden Holmes und Watson selbst verhaftet und ihre Identität wird in Frage gestellt – was der Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle, der Erfinder der Romanfiguren, lachend zur Kenntnis nimmt.

 

 

Kommentare

Sie haben diesen Film gesehen? Dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag!

FaSch
Hoppla, ich bin der Holmes!
Albers und Rühmann seifen sich ein und singen in ihren Badewannen "Jawoll, meine Herr'n, das haben wir gern". Aber schon hier fragt sich der gewiefte Zuschauer, warum das in der Badewanne und mit Seife sein muss. Soll auch der Zuschauer eingeseift werden? Wenn nicht die flotte Musik von Hans Sommer wäre, dieses Opus aus den Händen von Karl Hartl wäre ein zäher Brocken. Was eine solche Kriminalgroteske mitnichten darf, wird hier vorexerziert: Langeweile! Es ist einfach langweilig, dem Albers zuzuschauen, wie er noch vor allen Tätern weiß, was sie im Schilde führen, jeden Trick erkennt, jede Finte aufspürt und nur einmal im Kohlenkeller landet. Aber sonst? Dieser Hoppla-jetzt-weiß-ich's Artist ist so allwissend, so allkönnend und so merkwürdig selbstsicher, dass der Zuschauer es mit Heinz Rühmann halten möchte: er wird weinerlich und verzagt. Ironie, gar Selbstironie? Fehlanzeige. Allerdings ist der Schnitt von Gertrud Hinz bewundernswert: ihre raschen Übergänge geben dem Film etwas schnelles und fließendes. Tempo ohne Hetze! Sonst? Wo ist Fritz Arno Wagners elegante Kamerakunst? Was haben Claudius und Knoteck anderes zu tun als gut auszusehen? Wo bleiben Robert A. Stemmles Dialogkünste? "Nee, meine Herr'n, so hab'n wir's nicht gern..."

Credits

Regie

Schnitt

Musik

Darsteller

Alle Credits

Regie

Regie-Assistenz

Kamera-Assistenz

Kostüme

Schnitt

Musik

Liedtexte

Darsteller

Herstellungsleitung

Video-Erstanbieter

Dreharbeiten

    • März 1937 - Mai 1937: Ufa-Atelier Neubabelsberg
Länge:
3072 m, 112 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 13.07.1937, B.45742, Jugendfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 15.07.1937, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

Titel

  • Originaltitel (DE) Der Mann, der Sherlock Holmes war

Fassungen

Original

Länge:
3072 m, 112 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 13.07.1937, B.45742, Jugendfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 15.07.1937, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

Prüffassung

Länge:
106 min
Format:
Video, 4:3
Bild/Ton:
s/w, Mono
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 08.06.2004, v402, ab 12 Jahre

Länge:
2837 m, 104 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Mono
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 16.05.1958, 17014, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

TV-Erstsendung (DD): 29.12.1954, DFF;
TV-Erstsendung (DE): 30.12.1963, ZDF

Auszeichnungen

1937
  • Prädikat: Künstlerisch wertvoll