Das schöne Abenteuer

BR Deutschland 1959 Spielfilm

Inhalt

Vergnügliche Unterhaltung mit Liselotte Pulver: Die altjüngferliche englische Lehrerin Dorothee Durand reist nach Südfrankreich, um nach Verwandten ihres verstorbenen Vaters zu forschen. In einem Hotel in Nîmes findet sie schnell Freunde, die begierig darauf sind, ihr bei der Suche zu helfen. Dort lernt sie auch den sympathischen Marius Bridot kennen, der sich sehr für sie interessiert. Schließlich findet sie in einem kleinen Dorf mithilfe der örtlichen Fußballmannschaft ihre beiden Cousinen und verbringt mit ihnen eine schöne Zeit. Und als auch Marius Bridot ihr in die malerische Landschaft nachreist, beschließt sie, als seine glückliche Ehefrau im Land zu bleiben.

 

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Falk Schwarz
Eine "affaire" in Frankreisch
Eine Engländerin steigt in ein vollbesetztes Coupé eines französischen Zuges und parliert munter mit den Frenchies drauflos - in deutsch. Filmische Wirklichkeit! Egal, Hoffmann jongliert leichthändig mit einer Fabel, die dramaturgisch eigentlich nicht viel hergibt. Eine schon ein wenig altjüngferliche Lehrerin sucht ihre Verwandten in Süd-Frankreich und findet dabei einen Mann (Robert Graf). Nun spielt dieser Film unter der prallen Sonne der Provence, führt uns hinein ins römische Amphitheater in Nimes, hinauf nach Saint Fiacre in die Hoch-Provence, wieder herunter nach Lyon und St. Etienne. Und überall begegnen uns deutsche Schauspieler. Aber unfreiwillig witzig ist natürlich, wie der kleine Oliver Grimm auf die Lilo vor dem väterlichen Hotel (im Atelier in München) einen Ball schießt, der Lilo Pulver im wahren Nimes in den Po trifft. „Bei solchen Schnitten kann man heute dem alten Kino bei der Arbeit zusehen“ (Dominik Graf). Jeder merkt‘s, vor allem wegen des Atelierhalls. In dem Hotel (hübsch französisch nachgebaut von Architekt Robert Herlth) spielt Robert Graf den sympathischen und freundlichen Besitzer - mit Kochjacke und Serviette über dem Arm. Was für ein exzellenter Darsteller er war. Am Nebentisch bramarbasieren die Stammgäste und stürzen der Pulver geradezu ins Essen. Alle sind so schrecklich freundlich und so laut, so enthusiastisch und fröhlich, dass man dem Regisseur zurufen möchte: gemach, halb so viel ist immer noch genug! Wie souverän aber Hoffmann seine Schauspieler führt, zeigt eine kleine Szene. Robert Graf holt aus der Tasche das Bild seiner verstorbenen Frau und zeigt es der Pulver. Das ist nur ein Augenblick, aber Gesicht und Geste sind sensibel und anrührend. Da zeigt sich filmische Intelligenz. Günter Neumann und Heinz Pauck haben ein eher pointenarmes Drehbuch verfasst, in dem nur manchmal Witz aufblitzt. “Die Männer hüpfen einem aus der Hand wie nasse Frösche“, meint die Ausschnitt-Schöne Angélique. Eine hübsche und ein wenig harmlose Reise ins Französische, die etwas flaue Stimmung hinterlässt. Es gibt schönere Abenteuer.

Credits

Schnitt

Musik

Darsteller

Produzent

Alle Credits

Regie-Assistenz

Kamera-Assistenz

Standfotos

Schnitt

Musik

Liedtexte

Darsteller

Produzent

Produktionsleitung

Aufnahmeleitung

Produktions-Assistenz

Länge:
2777 m, 101 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
Eastmancolor, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 16.09.1959, 20582, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 29.09.1959, München, Rathaus-Lichtspiele

Titel

  • Originaltitel (DE) Das schöne Abenteuer

Fassungen

Original

Länge:
2777 m, 101 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
Eastmancolor, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 16.09.1959, 20582, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 29.09.1959, München, Rathaus-Lichtspiele