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13 Stühle

Deutschland 1938 Spielfilm

Filme der NS-Zeit sind im Kontext der staatlich beeinflussten Produktion und Rezeption zu sehen. Mehr erfahren »

Inhalt

E.W. Emos Lustspiel zeigt Heinz Rühmann in einer seiner Paraderollen: Als glückloser Friseurmeister Felix Rabe erbt er von seiner verstorbenen Tante Barbara statt des erhofften Vermögens lediglich die titelgebenden 13 Stühle. Enttäuscht übergibt Rabe das scheinbar wertlose Mobiliar an den Trödler Alois Hofbauer (Moser), nur um wenig später zu erfahren, dass in einem der Stühle 100.000 Mark versteckt sind. Da Hofbauer bereits alle Stühle verkauft hat, begeben sich Friseur und Trödler auf eine turbulente Jagd nach dem Geld. Dabei muss das ungleiche Gespann zahlreiche amüsante bis absurde Abenteuer bestehen.

 

Kommentare

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Falk Schwarz
Nichts zu lachen
„Hampelig“ müsste vielleicht das Wort sein, das die Bewegungen des Heinz Rühmann in diesem Film beschreibt. Seine Körperkontrolle scheint abgestellt, wie ein Ping-Pong-Ball hüpft er auf und nieder, wenn er in seinem Friseurgeschäft den Gerichtsvollzieher empfängt. Da hat es Hans Moser leichter. Er ist als Antiquitätenhändler einfach er selber - ranzt, stottert, braust auf und ab, setzt sich mit seiner köstlich aufspielenden Ehefrau (Annie Rosar) auseinander, dass die Fetzen fliegen. So lieben wir den Moser, so soll er sein, da macht Hinschauen auch heute noch Freude. Sonst hat der Regisseur E. (Emerich) W. (Walter) Emo den guten Moser einfach impovisieren lassen - immerhin drehten sie 21 Filme zusammen. Also darf man annehmen, dass sie sich gut kannten und jeder jeden leben liess. Sonst ist die Fabel, die hier erzählt wird, so abstrus wie umständlich. Die böse alte Tante hat dem Friseur ein Erbe hinterlassen - eingenäht in einen Stuhl. Das findet er aber erst heraus, als Moser die Stühle bereits verkauft hat. Und nun hechten sie von Eigentümer zu Eigentümer, schlitzen Polster auf, hinterlassen Chaos, kommen in unheitere Situationen, nur um am Ende festzustellen, dass das Geld einem Waisenhaus zugute kommt, die den Stuhl gefunden haben, in dem die Hunderttausend eingenäht waren. Da sitzen sie nun: der Moser und der Rühmann, fühlen sich betrogen nach dieser atemberaubenden Jagd. Und der Zuschauer ist ebenfalls traurig - was nützt all das Gehechte und Gerenne, wenn es doch bloss um Geld geht! Geld und Lebensglück - das passt nicht. Doch es gibt ein Happy-end: Rühmanns Lehrling im Frisiersalon fällt ein Regal herunter, alle Flaschen kaputt. Die Reste kippt er in eine Schale. Und weil gerade der Gerichtsvollzieher da ist, wird ihm diese Tinktur auf die Glatze gerieben. Am Ende - oh Wunder - wachsen dem Manne die Haare wieder und Moser und Rühmann stellen nun Haarwasser her und sind plötzlich reich. Selten so wenig gelacht in 90 Minuten.

Credits

Regie

Kamera

Schnitt

Musik

Darsteller

Produktionsfirma

Produzent

Alle Credits

Regie

Kamera

Schnitt

Musik

Darsteller

Produktionsfirma

Produzent

Herstellungsleitung

Produktionsleitung

Aufnahmeleitung

Dreharbeiten

    • Wien
Prüfung/Zensur:

Prüfung: 12.09.1938

Aufführung:

Uraufführung: 16.09.1938

Titel

  • Originaltitel (DE) 13 Stühle

Fassungen

Original

Prüfung/Zensur:

Prüfung: 12.09.1938

Aufführung:

Uraufführung: 16.09.1938