Inhalt
Die französische Pianistin und Sängerin Lucy zieht mit ihrem deutschen Mann Philip und dem gemeinsamen Sohn Johnny aufs Land in der Nähe von München, nachdem Philip, der Dokumentarfilmer ist, einen Burnout erlitten hat. Ihre eigene Karriere stellt Lucy dabei in den Hintergrund. Der mühsam austarierte Alltag gerät jedoch abrupt aus den Fugen, als die Polizei erscheint, eine Hausdurchsuchung vornimmt und Philips technische Geräte beschlagnahmt: Gegen ihn steht der Verdacht im Raum, kinderpornografisches Material besessen und verbreitet zu haben. Lucy bleibt zunächst im Ungewissen – sowohl über das Ausmaß der Vorwürfe als auch darüber, ob ihr Sohn betroffen sein könnte. Sie flüchtet vorübergehend zu ihrer Mutter Eloise, ohne sich ihr anzuvertrauen. Parallel begleitet der Film die für den Fall zuständige Ermittlerin Elsa Kühn, die beruflich mit Sexualstraftätern und ihren Angehörigen konfrontiert ist und privat ihren an Demenz erkrankten Vater pflegt. Auch in ihrem Leben gibt es blinde Flecken, wie sie nach und nach erkennen muss. Immer wieder kreuzen sich die Wege der beiden Frauen, zwischen denen eine fragile Solidarität entsteht.
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