"Sometimes, I Imagine Them All at a Party", Source: Real Fiction Filmverleih, DFF, © Bildersturm Filmproduktion
"Was an Empfindsamkeit bleibt"

Neu im Kino: Was an Empfindsamkeit bleibt

2011 wird Daniela Magnani Hüller von einem Mitschüler an einer Bushaltstelle mit einem Messer attackiert. Blutüberströmt muss sie sich nach Hause retten, denn niemand leistet Hilfe. Sie überlebt den Femizidversuch nur knapp. Vierzehn Jahre später blickt sie in ihrem autobiographischen Dokumentarfilmdebüt "Was an Empfindsamkeit bleibt" zurück auf dieses traumatische Erlebnis: Wie konnte es dazu kommen, obwohl die Absichten des Täters bekannt waren und sein übergriffiges Verhalten vorher schon zur Anzeige gebracht worden war? Auf der Suche nach Antworten spricht sie mit den Personen, mit denen sie in dieser Zeit Kontakt hatte. Neben Interviewsequenzen verwendet sie auch analoges Filmmaterial und Camcorder-Aufnahmen, um ihre Erinnerungen mit der Gegenwart zu verweben. – "Was an Empfindsamkeit bleibt", am vergangenen Wochenende mit dem megaherz Student Award beim 41. DOK.fest München ausgezeichnet, ist nicht nur Aufarbeitung eines persönlichen Traumas, sondern intensive Auseinandersetzung mit Femiziden und Gewalt gegen Frauen. Daniela Magnani Hüller gelingt es, auf größere, strukturelle Probleme aufmerksam zu machen, ohne dabei den Fokus von der Verantwortung der Einzelpersonen zu lösen. Ein aufwühlender Film über ein immer noch zu wenig behandeltes Thema, der zudem zeigt, wie es Daniela Magnani Hüller trotz allem gelungen ist, Zuversicht und Humor zu bewahren.

Aktuelles

Von Neu- und Wiederentdeckungen bis hin zu großem Unterhaltungskino: Mit der diesjährigen Auswahl erneuert das 43. Filmfest München seinen Anspruch, die wichtigste Plattform für das deutsche Filmschaffen zu sein. In der etablierten Wettbewerbsreihe Neues Deutsches Kino feiern in diesem Jahr 16 Filme ihre Weltpremiere. 

Der aus Fernsehen und Kino bekannte Schauspieler Alexander Held ist tot. Er starb mit nur 67 Jahren.

Die Nordic NEST-Jury hat entschieden: Mit "Cargo Crime" von Autorin Valeria Richter aus Dänemark, "Deeper" von Eva-Maria Koskinen aus Finnland und "White Noise" von Stefanie Ren aus Deutschland wurden anlässlich der Filmfestspiele von Cannes die drei Gewinnerprojekte der ersten Nordic NEST-Runde bekanntgegeben. Alle Projekte werden sowohl aus den nordischen Ländern als auch aus Deutschland produziert und bekommen für die Drehbuchphase eine zusätzliche Förderung von bis zu 60.000 Euro je Projekt.

Wie ihre Agentur Players gestern unter Berufung auf ihre Familie mitteilte, ist die Schauspielerin Luna Jordan im Alter von nur 25 Jahren am 13. Mai in Berlin gestorben.

Südafrika wurde als "Country in Focus" für die kommende Ausgabe des Berlinale European Film Market (EFM) ausgewählt. Als eine der global am stärksten vernetzten und diversifiziertesten Volkswirtschaften Afrikas verfügt Südafrika über eine dynamische und international bestens angebundene Filmindustrie, die kreative Exzellenz, starke Produktionskapazitäten und eine wachsende Relevanz auf dem Weltmarkt vereint.