Gegenschuss - Aufbruch der Filmemacher

Gegenschuss - Aufbruch der Filmemacher

Deutschland 2006-2008, Dokumentarfilm

Inhalt

Rainer Werner Fassbinder. Werner Herzog. Wim Wenders. Drei Regisseure, deren Namen für den Aufbruch des westdeutschen Kinos aus der jahrzehntelangen Bedeutungslosigkeit der Nachkriegszeit stehen. Maßgeblich mitverantwortlich für diesen Aufbruch war der Filmverlag der Autoren – eine Produktions- und Verleihgenossenschaft, die im April 1971 von 13 Filmemachern in München gegründet wurde. Zu den ersten Mitgliedern zählen neben Wim Wenders unter anderem Uwe Brandner, Michael Fengler, Hans Noever, Peter Lilienthal, Thomas Schamoni und Laurens Straub. Innerhalb weniger Jahre wurde aus dem Filmverlag die wichtigste Plattform einer ganzen Generation von deutschen Filmemachern.

"Gegenschuss" erzählt die Geschichte dieses ungewöhnlichen Autorenkollektivs – von den ersten Anfängen in München Mitte der 60er Jahre über die Welterfolge von Cannes bis zum Auseinanderbrechen der Gruppe im Jahr 1977. Das Porträt dieser Künstlergemeinschaft ist zugleich ein Generationenporträt. Denn der Kampf einer kleinen Gruppe junger, unabhängiger Autorenfilmer für selbstbestimmte Arbeitsbedingungen, gegen die Fremdbestimmung durch eine kapitalstarke Altproduzentenbranche – das war auch der Konflikt zwischen der ersten deutschen Nachkriegsgeneration und ihren Vätern, die das Handwerk noch in der Filmindustrie des "Dritten Reiches" erlernt hatten. Interviews, Filmausschnitte und teilweise noch unveröffentlichte Archivaufnahmen haben der 2007 verstorbene Produzent Laurens Straub sowie Dominik Wessely zu einer "Rise and Fall"- Story verwoben, die über alle Zutaten einer großen Kinoerzählung verfügt: Freundschaft. Erfolg. Eifersucht. Zerstörung. Tod.

Quelle: 58. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Credits

Alle Credits

Regie:Dominik Wessely
Co-Regie:Laurens Straub
Drehbuch:Dr. Rainer Kölmel (Konzept), Laurens Straub (Konzept), Dominik Wessely (Konzept)
Interviews:Dr. Rainer Kölmel, Laurens Straub, Dominik Wessely
Kamera:Knut Schmitz
Schnitt:Anja Pohl
Schnitt-Assistenz:Nic Nagel, Stefan Frank
Ton-Design:Ansgar Frerich, Sebastian Tesch
Ton:Dominik Wessely, André Zacher, Max Vornehm
Mischung:Florian Beck
Musik:Philipp F. Kölmel, Uwe Kirbach (Beratung)
Mitwirkung:Hark Bohm, Uwe Brandner, Rainer Werner Fassbinder, Michael Fengler, Veith von Fürstenberg, Hans W. Geißendörfer, Peter Handke, Irm Hermann, Werner Herzog, Alexander Kluge, Peter Lilienthal, Tom Luddy, Margaret Ménégoz, Lynda Myles, Hans Noever, Thomas Schamoni, Hans-Peter Sickert, Laurens Straub, Dan Talbot, Luggi Waldleitner, Wim Wenders, Pete Ariel
Produktionsfirma:Kinowelt Filmproduktion GmbH (Leipzig), Filmverlag der Autoren GmbH & Co. Vertriebs KG (München)
in Co-Produktion mit:Bayerischer Rundfunk (BR) (München), Westdeutscher Rundfunk (WDR) (Köln), Arte Deutschland TV GmbH (Baden-Baden)
Produzent:Dr. Rainer Kölmel
Co-Produzent:Stelios Ziannis
Redaktion:Thomas Sessner (BR), Hubert von Spreti (BR), Monika Lobkowicz (BR / Arte), Jochen Kölsch (BR / Arte), Jutta Krug (WDR)
Producer:Wasiliki Trampuratzi
Herstellungsleitung:Peter Dress
Produktionsleitung:Jan Bullerdieck
Produktions-Assistenz:Eva-Maria Kendzia
Geschäftsführung:Karin Schnieber
Dreharbeiten:02.2006-10.2006: München, Berlin, Paris, Los Angeles
Erstverleih:Kinowelt Filmverleih GmbH (Leipzig)
Filmförderung:FilmFernsehFonds Bayern GmbH (FFFB) (München), Filmförderungsanstalt (FFA) (Berlin)
Länge:3437 m, 125 min
Format:HD - überspielt auf 35mm
Bild/Ton:Farbe, Dolby SR
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 07.01.2008, 112665, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 11.02.2008, Berlin, IFF - Panorama Special;
Kinostart (DE): 14.02.2008

Titel

Originaltitel (DE) Gegenschuss - Aufbruch der Filmemacher

Fassungen

Original

Länge:3437 m, 125 min
Format:HD - überspielt auf 35mm
Bild/Ton:Farbe, Dolby SR
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 07.01.2008, 112665, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 11.02.2008, Berlin, IFF - Panorama Special;
Kinostart (DE): 14.02.2008
 

Auszeichnungen

FBW 2008
Prädikat: Besonders wertvoll