Darsteller
Hamburg

Biografie

Jan Fedder wird am 14. Januar 1955 in Hamburg als Sohn eines Kneipenbesitzers und einer Tänzerin geboren. Er wächst in St. Pauli auf und singt bereits als Siebenjähriger Sopran in der Hamburger Michaeliskirche. Vor seiner Schauspielausbildung, die er mit zehn Jahren beginnt, nimmt er einige Jahre Ballettunterricht. Mit 13 Jahren steht Fedder 1968 das erste Mal auf der Bühne und im selben Jahr für den Film "Reise Dienst Schwalbe" vor der Fernsehkamera.

Danach ist er 19 Jahre lang im Kinder- und Jugendtheater Klecks tätig, spielt aber auch am Hamburger Ernst- Deutsch-Theater in Shakespeare- und Goetheinszenierungen und hat in den Jahren 1979 und 1980 bereits kleinere Fernsehauftritte. In seiner Rolle als Pilgrim in "Das Boot" ist er der Kojennachbar von Ralf Richter und mit diesem für das Erzählen von schmutzigen Witzen zuständig.

 


Danach spielt er bei vielen hauptsächlich norddeutschen TV-Produktionen mit, aber nur in wenigen Kino-Filmen (z. B. "Der Fall Bachmeyer – Keine Zeit für Tränen", 1984, "Didi – Der Experte", 1987). 1990 übernimmt Jan Fedder in der Serie "Großstadtrevier", deren Titelmelodie er auch singt, die Rolle des lässig-schnoddrigen Polizisten Dirk Matthies. Fast ebenso populär wird er als Kurt Brackelmann in der Serie "Neues aus Büttenwarder" (ab 2000).

Zu seinen weiteren Fernseh- und Filmauftritten zählen Rollen in "Singles" (1988), "Peter Strohm" (Episode: "Noch drei Minuten bis Himmelfahrt", 1988), "Und wenn’s nicht klappt, dann machen’s wir’s noch mal" (1990), "Superstau" (1991), "Land in Sicht" (1993), "Verlassen Sie bitte Ihren Mann" (1994), "Der Hochstapler" (1998) und Auftritte in der Reihe "Heimatgeschichten".

Bei den Zeichentrick-Filmen "Werner – volles Roaa" (1999) und "Werner – Gekotzt wird später" (2003) leiht er dem Rocker Herbert seine Stimme. Schon 1990 hört man ihn in "Werner – beinhart" mehrere Rollen sprechen. Eine anspruchsvollere Titelfigur spielt er in der Siegfried-Lenz-Verfilmung "Der Mann im Strom" (Niki Stein, ARD 2006).

Als Sänger bringt er mit seiner Band Big Balls die CDs Aus Bock (1998) und Fedder geht’s nicht (2004) heraus. 2006 wird Jan Fedder bei einer Umfrage zum beliebtesten Schauspieler Norddeutschlands aller Zeiten gewählt.

Quelle: "Das Boot. Auf der Suche nach der Crew der U96", hrsg. v. Deutsches Filmmuseum / Deutsches Filminstitut – DIF e.V.; erschienen im Henschel Verlag, Berlin/Leipzig, 2006.

FILMOGRAFIE

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2003
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1990/1991
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1979
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