Weitere Namen
Dmitrij Alexandrowitsch Schaad (Geburtsname) Дмитрий Александрович Шаад (Weiterer Name)
Darsteller, Drehbuch
Kaskelen, UdSSR (heute: Qaskeleng, Kasachstan)

Biografie

Dmitrij Alexandrowitsch Schaad wurde am 17. September 1985 in Kaskelen, Kasachische SSR, geboren; 1993 zog die Familie nach Deutschland. Nach dem Abitur studierte Schaad von 2005 bis 2009 Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie 'August Everding', gefolgt vom Staatlichen Institut der darstellenden Künste in Sankt Petersburg, Russland (2009). 2006 und 2008 erhielt er das Schauspielstipendium des Deutschen Bühnenvereins.

2009 bekam Schaad ein Engagement am Schauspiel Essen, wechselte aber schon im folgenden Jahr mit Intendant Anselm Weber ans Schauspielhaus Bochum. Dort gewann er 2011 den Bochumer Theaterpreis in der Kategorie Nachwuchs für seine Leistung in dem Stück "Amerika". 2013 wechselte Schaad ans Maxim-Gorki-Theater in Berlin, dessen Ensemble er bis 2019 angehörte. Für seine Rollen in der Spielzeit 2013/14 wurde er von der Fachzeitschrift "Theater heute" zum Nachwuchsschauspieler des Jahres gewählt. Ab 2013 begann Schaad auch als Fernsehschauspieler zu arbeiten. So sah man ihn in der "Tatort"-Folge "Vielleicht" (2014) als Assistent von Hauptkommissar Felix Stark.

Neben seiner Schauspieltätigkeit ist Schaad auch als Autor tätig. So hatte er bislang in fast jedem Stück am Gorki-Theater einen Monolog, dessen Text er selbst verfasste. Außerdem wirkte er an Drehbüchern seines Bruders Alex Schaad mit, so etwa bei dem 30-minütigen Psychodrama Invention of Trust" (2015), das unter anderem mit dem Max-Ophüls-Preis als Bester mittellanger Film und mit dem Studenten-Oscar in Gold als Bester fremdsprachiger Spielfilm ausgezeichnet wurde.

Im Januar 2017 feierte mit "Die Konsistenz der Wirklichkeit" Schaads erstes selbstgeschriebenes Bühnenstück Premiere, an seiner Alma Mater, der Bayerischen Theaterakademie; Schaad führte hier erstmals auch Regie. Beim Schauspielschultreffen 2017 gewann die Inszenierung den Ensemblepreis der Konferenz der Darstellenden Künste und des Literarischen Schreibens Schweiz, sowie den Preis der Studierenden. Für das Exposé zu dem Langfilm "Darktrip" erhielten die Schaad-Brüder 2017 das Katja-Eichinger-Drehbuchstipendium. 

"Endling", der zweite mittellange Film der Schaads, gewann im Januar 2018 beim Filmfestival Max Ophüls Preis den Publikumspreis für den Besten mittellangen Film. Fast zeitgleich hatte Dimitrij Schaads zweites Bühnenstück "Die unvorstellbaren Folgen einer eingebildeten Revolution" Premiere; wie schon sein Erstlingswerk hatte er dieses Stück mit dem 3. Jahrgang der Münchner Theaterakademie erarbeitet. Im Fernsehen sah man Schaad in der "Polizeiruf 110"-Folge "Demokratie stirbt in Finsternis" (2018) als Anführer einer radikalen Anarchistengruppe. Kleine Auftritte hatte er in der Serie "Das Boot" (2019) und in einer Folge der britischen Serie "Killing Eve" (2019). Seine erste Kino-Hauptrolle spielte Schaad in Dani Levys Verfilmung des Bestsellers "Die Känguru-Chroniken", die im März 2020 in die Kinos kam.

Neben seiner Tätigkeit als Film- und Bühnenschauspieler, Autor und Regisseur arbeitet Dimitrij Schaad seit 2015 als freier Dozent an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst 'Ernst Busch'.

FILMOGRAFIE

2021/2022
  • Darsteller
2020/2021
  • Darsteller
2018-2020
  • Darsteller
2016/2017
  • Darsteller
  • Drehbuch
2015
  • Darsteller
  • Drehbuch
2014
  • Darsteller