Ralf Richter gestorben

Wie sein Sohn nach einer "Bild"-Meldung bestätigte, ist der Schauspieler Ralf Richter gestorben.

 

Ralf Richter, geboren 1957 in Essen, verkörperte vorwiegend bodenständige, manchmal vulgäre oder halbseidene, meist aber liebenswerte Typen. Berühmt wurde der junge Schauspieler gleich mit einer seiner ersten Rollen als derbe Sprüche klopfender Zentralemaat Frenssen in Wolfgang Petersens international gefeiertem Kriegsfilm-Klassiker "Das Boot" (1981). Es folgten zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen, darunter Arbeiten mit so prominenten Regisseuren wie Dominik Graf ("Die Katze"), Oskar Roehler ("Suck My Dick") oder Klaus-Maria Brandauer ("Georg Elser – Einer aus Deutschland").

Auch in Komödien wie "Super-Stau" oder "Manta – Der Film" konnte Ralf Richter seinen rustikalen Charme spielen lassen. Seine Ruhrpott-Herkunft war dabei häufig ein zentraler Faktor, beispielsweise auch in Peter Thorwarths populärer "Unna-Trilogie", von "Bang Boom Bang" (in kultiger Rolle als Ex-Häftling und Choleriker Kalle Grabowski) über "Was nicht passt, wird passend gemacht" bis "Goldene Zeiten".

Zu seinen letzten Kinoauftritten zählten der Low-Budget-Horror "Sky Sharks" (2020) und Oskar Roehlers Satire auf das Filmbusiness "Bad Director" (2023).

Ralf Richter starb nach längerer Krankheit in der vergangenen Nacht im Alter von 69 Jahren.