Inhalt
Das dritte Leinwandabenteuer der "Vorstadtkrokodile" erzählt davon, wie aus der Kinderbande allmählich eine Gruppe Jugendlicher wird. Zu Beginn feiern sie Hannes′ 13. Geburtstag und zugleich den Start in den Sommer. Während Kai ins Basketball-Camp fährt, bricht Olli mit seiner Freundin in den Urlaub auf. Der Rest der Clique vertreibt sich die Zeit auf der Kart-Bahn. Dann aber kommt es zu einem dramatischen Unfall – Frank schwebt in Lebensgefahr, allein eine Spenderleber kann ihn retten. Doch der einzige mögliche Spender, sein Bruder Dennis, sitzt im Gefängnis. In dieser Situation schmiedet die Bande einen unkonventionellen Plan, um ihrem Freund das Leben zu retten.
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Und sich zugleich mit einem kleinen Bad in den Fluten (gedreht wurde am Kemnader Stausee im Süden Bochums) in die Ferien verabschiedet: Während Olli mit Freundin in den sonnigen Süden düst und Kai zu einem Basketball-Turnier aufbricht, will der Rest der Truppe Hannes’ Geburtstagsgeschenk einlösen und ein paar Runden auf der Indoor-Kartbahn drehen.
Zu der kurzerhand ein benachbartes Parkhaus mutiert, weil die Halle gerade wegen Renovierung geschlossen ist. Ein Hauch von Freiheit und Abenteuer umweht die deutlich älter, wenn auch offenbar nicht reifer gewordenen „Krokodile“, die sich eben noch gefragt haben, ob sie „nicht etwas zu alt sind für das ganze Banden-Ding“. No Risk, no fun – und plötzlich liegt Frank mit Leberriss in der Klinik. Ohne die Organspende eines Verwandten sieht die Ärztin keine Überlebenschance. Doch Franks Mutter ist tot, sein alkoholkranker Vater (Jochen Nickel) kommt nicht in Frage, bleibt noch der „große Bengel“, sein krimineller Bruder Dennis, den die „Krokodile“ aber gerade erst samt Kumpan Kevin hinter Gittern gebracht haben.
JVA-Direktor Hartmann ist zwar als Opernliebhaber und frisch gebackener Besitzer einer Urkunde, die ihm attestiert, Leiter des ausbruchssichersten Gefängnisses weit und breit zu sein, kein solcher Unmensch, als den ihn der erregte Hannes bezeichnet („Taliban“), aber nach dreizehn gescheiterten Fluchtversuchen nicht bereit, Dennis auch nur eine Sekunde Aufenthalt außerhalb seines Hoheitsbereichs zu gewähren. Da ist guter Rat teuer. Hannes, der sich für Franks Unfall verantwortlich fühlt, gibt nicht auf und will Dennis zur Not eigenhändig aus dem Knast befreien. Ob Jorgo, Frank oder Peter, alle werden für das scheinbar unerreichbare Ziel eingespannt. Sogar die Freunde werden kurzerhand aus dem Urlaub zurückbeordert, auch Jenny, Kais ältere Cousine, leistet in knappen Hot Pants wertvolle Dienste...
Über 1,4 Millionen Zuschauer haben in den beiden ersten Filmen mit Max von der Grüns Vorstadtkrokodilen gefiebert, die auch auf über fünfzig deutschen und internationalen Filmfestivals begeisterten und zahlreiche Preise gewannen. Regisseur Christian Dittert hat sich beim abschließenden dritten Teil auf den Part des Drehbuchautors beschränken müssen, weil er gleichzeitig bei der ersten deutschsprachigen 3-D-Spielfilmproduktion Regie führte, „Wickie auf großer Fahrt“.
Dittert gab den Stab weiter an Wolfgang Groos („Hangtime – Kein leichtes Spiel“), der bei der Ausgangslage – gleicher Cast einschließlich der einmal mehr wundervollen Nora Tschirner als Hannes’ Mutter Kristina und so gut wie gleiches Team – nichts falsch machen konnte. Zumal mit Christian „Dursty“ Durstewitz, der mit „Let Me Sing“ auch den Titelsong zum Film beisteuerte, und (ZDF-) „Starkoch“ Horst Lichter noch prominente Gäste hinzugekommen sind.
Groos hat den halsbrecherischen Action-Szenen dieses spannenden, ja immer wieder hochdramatischen Familienfilms, die im Detail hier natürlich nicht verraten werden, durch parallele Split-Screen-Fenster noch mehr Drive verpasst. „Schon Wahnsinn, was zwei Jahre ausmachen können“: Das Fazit der „Krokodile“ nach sehr unterhaltsamen 83 Minuten sollte nicht dazu verleiten, vorzeitig mit Popcorn- und Cola-Bechern den Kinosessel zu verlassen. Denn als kleinen, feinen Appetizer auf die 3-DVD/Blue Ray Disc-Box der „Vorstadtkrokodile“ gibt’s im Abspann einen sogleich anrührenden Rückblick samt einer exquisiten Kollektion von Out-Takes. Free-TV-Premiere war am 1. Januar 2017 beim Super-RTL-Ableger Toggo plus.
Christian Becker im Constantin-Presseheft: „Die Aussagen der drei Filme sind uns sehr wichtig: Im ersten Film ging es um die Integration von Behinderten und Randgruppen der Gesellschaft, der zweite Teil der ‚Vorstadtkrokodile‘ handelt von dem Kampf um soziale Verantwortung und jetzt im dritten und letzten Teil erzählen wir von Freundschaft und dass es sich lohnt, für Andere einzutreten.“
Pitt Herrmann