Peter Voss - der Held des Tages

BR Deutschland 1959 Spielfilm

Inhalt

Fortsetzung von "Peter Voss, der Millionendieb": Der Gentleman und Tausendsassa Peter Voss wird wieder aktiv, als einem Mädchen ein wertvoller altchinesischer Schatz gestohlen wird: acht Ming-Pferdchen, die Millionen wert sind. Er nimmt die Verfolgung der Gauner rund um den Globus auf. Dabei tarnt er sich in unterschiedlichsten Maskierungen und wird seinerseits immer verfolgt von dem Detektiv Bobby Dodd, dem er bei seinem letzten Abenteuer knapp entwischt ist. – O. W. Fischer und Walter Giller nehmen ihre Rollen als Voss und Dodd wieder auf.

Weitere Verfilmungen des Stoffes:
"Der Mann ohne Namen" (6-teiliges Serial), 1920/1921, Georg Jacoby;
"Peter Voß, der Millionendieb", 1931/1932, E. A. Dupont;
"Peter Voss, der Millionendieb", 1943-1945, Karl Anton;
"Peter Voss, der Millionendieb", 1958, Wolfgang Becker.

 

Kommentare

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Falk Schwarz
Unterwegs mit sexy O.W.
Selbstironie war selten in den Filmen der fünfziger Jahre. Umso erstaunlicher, dass sich ausgerechnet in diesem Film witzige Selbstbezüge finden (ob sie O.W. selber hineinredigiert hat?). „Woher kennen Sie Peter Voss“, fragt jemand. Antwort: „Aus dem ersten Teil“. - O.W.: „Meinen Sie, es macht mir Spaß, dauernd mit der Pfeife im Mund zu reden? Ich bin eben Peter Voss.“ Sonst geht es um Speckknödel mit frischer Petersilie, einen schottischen Soldaten, einen chinesischen Ming-Experten, einen Polizisten, einen Revolutionär und einen texanischen Wüstenclown - Rollen, die der Einfachheit halber O.W. Fischer gleich alle selbst spielt. Er raucht seine lange Pfeife, nuschelt schwer Verständliches, ist überall, wo man ihn nicht vermutet, kann alles, sieht alles, spielt mit uns Versteck und ist überhaupt so omnipräsent, dass es eigentlich gar keiner weiteren Darsteller bedarf. Alle anderen sind Beiwerk: Linda Christian zeigt enorm viel Busen, Ingmar Zeisberg schicke Garderobe und sogar Nadja Tiller dreht sich einmal zu uns um. Warum? Gute Frage. Die Dialogtüftler Curt J. Baun und Gustav Kampendonk pusteten feine Luftbläschen à la „Wo hat sich der Dudelsack hin verpfiffen?“ - „Die Tropen enthemmen“, „unterwegs“ reimt sich auf „sechs“, in die Atmosphäre. Eine Handlung? Irgendjemand hat irgendetwas geklaut und will es nicht hergeben. Deshalb müssen alle reisen. Vor allem das Filmtheam. Denn der Film protzt mit Aussenaufnahmen. In Nizza, Marrakesch, Singapur und Jaipur mögen sie ja gewesen sein, aber sicherlich nicht in Las Vegas. Ein paar zusammengekaufte Filmschnipsel von Leuchtreklamen und der Rest ist Atelier. Warum aber die Straßenszenen in Jaipur und Singapur alle im Rückpro im Atelier aufgenommen wurden, verstehe, wer will. Wieso Rückpro? Oder hatte man die Schauspieler gar nicht vor Ort? Sondern nur eine kleine Kameracrew? Rätsel über Rätsel. Unsinnig, für so eine alberne Fabel 2,4 Millionen Mark auszugeben. Der teuerste aller Kurt-Ulrich-Filme nach dem Krieg. Brachte aber nur 1,6 Millionen Mark ein. Ein Verlustgeschäft also. Wie das so geht mit Zweitaufgüssen.

Credits

Schnitt

Darsteller

Alle Credits

Dreharbeiten

    • Atelier Berlin-Tempelhof, Nizza, Marrakesch, Las Palmas, Singapur, Bangkok, Neu Delhi, Jaipur, Las Vegas
Länge:
3014 m, 110 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
Eastmancolor, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 18.12.1959, 21368, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung: 22.12.1959 [Massenstart]

Titel

  • Originaltitel (DE) Peter Voss - der Held des Tages

Fassungen

Original

Länge:
3014 m, 110 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
Eastmancolor, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 18.12.1959, 21368, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung: 22.12.1959 [Massenstart]