Die wilden Kerle 2

Deutschland 2004/2005 Spielfilm

Inhalt

Die Fortsetzung des Kinderfilm-Erfolgs von Joachim Masannek um ein buchstäblich wildes Team kickender Kinder: Noch immer geht es der dribbelstarken Mannschaft um Leon, Raban und Vanessa um perfekte Ballbehandlung und Siege. Immerhin gilt es ein richtig großes Fußballturnier zu gewinnen – als Preis winkt den "Wilden Kerlen" nichts Geringeres als ein Spiel gegen die deutsche Nationalmannschaft. Tatsächlich scheint der Turniergewinn in Reichweite, doch dann verliebt sich Vanessa in den Anführer einer Skatergang und verlässt das Team. Eine neue Herausforderung für "Die Wilden Kerle": Können sie Vanessa zurückholen?

 

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Heinz17herne
Heinz17herne
Nach dem kaum noch für möglich gehaltenen Erfolg der „Wilden Kerle“ am Ende des ersten Teils geht es nun rund um den Teufelstopf professioneller zu: Trikots sind angesagt, es gibt sogar eine Anzeigetafel. Und ein Klo, allerdings kein WC. Sondern nur einen Lattenzaun. Und da kann Vanessa beim Gruppen-Pinkeln der neuen Fußballhelden trotz feierlich besiegelter Blutsbrüderschaft nicht mithalten. Nur noch ein Sieg trennt die Wilden Kerle von einem Spiel gegen die „echte“ deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Weshalb die Aufregung groß ist, und das keineswegs nur unter den Kindern. Und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich auch schon gemeldet. Mit allerhand Auflagen von wegen der europäischen Richtlinien: Notausgänge, Fluchtwege, Sitzplatz-Tribüne...

Ausgerechnet jetzt ist Platzwart Willi (Rufus Beck) in den Urlaub gefahren. Freilich: Die 213,87 Euro in der Vereinskasse reichen bei weitem nicht, um auch nur eine einzige Forderung der Bürokraten erfüllen zu können. Da muss Maxis Vater 'ran, der ist schließlich Banker. Aber kein Dukatenesel: Er verlangt Sicherheiten für den todsicheren Deal. Sollen sich die Wilden Kerle zum Bastelverein für Weihnachtsschmuck umfirmieren lassen? Und, gut, dass wir davon gesprochen haben, fehlt überhaupt noch die Grundvoraussetzung für das Mega-Match, der letzte und entscheidende Erfolg über den SV 1906 auf'm Platz.

Aber, „dampfender Teufelsdreck“, Vanessa hat sich in Gonzo Gonzales, den blassen Vampir, verknallt, den Anführer der martialischen und um einiges älteren Skatergang „Die Flammenmützen“! Jetzt, wo sie die große Liebe gepackt hat, will die Wildeste der Wilden nichts mehr vom Kicken wissen. Da können sich die übrigen Kerle die Hoffnung, die Meisterin des Alptraumpasses wieder ins Team zu holen, wohl für immer von der Backe putzen. „Alles ist gut, solange du wild bist“: Die Jungs kämpfen – auch wenn es sich ja eigentlich um ein Mädchen handelt. Weil sie die Besten sind. Und weil jeder wirklich einzig und nicht artig ist. Leon und Juli schrecken auch vor einem Besuch in der Höhle des Löwen, in der Nebelgruft, nicht zurück. Leons etwas chaotischer Papa, der Ice Dealer, weiß Rat: Mädels wie Vanessa wollen umworben werden.

Und so machen sich der dicke Michi als DFB-Scout und Raban als sein Chauffeur am Steuer des kurzerhand ausgeliehenen Banker-Daimlers auf den Weg, der sich jedoch bald als Sackgasse herausstellt – die Tarnung fliegt auf. Aber so ein Alt-68er Papa ist auch für eine zweite zündende Idee gut: Leon schreibt einen so richtig zu Herzen gehenden Liebesbrief an Vanessa. Ob damit der Zwölfjährige gegen den 15-jährigen Gonzales punkten kann? Wer nichts zu verlieren hat, kann nur gewinnen – auch ohne Trikots, die Gonzo geklaut hat, aber nicht ohne Vanessa beim katastrophalen Halbzeitstand von 0:5. Doch dann kehrt die Meisterin des Alptraumpasses zurück und Maxi gelingt in der letzten Spielsekunde der alles entscheidende Treffer zum 6:5-Sieg.

Die Rache der Skatergang folgt auf dem Fuße: Gonzo & Co verschanzen sich im Teufelstopf, wollen Vanessa zurück. Nun beginnt ein Kampf um den Platz – und um die Liebe des Mädchens, der mit allen Finessen ausgefochten wird und in dem ausgerechnet die beiden Kleinsten der Wilden Kerle eine entscheidende Rolle spielen...

Auch der zweite Teil der „Wilden Kerle“ ist beste Unterhaltung für die ganze Familie, mit augenzwinkernden Verweisen auf die Filmgeschichte („Blues Brothers“), erneut spektakulären, aber letztlich wundervoll harmlosen Kampfszenen und der ganz beiläufig transportierten Moral: Ein Team ist so gut wie das schwächste Glied in der Kette aller Mitglieder. Und kann überhaupt nur gut sein, wenn es sich als Team begreift.

Pitt Herrmann

Credits

Alle Credits

Länge:
2427 m, 89 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 26.01.2005, 101196, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei

Aufführung:

Kinostart (DE): 17.02.2005;
TV-Erstsendung: 16.06.2007, Sat.1

Titel

  • Originaltitel (DE) Die wilden Kerle 2

Fassungen

Original

Länge:
2427 m, 89 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 26.01.2005, 101196, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei

Aufführung:

Kinostart (DE): 17.02.2005;
TV-Erstsendung: 16.06.2007, Sat.1

Auszeichnungen

FBW 2005
  • Prädikat: besonders wertvoll