Selbstporträt Helmut Newton, Monte Carlo, 1993 ("Helmut Newton – The Bad and the Beautiful", 2019); Quelle: Filmwelt Verleih, DFF, © Foto: Helmut Newton, Helmut Newton Estate / Courtesy Helmut Newton Foundation
Selbstporträt Helmut Newton, Monte Carlo, 1993 ("Helmut Newton – The Bad and the Beautiful", 2019)

Neu im Kino: Helmut Newton – The Bad and the Beautiful

Der Dokumentarfilm "Helmut Newton - The Bad and the Beautiful" von Gero von Boehm erzählt nicht nur die bewegende Lebensgeschichte des berühmten Fotokünstlers, sondern legt den Fokus auch auf seine Fotografien. Aus dem in ihnen dargestellten und durchaus umstrittenen (vor allem) weiblichen Körperbild und dem Einfluss von Newtons Werk auf die (Mode-)Fotografie der 1970er und 1980er Jahre ergibt sich nicht erst aus heutiger Sicht ein Spannungsfeld. Seine Körperinszenierungen, welche vermeintlich die Ikonographie des bis dato gängigen Glanz und Glamour der Mode durch ein Spiel aus Fetisch, Sex und Macht sowie Ambivalenzen der Geschlechterrollen ironisch brechen, provozieren bis heute. Thematisiert wird der männliche Blick auf die "schöne" Frau und gleichsam der Frage nachgespürt, ob Newton die von ihm fotografierten Frauen zu Objekten degradiert oder genau diese Objektifizierung von Frauen mit seinen Werken kritisiert. Somit berührt der Dokumentarfilm Punkte, die immer noch hochaktuell im Diskurs um Frauen- und Geschlechterrollen sind. Gero von Boehm lässt in seinem Beitrag zur Debatte ausschließlich Frauen zu Wort kommen, die mit Newton zusammengearbeitet haben oder ihn kritisieren - begleitet durch exklusives Archivmaterial sowie Film- und Tonmaterial, welches vom Regisseur zu Lebzeiten des Fotografen zusammengetragen wurde. Anlässlich von Helmut Newtons 100. Geburtstag kommt der Film jetzt in die Kinos.

Aktuelles

Das Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt präsentiert die Vorpremiere des Films "Leif in Concert – Vol. 2" in Anwesenheit des Regisseurs Christian Klandt am Sonntag, 12. Juli, bevor der Film am 16. Juli in den Kinos startet.

Die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen und die Stiftung Kulturregion Hannover schreiben ihr cast&cut-Stipendium erneut aus. Gesucht werden zwei junge FilmregisseurInnen, die 2021 in der Region Hannover ein Kurzfilmprojekt verwirklichen möchten. Bewerbungen sind bis zum 30. September 2020 möglich.

Das Fünf Seen Filmfestival verleiht in diesem Jahr den Hannelore-Elsner-Schauspielpreis an die bereits vielfach geehrte große deutsche Schauspielerin Nina Hoss. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihr am Samstag, 5. September 2020 um 19.30 Uhr Open Air in Starnberg überreicht.

In der 3. Sitzung des Jahres 2020 hat das Vergabegremium Distribution Support von German Films entschieden, 24 Kinostarts deutscher Filme im Ausland zu unterstützen. Insgesamt wurde eine Fördersumme von 182.500 Euro vergeben.

Der preisgekrönte Schauspieler Tilo Prückner ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 79 Jahren in Berlin gestorben.