"Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", © Komplizen Film GmbH, Doll Filmproduktion GmbH, Warner Bros. Entertainment GmbH, Photo: Frédéric Batier
Michael Wittenborn, Senta Berger (v.l.)

Neu im Kino: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Mit Filmen wie "Alter weißer Mann" und "Girl You Know It's True" hat Simon Verhoeven sich als einer der vielseitigsten Regisseure des aktuellen deutschen Kinos etabliert. Nun hat er – mit Lars Hubrich als Co-Autor – Joachim Meyerhoffs autobiografischen Roman "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" für die Leinwand adaptiert. Im Mittelpunkt steht Joachim (gespielt von Bruno Alexander), ein 20-jähriger angehender Schauspieler, der überraschend an der renommierten Otto-Falckenberg-Schauspielschule angenommen wird. Also zieht er nach München, wo er bei seinen Großeltern wohnen kann – und sich bald zwischen ambitionierten Theaterträumen und den chaotischen Realitäten seiner Familie wiederfindet. Mit viel Gespür für die Unsicherheiten auf dem Weg ins Erwachsenwerden trifft Verhoeven den liebevoll-ironischen, aber auch melancholischen Ton der Vorlage. Zugleich ist "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" mehr als eine Coming-of-Age-Geschichte: Es ist ein heiter-poetischer Blick auf Familienbande, Identität und den Mut, sich den Unwägbarkeiten des Lebens zu stellen. Ein Film, der mit fein gewobenem Humor aufzeigt, wie schwer es sein kann, die Lücke zwischen Erwartung und Wirklichkeit zu schließen – und wie schön es ist, es trotzdem zu versuchen. Neben dem Newcomer Bruno Alexander brillieren Senta Berger als exzentrische Großmutter und Michael Wittenborn als skurriler Großvater.

Aktuelles

41 Projekte für Kino und TV empfahl der Vergabeausschuss für die Film- und Fernsehförderung des FFF Bayern gestern in seiner ersten Sitzung des Jahres. Die Gesamtfördersumme beläuft sich auf 8,8 Mio. Euro. Davon entfallen 6,5 Mio. Euro auf 13 Produktionen für das Kino. 

Zur Finissage der Sonderausstellung "Entfesselte Bilder" sowie der begleitenden Filmreihe präsentiert das Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum am kommenden Samstagabend Sebastian Schippers One-Shot-Film "Victoria" aus dem Jahr 2015. Zu Gast ist Tonmeister Magnus Pflüger, der mit Kurator Michael Kinzer über den außergewöhnlichen Filmdreh spricht. 

Im Januar 2027 jährt sich die Uraufführung eines der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte zum 100. Mal: "Metropolis". Um Fritz Langs Stummfilmklassiker in seinem Jubiläumsjahr in bestmöglicher Qualität aufführen zu können, vergab das Fördergremium "Kuratorisches Interesse" in einer Sondersitzung im Dezember 114.035,41 Euro aus dem Förderprogramm Filmerbe an die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zur Restaurierung und Neudigitalisierung des Films in 4K.

Nach dem Publikumssonntag und der letzten Vorstellung von "The Memory of Justice" von Marcel Ophüls am Montagabend endete die 47. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis.

Mit der Einführung des Gleichstellungsbonus bei der FFA-Referenzförderung setzt die Filmförderung des Bundes ein klares Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit in der deutschen Filmbranche. Auf Grundlage des Filmförderungsgesetzes werden gezielt Förderanreize geschaffen, um die strukturelle Unterrepräsentation von Frauen in filmischen Produktionsstrukturen wirksam zu überwinden.