Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Darsteller
- Kriminalhauptkommissar Lutter
- Kriminalkommissar Michael Engels
- Ernst Fichte
- Angela Kampschulte
- Peter Kampschulte
- Sunny Schwecke
- Höckl
- Jale Deniz
- Dr. Schneider
- Evelyn Fichte
Produzent
Alle Credits
Regie
Regie-Assistenz
Drehbuch
Kamera
Kamera-Assistenz
Szenenbild
Ausstattung
Requisite
Maske
Kostüme
Schnitt
Ton
Casting
Darsteller
- Kriminalhauptkommissar Lutter
- Kriminalkommissar Michael Engels
- Ernst Fichte
- Angela Kampschulte
- Peter Kampschulte
- Sunny Schwecke
- Höckl
- Jale Deniz
- Dr. Schneider
- Evelyn Fichte
im Auftrag von
Produzent
Producer
Herstellungsleitung
Produktionsleitung
Aufnahmeleitung
Dreharbeiten
- Essen und Umgebung
Länge:
90 min
Format:
16:9
Bild/Ton:
Farbe, Stereo
Aufführung:
Uraufführung (DE): 12.04.2008, ZDF
Titel
- Originaltitel (DE) Blutsbande
- Gesamttitel (DE) Lutter
Fassungen
Original
Länge:
90 min
Format:
16:9
Bild/Ton:
Farbe, Stereo
Aufführung:
Uraufführung (DE): 12.04.2008, ZDF
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Ein ferngezündeter Amateur-Sprengsatz unter dem Auto hat das Fahrzeug zerstört und den Fahrer getötet, Lutter findet in einem Gebüsch unweit des Tatortes einen Teil des Steuerelementes, das sonst Miniatur-Automodelle in Bewegung setzt. Seine Ermittlungen konzentrieren sich daher zunächst auf Kampschultes Umfeld, die Witwe Angela und den ebenfalls in der Familienvilla wohnenden Bruder des Toten, Peter Kampschulte. Dieser behauptet, der Anschlag habe eigentlich ihm gegolten und versucht, Lutters Aufmerksamkeit auf einen unzufriedenen Hauseigentümer namens Ernst Fichte zu lenken. Der wohnt als alleinerziehender Vater mit seinen drei Kindern Evelyn, Felix (Marvin Linke) und Tim (Moritz Klaus) in einem Haus, das einem neuen Gewerbepark weichen soll.
Weshalb Fichte mit Kampschultes Firma seit Jahren in einem erbitterten Rechtsstreit liegt, der neuerdings auch mit ganz handfesten Methoden ausgetragen wird – übrigens auf beiden Seiten. Lutters Sympathien, so kennen wir ihn, gehören ganz dem Einzelkämpfer. Zumal sich Peter Kampschulte als ziemlich skrupelloser Geschäftemacher herausstellt, der seinen Bruder Rudi offenkundig nur als Marionette brauchte, um sein eigenes Baugeschäft nach einem Jahre zurückliegendem Bankrott unter neuer Flagge weiterzuführen.
Verdächtig scheint Lutter und dem „Neuen“ an seiner Seite, Michael Engels, nicht zuletzt das enge Verhältnis Peter Kampschultes zu seiner schönen und nun ja verwitweten Schwägerin Angela. Allerdings entpuppt sich der verbitterte Ernst Fichte bald weniger als treusorgender Familienvater denn als notorischer Querulant, unter dem vor allem auch die verschlossene 17-jährige Evelyn und ihr um ein Jahr jüngerer sportlicher Bruder Felix zu leiden haben...
Joachim Król ermittelt in „Blutsbande“ zum dritten Mal als Essener Kriminalhauptkommissar Lutter in der gleichnamigen Samstags-Krimireihe des „Zweiten“. Mit einem „Neuen“ an seiner Seite, Michael Engels, den Fernsehpreisträger Matthias Koeberlin gibt. In den beiden ersten Folgen „Essen is' fertig“ und „Um jeden Preis“ hatte Lucas Gregorowicz, der damals gerade auf der Leinwand in einer ihm geradezu auf den Leib geschneiderten Rolle als gutaussehender, aber frustrierter Single in Christoph Züberts „Hardcover“ zu erleben gewesen ist, den Assistenten Michael Bergmann verkörpert. Nun also Matthias Koeberlin als Michael Engels, und der setzt als werdender Vater und Dauer-Handy-Telefonierer erfrischend neue Akzente im Zusammenspiel mit Joachim Król.
Wie sich überhaupt bei „Lutter“ einiges getan hat. Reihe und Titelfigur sind dabei, sich etwas aus der Sozialkritik-Ecke zu lösen. Was leider auf Kosten des Revier-Lokalkolorits geht. Ein paar Essener Locations und das Bochumer Gefängnis „Krümmede“ immerhin tauchen auf in „Blutsbande“, den kein geringerer als Peter F. Bringmann („Theo gegen den Rest der Welt“, „Die Heartbreakers“) in Szene gesetzt hat. Es war wohl kein Zufall, dass „Blutsbande“ der Presse nicht wie die beiden ersten Folgen auf „Zollverein“ in Essen, sondern im ZDF-Hauptstadtstudio-Palast am Boulevard Unter den Linden vorgestellt wurde.
Joachim Król war zu den Interviews frisch vom Dreh der vierten „Lutter“-Folge „Stein-Kohle“ (an der Seite u.a. von Armin Rohde, Lambert Hamel und Charles Brauer) aus Köln an die Spree geeilt. Und zeigte sich mit der Entwicklung der „Lutter“-Rolle zufrieden, was nicht selbstverständlich ist vor dem Hintergrund, dass der gebürtige Herner vor Jahren die „Commissario Brunetti“ - Lebensversicherung zugunsten des Kino-Thrillers „Lautlos“ aus den Händen gab: „Nach den Experimenten mit den verschiedensten Autoren sind wir auf einem hervorragenden Weg. Seit der Ausstrahlung des zweiten 'Lutters' erreichen mich ständig Anfragen nach der Fortsetzung unserer Reihe.“
Pitt Herrmann