"Kolyma", Source: W-Film, DIF, © W-Film, Tag/Traum Filmproduktion
"Kolyma"

Ab Donnerstag im Kino: Kolyma

Immer wieder hat sich Regisseur Stanisław Mucha mit seinen Dokumentarfilmen "on the road" begeben, Regionen und Geschichten erkundet und auf diese Weise mit Werken wie "Absolut Warhola", "Die Mitte" oder "Tristia – Eine Schwarzmeer-Odyssee" fast schon sein eigenes Genre erschaffen. Sein neuer Film "Kolyma" führt nun in eine der entlegensten Gegenden der Welt und zugleich in ein düsteres Kapitel der russischen Geschichte: An der 2000 Kilometer langen Kolyma-Straße in Sibirien reihten sich in der Stalin-Ära die Gulags, in denen die Häftlinge unter schrecklichsten Bedingungen Gold schürfen mussten. Bekannt ist die Straße auch als "längster Friedhof der Welt", wegen der zahlreichen Massengräber, die sie säumen. Stanisław Mucha erkundet in "Kolyma" einerseits die Historie, doch mindestens genauso sehr interessiert ihn, wie die Menschen heute in der einsamen und bitterkalten Region leben. Er trifft auf eigenwillige, oft überraschend fröhliche und offene Menschen. Und wie nicht anders zu erwarten, glänzt der verschmitzte Filmemacher auch diesmal mit seinem Blick für das Absurde.

Aktuelles

13 Filme sind für den Förderpreis Deutsches Kino 2018 nominiert. Über die Auszeichnungen entscheiden die luxemburgische Schauspielerin Vicky Krieps, Produzentin Jamila Wenske und Regisseurin Uisenma Borchu.

Am 24. September ehrt FIRST STEPS den Berlinale-Direktor Dieter Kosslick mit dem Ehrenpreis für die Offenheit und Entschiedenheit, mit der er seit 2002 junge Filmschaffende beim wichtigsten deutschen Filmfestival willkommen heißt.

Der Vorstand des Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V., bestehend aus Milena Gregor, Birgit Kohler und Stefanie Schulte Strathaus, übernimmt die Interimsleitung für das Forum 2019 (siehe auch Pressemitteilung vom 16.05.2018).

Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben in ihrer heutigen Sitzung eine Novellierung des Telemedienauftrags beschlossen. ARD und ZDF sollen Spiel- und Dokumentarfilme sowie Fernsehserien künftig zeitlich weitgehend unbegrenzt in ihren Mediatheken und auf kommerziellen Plattformen wie YouTube oder Facebook anbieten können.

Filmbildung wird mobil. FILMmobil heißt ein neues Pilotprojekt des Deutschen Filminstituts, das Filmbildung in Hessens ländliche Regionen bringt.