"Four Minus Three", Source: Alamode Filmverleih, DFF, © Alamode Film, Polyfilm
Valerie Pachner

Neu im Kino: Vier minus drei

"Vier minus drei", der neue Film von Adrian Goiginger, erzählt von einer Existenz, die zerbricht – und von dem Versuch, sie neu zusammenzusetzen. Im Zentrum steht eine junge Frau, deren Alltag sich nach einem schweren Einschnitt radikal verändert: Barbara, eindringlich gespielt von Valerie Pachner, und ihr Partner Heli (Robert Stadlober) arbeiten als professionelle Clowns für eine Kinderklinik und führen mit ihren beiden Kindern ein glückliches und liebevolles Leben. Als Heli und die Kinder jedoch durch einen Unfall ums Leben kommen, bricht Babaras Welt zusammen … Basierend auf einer realen Geschichte, entwickelt Goiginger in "Vier minus drei" eine vielschichtige Reflexion über Verlust, Trauer, Selbstbehauptung – und Lebensfreude im Angesicht tiefsten Schmerzes. Goiginger interessiert sich dabei weniger für große Gesten als für die leisen Verschiebungen: Blicke, Pausen und kleine Entscheidungen, die alles verändern können. Valerie Pachner trägt den Film mit einer intensiven, zugleich zurückgenommenen Präsenz. Sie spielt keine Heldin, sondern einen Menschen im Ausnahmezustand – verletzlich, widersprüchlich, manchmal kaum greifbar. Gerade darin liegt die Stärke des Films: "Vier minus drei" verweigert einfache Dramaturgien und setzt stattdessen auf Nähe und Reibung.

Aktuelles

Mit dem Short Tiger Award der FFA werden am heutigen Freitag, den 17. April fünf Kurzfilme gewürdigt, die sich in besonderer Weise als Vorfilm fürs Kino eignen. An die Verleihung im Rahmen des Filmfests Dresden schließt sich am Samstag, den 18. April die Premiere des Kurzfilmprogramms Next Generation Short Tiger an, welches FFA und German Films gemeinsam präsentieren.

Von 12. bis 23. Mai 2026 ist die Croisette wieder ganz im Zeichen der Cineasten und Filmschaffenden, wenn die 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes stattfinden. Aus deutscher Sicht sind auch in diesem Jahr zahlreiche Filme vertreten. Sowohl im Wettbewerb als auch in den weiteren Sektionen laufen Filme mit deutscher Beteiligung, die mit Spannung erwartet werden. 

In ihrem großen Themenprogramm "based on true events?" untersuchen die Kurzfilmtage Oberhausen 2026 (28. April – 3. Mai) das Verhältnis von Realität und Fiktion im (dokumentarischen) Film. 

Nach der jüngsten Sitzung der Deutsch-Französischen Förderkommission in Paris erhalten drei Koproduktionen zusammen 825.000 Euro "Minitraité"-Produktionsförderung. Neben den Partnerinnen aus Deutschland und Frankreich sind an jedem der drei Filme Produktionsfirmen aus jeweils zwei weiteren Ländern beteiligt.

Das Programm des 41. DOK.fest München ist veröffentlicht: Zu sehen sind 106 Filme aus 49 Ländern. Davon sind 82 Filme erstmals in Deutschland zu sehen: 23 Filme laufen in Weltpremiere, 59 weitere Filme in internationaler oder Deutschlandpremiere. Das Programmteam konnte in diesem Jahr aus 1.440 eingereichten Filmen auswählen – ein neuer Höchstwert.