Ein Freund von mir

Deutschland 2004-2006 Spielfilm

Inhalt

Unterschiedlicher als Karl und Hans können zwei Männer kaum sein. Karl ist ein junger, introvertierter Mathematiker, der auf dem besten Weg ist, der Star einer Versicherung zu werden. Er ist erfolgsverwöhnt, verdient gutes Geld und hat eine herrliche Wohnung. Nur scheint ihm das alles egal zu sein; was Glück ist, hat er nie erfahren. Sein Chef versucht verzweifelt, ihn zu einer Reaktion zu provozieren, und schickt ihn hinaus, um Versicherungsrisiken im Mietwagengeschäft abzuschätzen. Um dieses Milieu heimlich beobachten zu können, lässt sich Karl als Fahrer bei einer Autovermietung anheuern. Dort trifft er Hans: Übersprudelnd vor Energie und Unternehmungslust reißt er Karl mit in seine Welt hinein, eine Welt von schnellen Autos, Spaß und Freundschaften, und in die Welt von Stelle, seiner Königin, der Frau, die er liebt und heiraten will.

Als Hans Karl zu einer wilden Jagd in zwei Porsches animiert, bei der beide völlig nackt sind, spürt Karl endlich so etwas wie Glück und eine echte Freundschaft zu Hans – allerdings auch so etwas wie Liebe, denn eine Frau wie Stelle ist ihm bisher noch nicht begegnet. Gerade als Karl dabei ist, die Welt und das Glück neu zu erfahren, wird seine Freundschaft zu Hans auf eine harte Probe gestellt.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur Sebastian Schipper und dem Co-Produzenten Tom Tykwer geht auf Tykwers Filme "Winterschläfer" und "Lola rennt" zurück, in denen Schipper als Schauspieler auftrat. Tykwer produzierte daraufhin Schippers ersten Spielfilm "Absolute Giganten", der wie die Komödie "Ein Freund von mir" von einer Männerfreundschaft handelt.

Quelle: 57. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Heinz17herne
Heinz17herne
„So lange ich denken kann, habe ich alles richtig gemacht“: Karl hat es geschafft: Als Mathematiker ist er schon als Mittzwanziger leitender Angestellter einer Versicherung. Er verdient gutes Geld, hat gerade eine große Wohnung bezogen – und ist beim Chef beliebt, der ihm mit dem „Bogenschützen“ gerade den wichtigsten Preis der Branche verliehen hat. Nur mit den Frauen hat er’s nicht so.

Karls Vorgesetzter und Mentor Naumann schickt seinen eher introvertierten besten Mann, dem bisher alles in den Schoß gefallen ist, auf eine Expedition, um den Kämpfer in ihm zu wecken: Karl soll Versicherungsrisiken, die im hart umkämpften Mietwagengeschäft entstehen, abschätzen. Und dafür undercover an der Basis jobben – als Fahrer oder Autowäscher.

Doch für Karl ist das ein Job wie jeder andere. Bis er Hans trifft, sein genaues Gegenteil: Immer voll drauf, als hätte er jeden Tag Geburtstag, stets gut für eine durchgeknallte Idee. Karl verrät ihm „seinen“ Trick, wie er bei Fernandez, dem Chef der Autovermietung, punkten kann. Nach ihrer ersten gemeinsamen Auto-Überführung nimmt Hans ihn unter seine Fittiche – und in seinem uralten DAF 66 mit zu seiner „Königin“, die er liebt und heiraten will – die Stewardess Stelle.

Karl verschlägt es den Atem: Stelle ist das Mädchen, das er vor Tagen am Bahnhof gesehen und nicht angesprochen hat, weil er sich nicht traute. Am nächsten Tag verlängert er freiwillig seine „Strafexpedition“. Doch dann taucht überraschend ihr Ex-Freund Frank auf. Schon das sich anbahnende Dreiecksverhältnis, für Hans ein lockerer Spaß, ist für Karl nicht wirklich eine Alternative zu seinem bisher so geordneten Leben gewesen, und nun das.

Er kehrt wieder in die Versicherung zurück. Am alten Büroschreibtisch erinnert er sich freilich alsbald an die Freundschaft mit dem so unkonventionellen wie furchtlosen Hans – und an die attraktive Stelle, die inzwischen in Barcelona wohnt. Karl kann sich vorstellen, sie dort zusammen mit Hans zu besuchen. Doch der bringt Karl mit Hilfe einer Wette dazu, allein in den Oldtimer aus niederländischer Produktion zu steigen…

„Ein Freund von mir“ ist die humorvolle, aber allzu abrupt endende Geschichte zweier Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sebastian Schipper („Absolute Giganten“) hat für seine Komödie über – frei nach Shakespeare – Liebende und andere Verrückte zwei der gefragtesten deutschen Schauspieler erstmals gemeinsam vor die Kamera Oliver Bokelbergs geholt: Daniel Brühl und Jürgen Vogel.

Maria Köpf, an der Seite Tom Tykwers Produzentin des zweiten Kinofilms Sebastian Schippers: „’Ein Freund von mir’ erzählt die Geschichte einer Männerfreundschaft, wie jemand, der in seinem Leben bisher angeblich alles ordentlich und richtig gemacht hat, total durchgerüttelt wird durch die Begegnung mit einem neuen Freund. Diese Begegnung lässt ihn den Spaß am Leben wieder finden und darüber hinaus letztendlich auch der Liebe begegnen.“ Free-TV-Premiere war am 2. Mai 2009 auf Vox.

Pitt Herrmann

Credits

Alle Credits

Regie-Assistenz

Kamera-Assistenz

2. Kamera

Titelgrafik

Requisite

Schnitt-Assistenz

Ton-Design

Ton-Assistenz

Darsteller

in Co-Produktion mit

Ausführender Produzent

Herstellungsleitung

Produktionsleitung

Aufnahmeleitung

Erstverleih

Dreharbeiten

    • 02.11.2004 - 21.12.2004: Düsseldorf, Hamburg
Länge:
2289 m, 84 min
Format:
35mm, Cinemascope
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung: 14.07.2006, 106814, ohne Altersbeschränkung, feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 05.10.2006, Hamburg, Filmfest;
Kinostart (DE): 26.10.2006;
Aufführung (DE): 10.02.2007, Berlin, IFF - German Cinema

Titel

  • Originaltitel (DE) Ein Freund von mir

Fassungen

Original

Länge:
2289 m, 84 min
Format:
35mm, Cinemascope
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung: 14.07.2006, 106814, ohne Altersbeschränkung, feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 05.10.2006, Hamburg, Filmfest;
Kinostart (DE): 26.10.2006;
Aufführung (DE): 10.02.2007, Berlin, IFF - German Cinema