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Alle Fotos (3)Biografie
Sheri Hagen wurde 1968 in Lagos, Nigeria, geboren und wuchs in Hamburg auf. Zur Schauspielerei kam sie durch Zufall, als sie eine Freundin zu einem Vorsprechen für ein Musical-Projekt begleitete und am Ende ebenfalls engagiert wurde – ihren ursprünglichen Berufswunsch Ärztin gab sie danach auf und absolvierte stattdessen eine Schauspielausbildung an der Stage School of Dance and Drama Hamburg und am Theater an der Wien (1991-1994).
Danach begann sie als Schauspielerin vor allem fürs Fernsehen zu arbeiten. Ihr Debüt gab sie 1995 mit einer Episodenhauptrolle in der Serie "Praxis Bülowbogen". In den folgenden Jahren war Hagen in einer Vielzahl kleinerer und größerer TV-Rollen zu sehen, zum Beispiel als Kreml-Expertin der amerikanischen Regierung, Condoleezza Rice,[JW2.1] in Hans-Christoph Blumenbergs Doku-Drama "Das Deutschlandspiel" (2000).
Hauptrollen hatte sie unter anderem in dem Beziehungsdrama "Unter den Palmen" (1999) mit Helmut Berger und Udo Kier, als Sophie in Uwe Jansons Brecht-Verfilmung "Baal" (2004) und als angolanische Ehefrau eines Anschlagsopfers in der Kölner "Tatort"-Folge "Minenspiel" (2005).
Daneben übernahm sie zahlreiche Nebenrollen, nicht zuletzt unter der Regie von Uwe Janson, mit dem sie bis 2023 insgesamt 16 Filme drehte, darunter der Krimi "Sperling und die kalte Angst" (2006), der Mehrteiler "Vulkan" (2008) und der Kinofilm "On the Inside" (2010), in dem sie die Hauptrolle einer kongolesischen Lehrerin spielte, die nach einem Massaker in ihrem Dorf auf eigene Faust nach den Verantwortlichen sucht.
Von 2010 bis 2012 spielte Hagen an der Berliner Vaganten Bühne. In der Spielzeit 2013/14 war sie im Ballhaus Naunynstraße engagiert.
Außerdem realisierte Hagen eigene Projekte als Autorin, Regisseurin und Produzentin. Ihr Regiedebüt gab sie 2012 mit dem preisgekrönten Kinofilm "Auf den zweiten Blick" über den Alltag von drei sehbehinderten Paaren. Ende 2015 gründete sie die Produktionsfirma Equality Film, mit dem Ziel, die deutsche Filmlandschaft zu diversifizieren und Projekte zu realisieren, in denen gesellschaftlich unterrepräsentierte Menschen im Mittelpunkt stehen. 2018 folgte mit "Fenster Blau" eine Adaption des Theaterstückes "Muttermale Fenster Blau" von Marianna Salzmann.
Hagens Hauptbetätigungsfeld blieb gleichwohl die Arbeit vor der Kamera. Neben zahlreichen kleinen Parts gehörte sie zum Kernensemble von Uwe Jansons Sozialkomödie "Die Schlikkerfrauen" (2014), spielte in "Der Zürich-Krimi - Borchert und der Mord im Taxi" (2021) eine Hauptrolle als Ehefrau eines gefährdeten Investigativjournalisten, in der "Tatort"-Folge "Verborgen" (2023) eine Hauptrolle als Mutter eines verschwundenen Teenagers und in "Morden im Norden – Das Ende vom Lied" (2025) die eifersüchtige Ex-Frau eines ermordeten Musikers.
Mit dem Sozialdrama "Billie" (2025), einem tragikomischen und temporeichen Kammerspiel über zwei Gangsterinnen wider Willen, stellte Sheri Hagen beim Filmfest Hamburg 2025 ihren dritten Kinofilm als Autorin, Regisseurin und Produzentin vor. Der Kinostart erfolgte im September 2026.