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Alle Fotos (23)Biografie
Céci Chuh, Jahrgang 1991, wuchs in Berlin auf und wurde von der Filmemacherin Pia Marais als Schauspielerin entdeckt: In Marais' "Die Unerzogenen" (2007) spielte sie die Hauptrolle einer 14-jährigen, die unter der unsteten Lebensführung ihrer Hippie-Eltern leidet. Für diese Rolle wurde sie beim Las Palmas Filmfestival mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet. Danach hatte die schauspielerische Autodidaktin eine Nebenrolle in dem Drama "Wenn die Welt uns gehört" (2009) als nichts ahnende Freundin eines psychisch labilen Satanisten.
In Monika Treuts "Von Mädchen und Pferden" (2014) spielte Chuh die Hauptrolle einer 16-jährigen Schulabbrecherin, die sich auf einem Pferdehof an der Nordsee in ein gleichaltriges Mädchen verliebt. Ebenfalls 2014 hatte sie eine Hauptrolle in der Kreuzberger Milieustudie "umsonst", als Teenagerin, die nach einem abgebrochenen Auslandspraktikum nach Hause zurückkehrt und feststellen muss, dass ihr Zimmer in der elterlichen Wohnung inzwischen an einen jungen Mann aus Neuseeland vermietet wurde.
In den nächsten Jahren sah man Chuh im Ensemble des dystopischen Thrillers "Boy 7" (2015) und des Kinderfilms "Königin von Niendorf" (2016) von Joya Thome. Vor allem aber wirkte Chuh in mehreren TV-Produktionen mit, darunter die "Tatort"-Folge "Es lebe der Tod" (2016) mit Ulrich Tukur sowie Episoden von "Notruf Hafenkante" (2018) und "SOKO Potsdam" (2021). Fürs Kino spielte sie eine Kommilitonin der weiblichen Hauptfigur (Canan Kir) im Islamismus-Drama "Die Welt wird eine andere sein" (2021) und eine freundliche Putzfrau in Joya Thomes Kinderfilm "Lauras Stern" (2021). In der Magdeburger "Polizeiruf 110"-Folge "Ronny" (2023) war sie die Mutter eines vermissten Jungen; in "Das Märchen von der silbernen Brücke" (2024) spielte sie Schneewittchen.
Beim Filmfest Oldenburg 2024 feierte der bereits 2019 gedrehte Kinofilm "Flieg steil" Premiere, mit Chuh in der Hauptrolle einer Musikerin aus der rechtsextremen Szene, die sich mit einem gewaltbereiten Punk anfreundet. Im August 2026 kam der Film schließlich regulär in die deutschen Kinos.