Anlässlich der dritten Ausgabe von "Frankfurt schaut einen Film" zeigt das Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum am kommenden Sonntagvormittag, 8. November um 11 Uhr, Alexander Kluges "Abschied von gestern" (BRD 1966) mit einer Einführung von Eva Hielscher (DFF) sowie einem Gespräch mit Kameramann Thomas Mauch im Anschluss. Im November zeigt das DFF insgesamt sechs Kluge-Filme.
Der im Frühjahr 2026 gestorbene Autor und Filmemacher Alexander Kluge gilt als eine der zentralen Figuren des Neuen Deutschen Films und prägender Intellektueller. Bei der dritten Ausgabe von "Frankfurt schaut einen Film" sind am Sonntag, 8. November, Alexander Kluges Frankfurt-Filme von 1966 bis 1986 in verschiedenen Kinos in der Stadt zu sehen. Das Kino des DFF zeigt an diesem Tag "Abschied von gestern", fünf weitere Kluge-Filme werden an anderen Terminen im Lauf des Monats gezeigt.
"Uns trennt von gestern kein Abgrund, sondern die veränderte Lage" – dieses dem Film vorangestellte Zitat von Reinhard Baumgart steht stellvertretend auch für Alexander Kluges Auseinandersetzung mit dem deutschen Film in den 1960er Jahren. Als einer der Initiatoren des Oberhausener Manifests entwarf Kluge mit "Abschied von gestern" seine Gegenvorstellung zu "Papas Kino". Sie war stilistisch (Kamera: Thomas Mauch und Edgar Reitz) und inhaltlich wagemutig: Bruchstückhaft, elliptisch und mit dokumentarischen Einschüben aller Art entwickelt sich die Handlung. In kaleidoskopartiger und im Brecht'schen Sinne epischer Form wird die Geschichte von Anita G. erzählt, die aus der DDR in den Westen flieht und sich dort an den gesellschaftlichen Verhältnissen abarbeiten muss.
Bereits am vergangenen Dienstag lief im Kino des DFF "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos" aus dem Jahr 1968, am Dienstag, 10.11., läuft "In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod" (1974), am Samstag, 14.11. "Gelegenheitsarbeit einer Sklavin" (1973), am Dienstag, 17.11. "Die Macht der Gefühle" (1983) und am Dienstag, 24.11. "Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit" (1985).
Quelle und weitere Informationen: www.dff.film