Camilla Horn

Weitere Namen
Camilla Martha Horn (Geburtsname)
Darstellerin
Frankfurt am Main Gilching

Biografie

Camilla Martha Horn wurde am 25. April 1903 in Frankfurt am Main geboren, machte eine Schneiderlehre, besuchte die Kunstgewerbeschule und arbeitete als Schneiderin in Erfurt. Dann ging sie nach Berlin, nahm Tanz- und Schauspielunterricht und trat in Rudolf Nelsons Kabarett-Revue auf. Kontakte zum Film erhielt sie als Statistin, so doubelte sie Lil Dagover in Nachaufnahmen zu F. W. Murnaus "Tartüff". 1925 engagierte Murnau sie für die Hauptrolle als unschuldiges Gretchen in seiner bildgewaltigen "Faust"-Verfilmung: die eine Rolle, die Camilla Horn berühmt machte. Sie erhielt einen Vierjahres-Vertrag bei der Ufa, wurde 1927 von United Artists nach Hollywood engagiert, wo sie in zwei Filmen neben John Barrymore spielte ("The Tempest" und Ernst Lubitschs Bergdrama "Eternal Love").

In New York entstand 1929 der amerikanische, jedoch in deutscher Sprache gedrehte frühe Tonfilm "Die Königsloge" mit Alexander Moissi, danach kehrte Camilla Horn nach Berlin zurück. In den 1930er Jahren entwickelte sie sich in ihren Rollen von der blonden Unschuld zum mondänen Vamp, ihre Filmpartner waren Gustav Diessl, Louis Graveure, Hans Albers, Gustav Fröhlich, Ivan Petrovich und Albrecht Schoenhals. Mehrfach arbeitete sie in Paris, London und Budapest.

1941 ging sie nach Rom und trat in italienischen Produktionen auf, in Deutschland erhielt nur noch Nebenrollen. Gegen Ende des Krieges lebte sie zurückgezogen auf ihrem Gut bei Neuruppin. Bei Kriegsende flüchtete sie in ihre Geburtsstadt Frankfurt. Nach dem Krieg arbeitete sie zunächst als Dolmetscherin für die Amerikaner, dann versuchte sie, am Theater Fuß zu fassen, trat am Schauspielhaus Frankfurt in Jean Cocteaus "Doppeladler" auf. Sie spielte in Düsseldorf, Stuttgart, München und Graz Theater, beim Fernsehen und im Nachkriegsfilm blieben ihr große Rollen verwehrt. Erst in den 1980er Jahren erhielt sie wieder Filmrollen, diesmal als wunderliche Alte, so in Wolfgang F. Henschels Fernsehfilm "Frankies Braut", Ulf Miehes Lustspiel "Der Unsichtbare" und in Peter Schamonis Hommage an alte deutsche Kinostars "Schloß Königswald", wo sie als Fürstingroßmutter neben anderen ehemaligen Ufa-Stars auftrat (Marianne Hoppe, Carola Höhn, Marika Rökk).

1974 erhielt Camilla Horn das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. Sie war dreimal verheiratet. Am 14. August 1996 starb sie im Alter von 93 Jahren in Gilching.

FILMOGRAFIE

1988-1990
  • Darsteller
1986/1987
  • Darsteller
1987
  • Darsteller
1982
  • Darsteller
1953
  • Darsteller
1952
  • Darsteller
1948/1949
  • Darsteller
1944
  • Darsteller
1943
  • Darsteller
1941
  • Darsteller
1940/1941
  • Darsteller
1941
  • Darsteller
1940
  • Darsteller
1940
  • Darsteller
1939/1940
  • Darsteller
1940
  • Darsteller
1939
  • Darsteller
1939
  • Darsteller
1937/1938
  • Darsteller
1938
  • Darsteller
1938
  • Darsteller
1936/1937
  • Darsteller
1934/1935
  • Darsteller
1934
  • Darsteller
1933/1934
  • Darsteller
1934
  • Darsteller
1934
  • Darsteller
1933
  • Darsteller
1933
  • Darsteller
1932/1933
  • Darsteller
1932
  • Darsteller
1931
  • Darsteller
1931
  • Darsteller
1930
  • Darsteller
1930
  • Darsteller
1930
  • Darsteller
1930
  • Darsteller
1928/1929
  • Mitwirkung
1929
  • Darsteller
1926/1927
  • Darsteller
1926/1927
  • Darsteller
1925/1926
  • Darsteller
1925
  • Darsteller
1921
  • Darsteller