Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Karin Kunze
- Kunzes Chef
- Frank, Kollege
- Richter
- Staatsanwältin
- Mann im Trainingsanzug
- Pfleger
- Rüdiger Lehmbrock
- Henry Wegmann
- Frau Riedel
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Regie-Assistenz
Drehbuch
Drehbuch-Mitarbeit
Kamera
Kamera-Assistenz
Ausstattung
Maske
Kostüme
Schnitt
Ton-Assistenz
Musik
Darsteller
- Karin Kunze
- Kunzes Chef
- Frank, Kollege
- Richter
- Staatsanwältin
- Mann im Trainingsanzug
- Pfleger
- Rüdiger Lehmbrock
- Henry Wegmann
- Frau Riedel
- Marie Loeser
- Sandra Wegmann
- Robert Kunze
- Kommissar Norbert Michaelis
- Anna Loeser
- Kurt Wolf
Produktionsfirma
Produzent
Redaktion
Ausführender Produzent
Producer
Produktionsleitung
Aufnahmeleitung
Filmförderung
Dreharbeiten
- 15.10.1996 - 17.11.1996: Schwerin und Umgebung, Ostseeküste
Länge:
2873 m, 105 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Dolby Stereo
Prüfung/Zensur:
FSK-Prüfung (DE): 20.10.1997, 78496, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:
Erstaufführung (DE): Oktober 1997, Hof, Internationale Filmtage;
Erstaufführung (DE): Oktober 1997, Hof, Internationale Filmtage
Titel
- Originaltitel (DE) Im Namen der Unschuld
Fassungen
Original
Länge:
2873 m, 105 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Dolby Stereo
Prüfung/Zensur:
FSK-Prüfung (DE): 20.10.1997, 78496, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:
Erstaufführung (DE): Oktober 1997, Hof, Internationale Filmtage;
Erstaufführung (DE): Oktober 1997, Hof, Internationale Filmtage
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Schnitt. Robert Kunze ist zum Generalvertreter befördert worden und hat beim Startschuss eines Investitionsvorhabens des Unternehmens, das Feuerlöschtechnik für Flughäfen und andere Großkunden herstellt, einen großen Auftritt. Sein Chef nennt ihn anerkennend einen „Entertainer“. Solchermaßen euphorisiert tritt er in seinem BMW die Rückreise nach Schwerin an, muss aber an der nächsten Bahnstation austreten, wo Marie den Anschlusszug verpasst hat. Um nicht zweieinhalb Stunden warten zu müssen, spricht sie Robert Kunze an. „Man weiß ja nie“ gibt der zu bedenken, lässt die junge Frau dann aber doch mitfahren. „Sie löschen Brände – und ich lege lieber welche“: Es entwickelt sich bald eine rege Unterhaltung, untermalt durch Maries Lieblingsmusik im Cassettenrecorder des Wagens.
Weil in so kurzer Zeit ein gewisses Vertrauensverhältnis entstanden ist, willigt Marie ein, dass Robert Kunze in ein Waldstück abbiegt um ihr sein „kleines Paradies“ zu zeigen – ein idyllisch gelegener See. Als er sie drängt, mit ihr im See zu baden, kommen ihr Bedenken und sie versucht, zu fliehen – vergeblich. Der Streit eskaliert und um Marie ruhig zu stellen, erwürgt sie der zuvor von ihr als „lächerlicher Vertreter“ Geschmähte. Anna wird bis in die Nacht vergeblich versuchen, ihre Tochter von einer Telefonzelle an der Strandpromenade aus zu erreichen.
Leicht derangiert verzieht sich Robert Kunze zunächst in seine mit mehreren Aquarien bestückte Kemenate, bevor er sich daheim von seiner dominanten, da wohlhabenden Gattin Karin und dem befreundeten Ehepaar Wegmann feiern lässt. Die lebenslustige Sandra ist schon längere Zeit seine heimliche Geliebte, die auf ein gemeinsames Leben mit dem Erfolgreichen hofft. Da sie in ihrem Gatten Henry, ein Arbeitskollege Roberts aus DDR-Zeiten, nur den Loser sieht, der bei diversen Nach-Wende-Umstrukturierungen auf der Strecke geblieben ist.
Kriminalkommissar Norbert Michaelis gönnt sich nach der Ankunft auf dem Schweriner Bahnhof erst einmal einen Schluck aus dem Flachmann. Das Saarland, wird er später seiner Sekretärin, Frau Riedel, schildern, sei „eine gelungene Mischung aus französischer Leichtigkeit und deutschem Tiefsinn“. Zwangsversetzt von Saarbrücken in den zwar als „wild“ verschrienen, aber vergleichsweise doch recht provinziellen Nordosten, wird er sogleich mit einem Mordfall konfrontiert, den ein Waldarbeiter entdeckt hat, der sich später freilich als sein Vorgänger im Amt herausstellt: Kurt Wolf ist offenbar aus politischen Gründen (Stasi-Mitarbeit?) geschasst worden.
Dennoch gibt er dem Neuen wertvolle Hinweise am Tatort auf Kampf- und Schleifspuren am See sowie auf Reifenspuren im Wald. Der Bahnwärter hat das Fahrzeug, in das Marie eingestiegen ist, als BMW mit Schweriner Kennzeichen erkannt, sodass die Ermittler zielgerichtet die Suche beginnen können. Sie erhalten mit Anna Loeser eine zwar ungebetene, aber hartnäckige Unterstützerin, wobei es zu einer grenzwertigen Annäherung der plötzlich nicht mehr so depressiven Frau mit dem empathischen Kommissar kommt.
Alle Indizien weisen auf Robert Kunze hin, doch Sandra Wegmann gibt ihm für die Tatzeit ein Alibi. Gattin Karin hat ihm mit dem Düsseldorfer Rüdiger Lehmbrock einen Star-Anwalt besorgt, der ihn nicht nur aus der Untersuchungshaft befreit, sondern beim Richter auch noch für einen Freispruch aus Mangel an Beweisen sorgt. Obwohl der Täter bei einem Ortstermin mit Anna Loeser am See zusammenbrach und zugab: „Ich hab‘ das nicht gewollt. Es ist einfach so passiert, ich kann nichts dafür.“ Während der Partnertausch der Kunzes und Wegmanns zum sozialen Abstieg des Täters führt, kümmert sich ein ehemaliger Professor für Kunstgeschichte in der DDR (Viktor Deiß) um die ins Sanatorium zurückgekehrte Anna Loeser. Die will nach wie vor der Gerechtigkeit nachhelfen, bekommt nun aber auch Mitleid mit dem zum Opfer gewordenen Täter…
„Im Namen der Unschuld“ ist mit einem halben Dutzend Stars aus Ost und West hochkarätig besetzt und spricht vielfältige, für manche Kritiker zu viele Aspekte der Nach-Wende-Zeit im Osten an. Regisseur Andreas Kleinert: „Mein Film ist eine Liebesgeschichte, ein Krimi und ein Gesellschaftsdrama“. Nachdem die Adaption des gleichnamigen Kriminalromans von Dorothee Kleine beim Kinodurchlauf floppte, fand die Erstausstrahlung bereits am 30. Dezember 1997 auf RTL II statt. Beim Bayerischen Filmpreis 1997 wurde Barbara Sukowa als „Beste Hauptdarstellerin“ ausgezeichnet.
Die studierte Journalistin Dorothea Kleine, 1928 in Oberschlesien geboren und 2010 in Cottbus gestorben, arbeitete als Redakteurin verschiedener Tageszeitungen der DDR. Danach war sie vorwiegend als Gerichtsreporterin tätig, seit Anfang der 1960er Jahre als freie Autorin. Sie verfasste eine Reihe von Kriminalromanen und Erzählungen sowie zehn Szenarien für das DDR-Fernsehen, darunter Krimis für die erfolgreichen Serien „Polizeiruf 110“ und „Der Staatsanwalt hat das Wort“. „Im Namen der Unschuld“ erschien 1995 in der einst vom Verlag Das Neue Berlin edierten populären DDR-Reihe „DIE“ (Delikte, Indizien, Ermittlungen) beim Rechtsnachfolger Eulenspiegel Verlag.
Pitt Herrmann