Garagenvolk

Deutschland 2017-2020 Dokumentarfilm

Inhalt

Der russische Norden. Eine unwirtliche Gegend, in der der Winter niemals zu enden scheint und der schwarze Ruß der Industrie sich über den frischen Schnee legt. Hier, am Rande einer Stadt, in der ein Bergbaukonzern der einzige Arbeitgeber ist, erstrecken sie sich ins Unendliche: Garagen, hinter deren rostigen Toren sich alles findet, nur kein Auto. Refugium des russischen Mannes, in dem mit Erfindergeist und Zähigkeit auf wenigen Quadratmetern alternative Lebensräume entstehen. Orte der Selbstverwirklichung, Projektionsflächen für große Träume und Zuflucht vor einem tristen Alltag jenseits des Polarkreises. Schrottsammler Ilja nutzt seine Garage als Werkstatt, Roman für seine Wachtelzucht, Pavel schnitzt Heiligenfiguren. Zwei Soldaten, die in der Nähe militärische Übungen absolvieren, lagern ihre Ausrüstung hier. Einer Rockband dient ihre Garage als Proberaum und Viktor hat seine in jahrzehntelanger Arbeit um vier unterirdische Stockwerke ergänzt. Alle gewähren Einblick in ihre Sehnsüchte, Sorgen und Leidenschaften. Ein Mikrokosmos, in dem sich ein verborgener Teil der Gesellschaft zeigt und in dem auch Platz für Humor ist.

Quelle: 70. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Credits

Alle Credits

Titel

  • Weiterer Titel Garage People
  • Originaltitel (DE) Garagenvolk

Fassungen

Original

Länge:
95 min
Format:
DCP 2k, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:

Uraufführung (DE): 26.02.2020, Berlin, IFF - Perspektive Deutsches Kino

Kurzfassung

Länge:
52 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton

Auszeichnungen

Filmpreis der Werner Herzog Stiftung 2020
  • Filmpreis der Werner Herzog Stiftung
FBW 2020
  • Prädikat: besonders wertvoll
IFF Berlin 2020
  • Heiner-Carow-Preis