Berlin - Alexanderplatz

Deutschland 1931 Spielfilm

Inhalt

Erste Verfilmung des Romans von Alfred Döblin: Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis will der ehemalige Transportarbeiter Franz Biberkopf ein ehrliches Leben beginnen. Durch den Ganoven Reinhold gerät er jedoch schnell wieder auf die schiefe Bahn. Nach dem vergeblichen Versuch, Franz′ Freundin Mieze zu verführen, erwürgt Reinhold sie. Die Polizei kommt ihm durch einen Tipp auf die Spur und kann gerade noch verhindern, dass Franz den Mörder seiner Freundin erschlägt. Während Reinhold 15 Jahre Zuchthaus bekommt, kehrt Franz in seinen Beruf als Straßenhändler zurück.

 

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Falk Schwarz
"Ich habe getan, was ich konnte"
Franz Biberkopf verlässt die Strafanstalt Tegel, in der er vier Jahre eingesessen hat. Er weiss nicht mehr, wie er mit der Realität zurecht kommen soll. Er hält seinen Pappkarton in den Händen, der Gefängniswärter verabschiedet ihn, er will nach rechts gehen, entscheidet sich dann aber doch, lieber nach links loszulaufen. Er nimmt die Straßenbahn, aber die Gleise, die Autos, der Verkehr, die Menschen - alles ist zuviel für ihn. Das Leben draussen in seiner Gleichzeitigkeit überfordert ihn. - So beginnt der Film nach dem Roman von Alfred Döblin. Von Anbeginn jedoch ist es Heinrich George, der diesen Film trägt, der ihn auch dominiert. "Die Hauptsache, Du hältst dich grade", sagt er. Und später: "Ich will ja anständig sein, aber es ist zu schwer. Unsereins kommt nicht mehr hoch". In dem dichten Proletarier-Milieu um den Alexanderplatz (schonungslos fotografiert von Nicolas Farkas) kann er sich nicht behaupten. Biberkopf ist eine Mischung aus ehrlich, genusssüchtig, gewalttätig und doch auch Zartheit. So einer geht verloren. Der Zuschauer zittert mit, dass diesem Koloss von Mann, diesem Biberkopf, nichts passiert. Aber es bleibt eine vergebliche Hoffnung! Brilliant Bernhard Minetti als der erschreckend böse Reinhold. Regisseur Phil Jutzi gibt viel Raum und setzt ganz auf die Kraft seiner Schauspieler. Döblin schrieb einen meisterlichen expressionistischen Roman, Phil Jutzi gelang es, daraus einen beklemmenden Film zu machen. Biberkopf sagt es für alle: "Ich habe getan, was ich konnte."

Credits

Regie

Musik

Darsteller

Produzent

Alle Credits

Dreharbeiten

    • 06.05.1931 - Juni 1931: Berlin (Alexanderplatz, Weinmeisterstraße, Grenadierstraße, Polizeipräsidium Diercksenstraße u
Länge:
2395 m, 88 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 05.09.1970, 36086 [2. FSK-Prüfung]

Aufführung:

Uraufführung (DE): 08.10.1931, Berlin, Capitol

Titel

  • Originaltitel (DE) Berlin - Alexanderplatz
  • sonstiger Titel Die Geschichte des Franz Biberkopf

Fassungen

Original

Länge:
2395 m, 88 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 05.09.1970, 36086 [2. FSK-Prüfung]

Aufführung:

Uraufführung (DE): 08.10.1931, Berlin, Capitol

Prüffassung

Länge:
9 Akte, 2440 m, 89 min
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 30.09.1931, B.29829, Jugendverbot

Länge:
953 m, 87 min
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 10.08.1966, 36086 [FSK-Prüfung. 16mm-Version]