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13 kleine Esel und der Sonnenhof

BR Deutschland 1958 Spielfilm

Inhalt

Martha Krapp staunt nicht schlecht, als plötzlich ihr Mann Josef vor der Tür steht. Dieser hat sich nämlich in den letzten Jahren nur höchst selten blicken lassen, sondern stattdessen die Welt bereist und sich damit seinen Spitznamen "Don Chaussee" redlich erworben. In seiner Abwesenheit hat die bibelfeste Martha mit liebevoller Strenge das Kinderheim Sonnenhof geleitet. Nun fürchtet sie – immerhin gibt es mit den Kindern schon genug Probleme im Dorf – den schlechten Einfluss des lockeren "Don Chaussee". Und tatsächlich sorgt er mit den Kindern für einigen Wirbel. Doch als schließlich 13 Esel aus einem Eisenbahnwagen ausbrechen, schlägt seine große Stunde.

 

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Falk Schwarz
Ein großer Schauspieler verkaspert sich
Sollen wir lachen oder weinen, wenn der Tausendsassa, der Johnny von Nebrador, der Hannes Wedderkamp, der „König“ unzähliger Filme da in wilder Kluft, mit Halstuch und schlackerndem ockerfarbenem Cordjackett (das seine gewaltigen Rundungen nur knapp verdeckt) in eine betuliche kleine Gemeinde einfällt und nun das Schicksal von allem und jedem in die Hand nimmt? Es ist alles in den ersten Metern schon vorhersehbar und angelegt: die Kinder in dem Jugendheim werden sich für ihn begeistern, seine Frau, die er vor Urzeiten verlassen hat (reichlich matronig: Marianne Hoppe) entscheidet sich wieder für ihn, die 13 kleinen Esel, die er vor dem Schlachthof rettet, werden die Kinder begeistern, das Jugendheim wird nicht geschlossen, selbst der griesgrämige Lehrer lässt sich von diesem Supermann umstimmen. Der große Hans Albers tritt hier in seinem vorletzten Film auf und die wahrlich bedeutende Marianne Hoppe geht ihm dabei zur Hand. Leider wirkt das große Getue „unseres“ Hans ein wenig deplaziert, aufgesetzt und künstlich und wenn er zum Schluss im Cowboykostüm zum Banjo singt, weiss selbst Marianne Hoppe nicht, wo sie hinschauen soll. Die Erinnerung an Filme wie „Große Freiheit Nr 7“ stimmt wehmütig, aber damals war eben Helmut Käutner der Regisseur. So mäandriert die Geschichte dahin. Alle Katastrophen löst Albers natürlich meisterhaft - er kauft den Fußball, er deckt einen Diebstahl auf, er rettet das Mädchen aus den Flammen, das am heftigsten gegen ihn ist (und natürlich von da ab ihn nur noch anschwärmt) - der allumfassende Vater, der gütige, der strenge, der autoritäre, der liebe, der alles regelt und dessen Portemonnaie ständig aufgeklappt ist. Gegen die dünne Story und die einfältige Regie aber waren die beiden Top-Schauspieler machtlos. Zwei Jahre später starb „unser“ Hans. Helmut Käutner hielt die Trauerrede: „Du bist ein König auf Deine Weise. Dein Szepter ist Dein Humor und Dein weites Herz Deine Krone. Für Dich gibt es nach Dir keinen mehr. Könige Deiner Art sind selten.“

Credits

Regie

Drehbuch

Schnitt

Darsteller

Produktionsfirma

Alle Credits

Regie

Regie-Assistenz

Drehbuch

Kameraführung

Kamera-Assistenz

Kostüme

Schnitt

Darsteller

Produktionsfirma

Herstellungsleitung

Produktionsleitung

Aufnahmeleitung

Länge:
2635 m, 97 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
Eastmancolor, Mono
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 24.10.1958, 18224, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 30.10.1958, Essen, Lichtburg

Titel

  • Arbeitstitel (DE) 13 alte Esel
  • Originaltitel (DE) 13 kleine Esel und der Sonnenhof

Fassungen

Original

Länge:
2635 m, 97 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
Eastmancolor, Mono
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 24.10.1958, 18224, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 30.10.1958, Essen, Lichtburg