Summary
Wild Chicks
Every girl needs a best girlfriend. And Sprotte has no less than three! Together, they′re the "Wild Chicks," the coolest girl gang of the pre-teen set. Though they′re as different as can be, they′re inseparable when the going gets tough. Melanie raves about Robbie Williams, Trude loves Italian food, Frieda is socially mega-committed and Sprotte herself secretly finds her teacher Frau Rose really cool. And then there′s Wilma, who still has to prove herself before being inducted into the gang.
The biggest problem facing the girls is the rival boy gang, the "Pygmies." Next to its leader Fred, there′s the insatiable Torte, fortune-teller Steve and the aggressive Willi. Then something incredible happens: Sprotte sounds the fox alarm! Grandma Slaettberg wants to slaughter her hens – even though Daphne, Kokoschka and the other feathered damsels are the gang′s mascots. Only the Pygmies can help now...
Source: German Films Service & Marketing GmbH
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Cornelia Funke, Autorin der seinerzeit ein knappes halbes Dutzend Bände umfassenden gleichnamigen Kinderbuch-Kultserie mit einer verkauften Auflage von 1,8 Millionen Exemplaren, ist 1958 in Westfalen geboren worden, lebte mit ihrer Familie zunächst in Hamburg, bevor sie sich Los Angeles als Zweitwohnsitz erkor. Nach „Herr der Diebe“ ist „Fuchsalarm“ ihr zweiter Bestseller, der verfilmt worden ist – unter dem Serientitel.
Bei den „Wilden Hühnern“ handelt es sich um eine Fünferbande, die zunächst aus Sprotte und ihren Freundinnen Frieda, Melanie und Trude bestand, bis sich – in der Romanvorlage, im Film ist das ein wenig anders – auf einer Klassenfahrt noch Wilma dazugesellte. Ein Abenteuer jagt das andere. Die Mädchen gehen rätselhaften Spuren im Schullandheim nach, versuchen, Oma Slättbergs Hühner zu retten, entdecken das Abenteuer der ersten Liebe.
Vor allem aber müssen sich gegen die „Pygmäen“, vier Jungs aus ihrer fünften Klasse, wehren – und tun das mit einigem Erfolg: Fred, Torte, Steve und Willi landeten jüngst schon ’mal als Gefangene im Obstbaumnetz. Dafür verfügen die Jungs über ein echtes Banden-Hauptquartier, ein altes Baumhaus, während die Mädchen sich zumeist nur im Tischtennis-Keller von Frieda verabreden können, und da stören deren beiden Brüder Titus und Luki doch erheblich. So ein eigenes Quartier, das wäre was. Denn dann müssten das Bandenbuch und die anderen Hühnerschätze nicht mehr in der Heukiste unter Wilmas Meerschweinkäfig lagern. Und dann könnte es häufiger heißen Fliederbeersaft und Lebkuchen geben statt des üblichen Tees mit Keksen.
„Hühner schafft man sich zum Eierlegen an, nicht zum Freundschaftschließen. Das stört bloß beim Schlachten“: Fünfzehn Exemplare besitzt Oma Slättberg, die die Mädchen zu ihren Maskottchen erkoren haben. Am nächsten Mittwoch aber sollen sie vom Nachbarn Feistkorn geschlachtet werden, weil sie nicht mehr so viele Eier legen wie früher. Was also tun? Die Hühner müssen entführt werden, während Oma Slättberg vor dem Fernseher hockt. Die Mädchen, die den Coup wohl kaum ohne Hilfe schaffen, geben sich einen Stoß und bitten die arroganten „Pygmäen“ um Hilfe. Ein Unterfangen mit einiger Aussicht auf Erfolg, sind doch mit Torte und Fred gleich zwei Jungs hinter Frieda her. Das Federvieh soll in Kartons gesteckt und mit Fahrrädern zu einem Grundstück gebracht werden, das Trude nach der Scheidung ihrer Eltern von ihrem Vater geerbt hat. Dort gibt es genug Auslauf, einen Stall für kalte Nächte – und für die „Wilden Hühner“ mit einem alten Wohnwagen das geradezu ideale neue Banden-Hauptquartier.
Auch wenn auf Trude selbst immer weniger Verlass ist, seit sie ihre Liebe zum Cousin Paolo entdeckt hat, gelingt das Unternehmen: Die Hühner sind in Sicherheit, Oma Slättberg in heller Aufregung. Wie auch die „Pygmäen“, denn die sollen ihr Baumhaus verlieren, das der Erweiterung des Schrottplatzes weichen muss. Und dann rastet auch noch Willi aus: Er zerschlägt die Scheibe eines Baufahrzeugs und versteckt sich vor seinem zornigen Vater – ausgerechnet im Wohnwagen der Mädchen. Wenn nicht Frau Rose, die Lehrerin, so viel Verständnis aufbringen würde, könnte es leicht zu einer Katastrophe kommen ...
In der überzeugenden Kinoadaption Vivian Naefes punkten die phantastischen Darsteller, allen voran natürlich die Kinder. Aber auch die Erwachsenenrollen sind großartig – und noch dazu prominent – besetzt. Shooting-Star Jessica Schwarz spielt die verständnisvolle Lehrerin Rose, Benno Fürmann ihren Kollegen Grünbaum, mit dem sie – abweichend von der Vorlage Cornelia Funkes – bald weit mehr als nur kollegial-freundschaftlich verbunden ist, Doris Schade eine herrlich skurrile und dabei dennoch herzliche Oma Slättberg, Axel Prahl glänzt als völlig überforderter und daher zu Gewalt neigender Vater von Willi – und Veronica Ferres als blonder Engel Sibylle, Sprottes Mutter, die ihre heldenhafte Tochter immer wieder zu trösten weiß und auch sonst mit unorthodoxen Methoden immer wieder die Kurve kriegt in diesem Chaos. Nur privat läufts überhaupt nicht, weshalb sich die „Wilden Hühner“ entschlossen haben, für Sibylle eine Kontaktanzeige in die Zeitung zu setzen...
Pitt Herrmann