Summary
Why Men Don’t Listen and Women Can’t Read Maps
Based on the eponymous bestseller by Allan and Barbara Pease: Jan and Katrin are nothing less than a dream couple. Both are immensely attractive and hugely successful in their respective jobs, yet ever so often, some distinct distinctions between the two come to surface: However smart Jan might be in his professional life, he still falls for the most blatant sexual signals. On the other hand, Katrin defies her own intelligence when she suddenly seems to be flattered by the advances of macho Jonathan. All this leads to the dramatic question: Have evolution and emancipation really failed us in our attempt to become more enlightened human beings?
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Melanie studiert nicht nur Kommunikationswissenschaften, sondern ist auch außerordentlich kontaktfreudig – und lässt sich gern von Jans Mitbewohner Rüdiger in die höhere Mathematik der Versicherungswirtschaft einführen. Mit Folgen: „Ich war im ganzen Leben noch sie so glücklich – und noch nie so schwanger“, bekennt Melanie offenherzig ihrer Nachfolgerin Katrin – und zieht mit Rüdiger vor den Traualtar. Jan und Katrin sind noch lange nicht so weit, zumal die gefragte Verlagslektorin gerade mit einem harten Brocken zu kämpfen hat, der auch Jan bald schwer im Magen legt: Jonathan Armbruster. Dem berühmten Weltumsegler und Buchautor („Wir liebten uns mit der Unschuld wilder Tiere“) liegen alle Frauen zu Füßen, Katrin eingeschlossen. Und weil Männer einfach nicht zuhören können, zumal wenn gerade im Fernsehen ein Bundesliga-Spiel der Berliner Hertha übertragen wird, stimmt Jan zu, dass Katrin dieses Schwyzerdütsch radebrechende Alphamännchen drei Monate nach Südamerika begleiten darf...
Nicht nur der gleichnamige Sachbuch-Bestseller des Ehepaars Allen und Barbara Pease, dessen Untertitel „Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwächen“ auch auf den Regisseur dieses Films gemünzt sein könnte, sondern auch Rob Beckers Broadway-Dauerbrenner „Caveman“ standen Pate für Leander Haußmanns Komödie „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“, die mit einem dollen Cast aufwarten kann, darunter etwa Lars Rudolph als Rettungssanitäter Udo („Nicht schwul, sondern irgendwann zur Vernunft gekommen“), Florentine Lahme und Peter Lohmeyer als notgeile Cockpit-Besatzung, Uwe Dag Berlin als Lack&Leder-Nachtclubboy und Lilo Wanders als sie selbst (alias Ernie Reinhardt).
Alles wäre zu ertragen gewesen, die simplen Sprüche und die noch simpleren Weisheiten dahinter, die exaltierten Figuren und ihre noch exaltierteren Slapstick-Darsteller, auch die flotte Kaufhaus-Dudelmusik von James Last. Keinesfalls jedoch Leander Haußmanns Erzähler-Stimme aus dem Off im Ton eines frühen Oswald Kolle-Aufklärungsfilms. Von Inhalten ganz zu schweigen wie der Feststellung, Männer seinen moderne Nacktaffen, deren Gehirne die Evolution unverändert überlebt haben. Soll das ironisch sein, witzig gar? Das geht so gerade noch auf dem Boulevard, aber auf der Leinwand sind solche Hirnlosigkeiten auf Dauer nicht zu ertragen, und 103 Minuten lang schon gar nicht. Weshalb es auch mit natürlichen Erklärungen für Leander Haußmanns Leinwand-Schwäche nach „Sonnenallee“ und „Herr Lehmann“ hapert.
Pitt Herrmann