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Fortsetzung der Komödie "Mann tut was Mann kann" (2012). Für den vom Beziehungschaos verfolgten Paul scheint sich das Blatt endlich zu wenden: Er verliebt sich Hals über Kopf in Lena, deren Eltern das Verlagshaus gehört, in dem Paul als Personalchef arbeitet. Lenas distinguierter Mutter ist der kleine Angestellte jedoch nicht standesgemäß genug. Sie würde ihre Tochter lieber an der Seite des smarten Hegdefond-Managers Patrick Arterberry sehen. Also muss Paul aufs Ganze gehen: Während eines Besuchs auf dem luxuriösen Familienanwesen auf Mallorca möchte er beweisen, dass er der Richtige für Lena ist. Tatkräftige, aber nicht immer geschickte Unterstützung erhält er dabei von seinen drei besten Freunden Schamski, Günther und Bronko.
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Eigentlich fängt Paul, Personalchef des von Elisabeth von Beuthen mit eiserner Hand geleiteten Verlages, diesen Blick bereits im Nassau Beach Club auf, wo Elisabeth und ihr geplagter Gatte Karl einen Empfang zum einhundertjährigen Bestehen ihres Verlages geben. Zu dem neben Paul auch sein Freund Guido, Vertriebsleiter im gleichen Unternehmen, geladen ist. Und der baggert ohnehin gleich den nächstbesten Rock an, unter dem schöne Beine sichtbar werden. Was die Sache kompliziert: Paul hat besagten magischen Blick von Lena erhalten, der Erbin des Verlagshauses. Er hilft ihr aus der Patsche, als sie mit ihren High Heels im Bootssteg stecken bleibt. Ist aber wenig später Zeuge, wie sie sich mit Patrick Arterberry verlobt, einem so smarten wie stinkreichen Hedgefonds-Manager.
„Wenn du es nicht versuchst, wirst du es nie erfahren“: Am anderen Morgen treffen die beiden Freunde, die nach Deutschland zurückreisen wollen, im Flughafen auf das Verlobungspaar. Und Paul traut sich. Mit Folgen: Er bleibt auf der Insel und Lena stellt ihre neue Eroberung der standesbewussten Familien- und Firmenpatriarchin vor. Elisabeth von Beuthen lässt ihn freilich aufs Allerfreundlichste spüren, dass sie sich eigentlich den anderen wünscht. Ist aber tough genug, Herrn Dr. Schuberth erst einmal auf Herz und Nieren zu prüfen – als potentielles Mitglied der Geschäftsleitung, sollte es wider Erwarten doch etwas Ernstes werden zwischen ihm und ihrer Tochter. Was Gatte Karl nicht ungern sähe.
Paul, welcher sich in der Luxusvilla der von Beuthens wie im falschen Film fühlt, holt erst einmal den Porsche-Liebhaber und Erotomanen Guido mit ins Boot, welcher sogleich bei Lenas Schwester Melissa vor Anker geht. Und hat Hilfe bitter nötig, denn Lena ist in der zwölften Woche schwanger, was nur eines bedeutet: Patrick ist der Vater. Und der wittert sogleich seine Chance. Mit unlauteren Mitteln geht es hinter Lenas Rücken knallhart zur Sache und Paul, der inzwischen auch auf die Hilfe von Bronko, der sein Glück als Maler auf der Ferieninsel versucht, und Günther, der 'mal wieder seiner heiratswilligen Freundin Iggy entflohen ist, bauen kann, hat in diesem ungleichen Kampf eindeutig die schlechteren Karten. Zumal er frühmorgens auch noch im Bett neben der jüngsten von Beuthen-Tochter Audrey erwischt wird...
„Da muss Mann durch“ ist nach dem Erfolg von „Mann tut was Mann kann“ der zweite Teil der Bestseller-Reihe von Hans Rath. Als Paul ist wieder Wotan Wilke Möhring zu sehen, für den der erste Teil den Leinwand-Durchbruch bedeutete – seine erste Kino-Hauptrolle. Weitaus spannender als diese doch recht hausbacken-klamottige Familienkomödie ist der Streit hinter den Kulissen: Marc Rothemund, Regisseur anspruchsvoller Streifen wie „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ aber auch seichter Kommerzware wie „Harte Jungs“, war zur Premiere des Films, von dem es vorab keine Presse-Sichtungen gab, nicht nach Berlin gekommen.
Sein Name steht auch nicht im Presseheft, wo ein gewisser Thomas Lee als Regisseur genannt wird. Das ist freilich ein reiner Phantasiename: Der 46-jährige Regisseur schied im Streit mit den Produktionsfirmen, war von Schnitt und Postproduktion ausgeschlossen und wollte seinen Namen daher nicht für einen Film hergeben, den die beiden Produzenten Alexander und Stefan Thies vollendeten. Free-TV-Premiere war am 30. Mai 2017 auf Sat 1.
Der Roman- und Drehbuchautor Hans Rath weiß, wovon er schreibt: 1965 im niederrheinischen Straelen geboren, studierte er Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Er schrieb Theaterkritiken und lektorierte Drehbücher, ehe er ins Management eines Zeitungsverlages wechselte. Seit 2005 lebt Hans Rath als freier Autor in Berlin. Neben der Romantrilogie um den Anfangsvierziger Paul Schuberth, dessen letzter Teil den Titel „Was will man mehr“ trägt, hat Rath auch Sachbücher geschrieben.
Pitt Herrmann