Oskar Homolka
Biografie
Oskar Homolka
(Oscar Homolka)
1915-17 an der Akademie für Musik und darstellende Kunst, Wien. Ab 1918 an Bühnen in Wien, dann in Graz. 1924 Kammerspiele München. 1925 nach Berlin, im folgenden Jahr am Deutschen Theater und der Jungen Bühne Berlin, dort u.a. "Baal" in Brechts eigener Inszenierung. 1932 Lessing-Theater.
Ab 1926 auch in Filmrollen, durch körperliche Schwere und brutale Wucht des Auftretens für den unberechenbaren, triebhaften Schurken prädestiniert; so z.B. der bullige Zuhälter Anton neben Asta Nielsen in "Dirnentragödie" (Bruno Rahn) und im Tonfilm-Remake "Zwischen Nacht und Morgen" (Gerhard Lamprecht) sowie der verschlagen-autoritäre Erzieher in der Verfilmung von Peter Martin Lampels Skandalstück "Revolte im Erziehungshaus" (Georg Asagaroff). Wegen der Rollenfestlegung vornehmlich in Kriminal-, Abenteuer- und Spionagefilmen.
1934 nach Wien. 1935 Emigration nach Großbritannien, englischsprachiges Theaterdebüt in Glasgow. Als Spion Verloc in Alfred Hitchcocks "Sabotage". Gefragt als Darsteller bedrohlich tückischer Nebenfiguren.
1937 in die USA. Erster Hollywood-Film ist "Ebb Tide" (James Hogan). Die Komödie "Ball of Fire" (Howard Hawks) zeigt Homolkas Fähigkeit zum Skurrilen. Oscar-Nominierung für die humoristische Studie des Uncle Chris in George Stevens’ Familiengeschichte "I Remember Mama".
Ab 1940 Theaterarbeit in New York. 1944 Mitunterzeichner der Deklaration des Council for a Democratic Germany. Ab 1946 im Emigranten-Ensemble The Players from Abroad, New York. Nach Kriegsende scheitert Brechts Versuch, Homolka für sein Theater zu gewinnen.
1950 Rückkehr nach Österreich, Gastauftritt bei den Salzburger Festspielen als Dorfrichter Adam in Kleists "Der zerbrochene Krug". 1951 als Rechtsanwalt in "Der schweigende Mund" (Karl Hartl). Ab 1959 abwechselnd in London und den USA, Gastspiele in Österreich und der Schweiz. 1965 als der listige russische Oberst Stok in "Funeral in Berlin" (Guy Hamilton) und im folgenden Jahr in der Fortsetzung "Billion Dollar Brain" (Ken Russell).
1967 Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.
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