Alexander Scheer

Alexander Scheer

Darsteller
*01.06.1976 Berlin (Ost)

Biografie

Alexander Scheer, geboren am 1. Juni 1976 in Berlin (Ost), schlägt sich nach der Schulzeit zunächst vier Jahre lang mit Gelegenheitsjobs als Postbote, Friedhofsgärtner und Barkeeper durch. Scheers Drogenerfahrungen dieser Zeit verarbeitet Jörg Böckem in seinem Buch "Danach war alles anders". Erste Erfahrungen als Schauspieler sammelt Scheer in Werbefilmen. Am Berliner Off-Theater TiK gibt er Ende der neunziger Jahre sein Theaterdebüt. Der Durchbruch gelingt dem Autodidakten, der nie eine Schauspielschule besucht hat, gleich mit seiner ersten Kinorolle in Leander Haußmanns "Sonnenallee". Im Anschluss an diesen Film holt Haußmann ihn ans Bochumer Schauspielhaus, wo Scheer in Klassikern wie "Viel Lärm um Nichts" und "Leonce und Lena" zu sehen ist.

Seit 2002 gehört Scheer zum Ensemble der Berliner Volksbühne. Im Jahr 2003 gründet er gemeinsam mit dem Kurzfilm-Regisseur André Jagusch die Video-Produktionsfirma "9 O"Clock Pictures", mit der die beiden Trash-Videofilme wie "American Showdown" realisieren. Zu Scheers bekanntesten Filmen zählen die Satire "Viktor Vogel – Commercial Man" mit Götz George und Sven Taddickens "Mein Bruder, der Vampir". Eine delikate Rolle spielt Scheer, der in seiner Projektauswahl bislang stets dem eigenwilligen Arthouse-Kino treu geblieben ist, in der Uschi Obermaier-Filmbiografie "Das wilde Leben": Darin verkörpert er die Rock-Legende Keith Richards.

Für die Vorbereitung auf diese Rolle gründet Scheer die Band The Rockboys, die einen Sommer lang eigene Konzerte spielen. Danach ist er weiterhin in verschiedenen Bands als Gitarrist und als Frontman aktiv. 2009 wird Alexander Scheer von Theater Heute zum Schauspieler des Jahres gewählt. Diese Auszeichnung verdankt er seiner Verkörperung des englischen Shakespeare-Darstellers Edmund Kean in Frank Castorfs gleichnamiger Volksbühneninszenierung.

Im Kino ist Scheer dann im Jahr 2010 unter anderem in Sven Taddickens "Zwölf Meter ohne Kopf" und in dem Terroristen-Drama "Carlos - Der Schakal" zu sehen, der auf den Filmfestspielen in Cannes seine erfolgreiche Premiere hatte und Anfang 2011 in den deutschen Kinos startete. Ebenfalls 2011 startete das Aussteiger-Drama "Im Alter von Ellen", in dem Scheer, wie auch seine "Carlos"-Co-Schauspielerin Julia Hummer, eine Nebenrolle spielt.

Nach einem Auftritt als Rockmusiker in Lars Beckers Fernsehkomödie "Schief gewickelt" (2010) sieht man Scheer Ende 2011 in der Titelrolle des Kinderfilms "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" auf der Kinoleinwand. In Hermine Huntgeburths TV-Komödie "Eine Hand wäscht die andere" (2012) hat er eine Schlüsselrolle als gewissenhafter Oberregierungsrat, der sich in einer korrupten Kleinstadt wiederfindet.

2013 gehört Scheer zum Ensemble von Klaus Lemkes Low-Budget-Film "Kein Grosses Ding", das auf der Viennale Premiere feiert. Eine Hauptrolle spielt Scheer im gleichen Jahr als einsamer DDR-Auswanderer in Christian Schwochows preisgekröntem Drama "Westen", das im März 2014 in die deutschen Kinos kommt. Ebenfalls 2014 steht er in der Rolle eines Psychiaters für Achim Bornhaks Jugenddrama "Der Nachtmahr" sowie als Blixa Bargeld für Oskar Roehlers "Tod den Hippies, es lebe der Punk" vor der Kamera.

Im Fernsehen gehörte er zum Ensemble der hoch gelobten "Tatort"-Folge "Im Schmerz geboren" (2014) mit Ulrich Tukur und Ulrich Matthes. Daneben blieb Scheer stets auch als Theaterschauspieler aktiv. So stand er an der Berliner Volksbühne zwischen 2011 und 2017 in Dostojewskijs "Der Spieler" auf der Bühne und hatte Hauptrollen in "Die Brüder Karamasow" (2015) und "Faust" (2012/2017).

Auf der Kinoleinwand sah man ihn als Ganoven in der Gaunerkomödie "Schrotten!" (2016), als Friedrich Nietzsche in der Filmbiografie "Lou Andreas-Salomé" (2016) und als kommunistischen Theoretiker Wilhelm Weitling in "Der junge Karl Marx" (2017). In dem amerikanischen Abenteuerfilm "Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales" ("Pirates of the Caribbean: Salazars Rache", 2017) spielte er eine Nebenrolle als böser Piratenkapitän Teague in jungen Jahren. Zu seinen Fernsehfilmen dieser Jahre gehören Lars Beckers Psychiatrie-Drama "Der mit dem Schlag" (2016) und Wolfgang Murnbergers Komödie "Schnitzel geht immer" (2017).

Für Andreas Dresen stand Scheer 2017 in der Titelrolle von "Gundermann" (Start: 2018) vor der Kamera, einer Filmbiografie des kämpferischen DDR-Liedermachers Gerhard Gundermann.



Filmografie

2017/2018 Gundermann
Darsteller
 
2016-2018 Gladbeck
Darsteller
 
2016 Ladies First
Darsteller
 
2015/2016 Tschick
Darsteller
 
2015/2016 Der mit dem Schlag
Darsteller
 
2015-2017 Der junge Karl Marx
Darsteller
 
2014/2015 Niedere Instinkte
Darsteller
 
2014/2015 Blochin
Darsteller
 
2014/2015 Tod den Hippies!! Es lebe der Punk
Darsteller
 
2014-2016 Schrotten!
Darsteller
 
2014-2016 Lou Andreas-Salomé
Darsteller
 
2013/2014 Quatsch und die Nasenbärbande
Darsteller
 
2013/2014 Im Schmerz geboren
Darsteller
 
2013-2015 Der Nachtmahr
Darsteller
 
2013-2015 Mein Vater, sein Vater und ich
Mitwirkung, Sprecher
 
2013 Kein großes Ding
Darsteller
 
2012/2013 Westen
Darsteller
 
2012 Eine Hand wäscht die andere
Darsteller
 
2012 Geld regiert die Welt
Darsteller
 
2010/2011 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel
Darsteller
 
2010 Schief gewickelt
Darsteller
 
2009/2010 Im Alter von Ellen
Darsteller
 
2009/2010 Drei
Darsteller
 
2009/2010 Carlos - Der Schakal
Darsteller
 
2009 Elf Onkel
Darsteller
 
2008/2009 Zwölf Meter ohne Kopf
Darsteller
 
2007/2008 Tangerine
Darsteller
 
2007/2008 Kommissar Süden und der Luftgitarrist
Darsteller
 
2007/2008 Meine fremde Tochter
Darsteller
 
2006 Brennendes Herz
Darsteller
 
2005/2006 Lulu
Darsteller
 
2005-2007 Das wilde Leben
Darsteller
 
2003 Hamlet X
Darsteller
 
2002 Es ist nie zu spät
Darsteller
 
2001 Mein Bruder der Vampir
Darsteller
 
2000/2001 Viktor Vogel - Commercial Man
Darsteller
 
1999 Tödliches Labyrinth
Darsteller
 
1998/1999 Sonnenallee
Darsteller
 

Übersicht

Fotogalerie

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Literatur

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