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Veröffentlicht auf filmportal.de (https://www.filmportal.de)

Oliver Masucci

Geburtsort
Stuttgart
Biografie

Oliver Masucci, geboren 1968 in Stuttgart, studierte von 1990 bis 1994 an der Hochschule der Künste Berlin und hatte anschließend zahlreiche Engagements an Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz: So etwa am Schauspielhaus Basel (1995), am Hamburger Schauspielhaus (1996–2002), bei den Salzburger Festspielen (1999 und 2007), am Schauspiel Hannover (2000–2005) und am Schauspielhaus Zürich (2005–2009). Seine Bandbreite reichte dabei von der Hauptrolle des Stanley Kowalski in Tennessee Williams' "Endstation Sehnsucht" (2007) über die Titelrolle in "Major Barbara" von George Bernard Shaw (2009) bis zum Mercur in Heinrich von Kleists "Amphytrion" (2009).

Parallel zu seiner Bühnenkarriere wirkte Masucci ab Mitte der 1990er Jahre gelegentlich auch in Fernsehproduktionen mit. So spielte er in "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (2001, TV), passend zu seiner Theaterherkunft, einen von Klaus Mann umworbenen Lohengrin-Darsteller. In dem Kinofilm "Madrid" (2003) verkörperte er den verständnislosen Lebenspartner einer jungen Spanierin, die in Deutschland ein unglückliches Leben führt.

Einem größeren Fernsehpublikum wurde Masucci durch seine Rolle in Florian Baxmeyers zweiteiligem Abenteuerfilm "Das Blut der Templer" (2004, TV) bekannt: Darin spielte er den intriganten Onkel des jugendlichen Helden. Ein finsterer Charakter war er auch in der Abenteuerkomödie "Zwei zum Fressen gern" (2006, TV), als skrupelloser Tierhändler, der Jagd auf Alligatoren macht. Weiterhin hatte er Gastrollen in den Krimiserien "SK Kölsch", "Soko Köln" und "Alarm für Cobra 11" und gehörte zum Ensemble von Uwe Jansons Katastrophenfilm "Vulkan" (2009, TV).

Nachdem Oliver Masucci 2009 ins Ensemble des Wiener Burgtheaters berufen wurde, trat er für einige Jahre kaum noch in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Am Burgtheater verkörperte er unter anderem den Antonio in Shakespeares "Was ihr wollt", den Kelvin in Stanislav Lems "Solaris" und den Hauptmann in Ferdinand Bruckners Neudichtung der "Marquise von O.".

Erst 2015 stand Masucci wieder für zwei Filme vor der Kamera: In der TV-Produktion "Berlin Eins" spielte er einen skrupellosen Aufsteiger im Berlin der 1920er Jahre; in David Wnendts satirischer Bestseller-Verfilmung "Er ist wieder da" verkörperte er Adolf Hitler, der im heutigen Berlin wieder ins Leben zurückkehrt und zum Medienstar avanciert. Beim Deutschen Filmpreis 2016 wurde Oliver Masucci für diese Darstellung als bester männlicher Hauptdarsteller nominiert.

2016 war Masucci in mehreren hochkarätigen Fernsehproduktionen zu sehen, darunter als Chefredakteur im Politthriller "Die vierte Gewalt", als "hässlicher Joe" in der dreiteiligen TV-Neuauflage des Klassikers "Winnetou" und als Lobbyist im Thriller "Tödliche Geheimnisse". Auch in den zwei hoch gelobten Serien "4 Blocks" und "Dark" (beide 2017) spielte er zentrale Rollen.

Für das Kino drehte er an der Seite von Frederick Lau und Antje Traue das Drama "Spielmacher" (2018) und unter der Regie von Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck die Künstlerbiographie "Werk ohne Autor" (2018). Für seine Hauptrolle als "Sklavenhalter" in Oskar Roehlers Satire "HERRliche Zeiten" erhielt Masucci 2018 erneut eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis, im nächsten Jahr gefolgt von einer Nominierung für die Beste Nebenrolle in "Werk ohne Autor", in dem er einen an Joseph Beuys angelehnten exzentrischen Künstler verkörpert.

Anschließend gehörte Masucci zum Ensemble des preisgekrönten, in der DDR spielenden TV-Dreiteilers "Preis der Freiheit" (2019) und spielte in dem viel gelobten TV-Drama "Play" (2019) den Vater einer computerspielsüchtigen Tochter. 

Nach einer Hauptrolle als jüdischer Familienvater während der Nazizeit in "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" (DE/CH 2019, Regie: Caroline Link) arbeitete Masucci erneut mit Oskar Roehler zusammen: In dessen Fassbinder-Filmbiografie "Enfant Terrible" (2020) spielte er die Hauptrolle des legendären Filmemachers, Schauspielers und Autors Rainer Werner Fassbinder. Für seine nächste Arbeit, in "Schachnovelle" von Philipp Stölzl, erhielt Masucci beim Deutschen Filmpreis 2021 die Lola in der Kategorie Beste männliche Hauptrolle.

 

Filmography
2024-2026
Woodwalkers 2
  • Darsteller
2024/2025
Fritz Litzmann, mein Vater und ich
  • Mitwirkung
2023/2024
Woodwalkers
  • Darsteller
2022-2024
Frisch
  • Darsteller
2022/2023
Eine Billion Dollar
  • Darsteller
2022/2023
Bad Director
  • Darsteller
  • Co-Produzent
2022/2023
Herrhausen - Herr des Geldes
  • Darsteller
2021-2023
Der Schwarm
  • Darsteller
2021/2022
German Crime Story - Gefesselt
  • Darsteller
2019-2021
Tribes of Europa
  • Darsteller
2019/2020
Schachnovelle
  • Darsteller
2019/2020
Enfant Terrible
  • Darsteller
2018/2019
Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
  • Darsteller
2019
Schuld nach Ferdinand von Schirach [Staffel 3]
  • Darsteller
2018/2019
Play
  • Darsteller
2018/2019
Ein Dorf wehrt sich
  • Darsteller
2018/2019
Dark [Staffel 2]
  • Darsteller
2018/2019
Der Auftrag
  • Darsteller
2018/2019
Preis der Freiheit
  • Darsteller
2017/2018
Lysis
  • Darsteller
  • Kamera
2018
4 Blocks [Staffel 2]
  • Darsteller
2016-2018
Werk ohne Autor
  • Darsteller
2017/2018
Fremde Wasser
  • Darsteller
2017/2018
Spielmacher
  • Darsteller
2017/2018
HERRliche Zeiten
  • Darsteller
2016/2017
Tödliche Geheimnisse 2
  • Darsteller
2016/2017
Dark [Staffel 1]
  • Darsteller
2016/2017
4 Blocks [Staffel 1]
  • Darsteller
2015/2016
Winnetou
  • Darsteller
2016
Sumpfgebiete
  • Darsteller
2016
Tödliche Geheimnisse
  • Darsteller
2016
Zahltag
  • Darsteller
2015/2016
Die vierte Gewalt
  • Darsteller
2015
Mordkommission Berlin 1
  • Darsteller
2014/2015
Er ist wieder da
  • Darsteller
2003/2004
Das Blut der Templer
  • Darsteller
2002/2003
Madrid
  • Darsteller
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