Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Isabel
- Manuel
- Karl
- Marlies
- Gabi
- Frau Schächter
- Supermarktleiter
- Rosi
- Anja
- Kalle
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Script
Drehbuch
Kamera
Ausstattung
Kostüme
Schnitt
Mischung
Musik
Darsteller
- Isabel
- Manuel
- Karl
- Marlies
- Gabi
- Frau Schächter
- Supermarktleiter
- Rosi
- Anja
- Kalle
Produktionsfirma
in Co-Produktion mit
Produzent
Redaktion
Dreharbeiten
- 13.09.2002 - 23.10.2002: München, Landshut
Länge:
2274 m, 83 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
Farbe, Dolby Digital
Prüfung/Zensur:
FSK-Prüfung (DE): 22.01.2004, 96705, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei
Aufführung:
Kinostart (DE): 08.04.2004;
TV-Erstsendung (DE): 09.07.2004, ZDF
Titel
- Arbeitstitel In Madrid
- Originaltitel (DE) Madrid
Fassungen
Original
Länge:
2274 m, 83 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
Farbe, Dolby Digital
Prüfung/Zensur:
FSK-Prüfung (DE): 22.01.2004, 96705, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei
Aufführung:
Kinostart (DE): 08.04.2004;
TV-Erstsendung (DE): 09.07.2004, ZDF
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Hier realisierte sie 1998/99 auch ihr erstes Filmprojekt, den Dokumentarstreifen „Make Up“, der auf dem Forum der Berlinale zu sehen war und mit dem Hessischen Drehbuchpreis ausgezeichnet wurde. Es war damals vom ZDF für die Reihe „Das kleine Fernsehspiel“ koproduziert worden. Diese Verbindung nutzte Daphne Charizani auch für ihr 2003 mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnetes Debüt „Madrid“. In der Hauptrolle ist eine weitere bemerkenswerte Debütantin zu erleben, die freilich bereits seit Jahren auf den Brettern von Frank Castorfs Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz für Furore sorgte: Kathrin Angerer.
Die grazile Schauspielerin überzeugt in ihrer ersten Kinohauptrolle als Isabel, einer jungen, lebenslustigen Verkäuferin und rechten Hand des Supermarktleiters in Süddeutschland. Ihre Eltern sind ehemalige Gastarbeiter und stammen aus Mostoles, einem kleinen Ort vor den Toren der spanischen Hauptstadt Madrid, wo sie mittlerweile wieder leben. Isabel versteht sich gut mit ihren Kolleginnen, insbesondere mit Gabi, mit der sie auch ihre privaten Sorgen teilt. Ihr Freund Karl ist ein ziemlich rabiates, egoistisches Ekelpaket, der nur seinen Freizeitsport im Sinn hat, wozu er offenbar auch die nächtlichen Begegnungen mit Isabel rechnet. Doch die hat ihren eigenen Willen, weshalb er ihr „Gefühlsarmut“ vorwirft. Isabel läuft ihm nicht nach, und so trennen sich rasch ihre Wege.
Gegenüber des Supermarktes ist eine Spedition ansässig, die dem jungen, attraktiven Halbspanier Manuel Martinez-Klemm gehört. Beide freunden sich an und Manuel legt sogleich sein Macho-Image ab: Er will Isabel ganz & gar – und er will ein Kind. Zumal das Kleintransportwesen nicht das richtige für ihn ist: Die Zeit, sagt Manuel, ist reif für etwas Größeres: „Spanien hin und zurück, was sagst Du?“ Der Hightech-Brummi ist schon bestellt.
Doch Isabel geht das alles viel zu schnell. Sie wollte sich nicht von Karl vereinnahmen lassen und zeigt sich nun auch Manuel gegenüber scheinbar „gefühlskalt“: Mann, Familie, neue berufliche Perspektiven – das ist ihr zuviel auf einmal. Sie „flüchtet“ zu den Eltern nach Madrid – und lernt gleich im Bus einen netten jungen Mann kennen...
„Madrid“ ist ein Film über die Orientierungssuche einer jungen Frau und über die so große wie banale Frage, wie – oder: ob überhaupt – man den richtigen Mann oder die richtige Frau fürs Leben findet. Daphne Charizani erzählt die Liebesgeschichte von Isabel und Manuel mit erstaunlicher Leichtigkeit. Und das vor einem Hintergrund, der eher Schwere impliziert: Isabel etwa hat mit Dauertelefonaten ihrer besorgten Mutter zu kämpfen. Beide fragen sich, woher sie kommen und wohin sie gehören, ob allein eine Familie Zukunft für sie bedeuten kann.
Pitt Herrmann