Summary
Silent Night
Dusk is falling. It is the beginning of Christmas Eve. Julia, an art student in her late twenties, is at home by herself. She has been living together with the policeman Christian for several years. However, their relationship seems to be under threat after Julia fell in love with Frank, an attractive barman. Christian, who finds it difficult to put up with this situation, escapes for the holiday period to his parents. Julia, by herself for the first time, decides that she will end her affair with Frank this evening. Frank, on the other hand, considers Christmas Eve a good time to finally confess his love to Julia.
It is against this background that Christian starts a macabre game in a night that will plumb the blackest depths of the human soul. To put Julia under emotional pressure, he feigns a bad car accident on the phone. Frank exposes his lie. Hurt to the quick, Julia does an about-turn. She wants to take revenge on Christian. While talking on the phone with him, she makes love to Frank. The three protagonists fight within their own private microcosm for pleasure and life and, over the course of one night, undertake an erotic adventure far beyond the pain threshold.
Source: German films Service & Marketing GmbH
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Julia hat sich in den jungen Barkeeper Frank verliebt, wobei es eher der „dreckige“ Sex ist, die unmittelbare, kompromisslose Anmache, die sie anturnt. Bei Frank erlebt sie die „Abwechslung“ zur normalen, bürgerlichen Beziehungskiste mit Christian, kann sie ihre Gier nach Leben austoben. Christian, der von dieser Liaison dangereuse erfährt, flieht vor dem (emotionalen) Durcheinander nach Paris und ausgerechnet in das kleine Hotel, in dem er mit Julia einst erste glückliche Tage (und Nächte) verbracht hat.
Diese „Nacht der Nächte“ hat es in sich: Christian entwickelt sich zu einem regelrechten Telefonjunkie, der auch noch die intimste Zweisamkeit zwischen Julia und Frank zu nutzen versucht, um beide auseinanderzubringen, um Julia zu einer Entscheidung zu zwingen. Abgründe tun sich auf an menschlichen Leidenschaften, an Liebes- und Leidensfähigkeit – „Wilde Herzen“ pur.
„Wilde Herzen“ ist auch der Serientitel, unter dem diese Produktion nach einem überaus erfolgreichen Kino-Durchlauf unter dem Titel-Zusatz „Ein Fest der Liebe“ in der ARD ausgestrahlt wurde. Spektakuläre Story, brisante Liebesszenen, nichts für schwache Nerven und chipsmampfende Spießer auf der Couch daheim. „Stille Nacht“ sollte die ohnehin schon zum Szenestar avancierte Maria Schrader noch weiter nach vorne bringen.
Dani Levy hat eine wirklich erotische Abenteuerreise durch die „Nacht der Nächte“ gedreht, bei der der TV-Reihentitel „Wilde Herzen“ einmal kein uneingelöstes Versprechen darstellt. Die Story des deutschen Wettbewerbsbeitrages zur Berlinale 1996 stammt vom seinerzeitigen Shooting Star des jungen deutschen Theaters, Klaus Chatten („Klassentreffen“, „Unser Dorf soll schöner werden“, „Sugar Dollies“). Und Maria Schrader, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten Dani Levy auch an der Geschichte mitgewirkt hat, wurde völlig zu recht für den Deutschen Filmpreis nominiert.
Der 87-minütige Spielfilm, gedreht vom 27. Januar bis zum 10. März 1995 in Paris, Berlin und im Studio Babelsberg in Potsdam, ist am 16. Februar 1996 auf der 46. Berlinale uraufgeführt und mit einer „Lobenden Erwähnung“ des Alfred-Bauer-Preises belohnt worden. Nach dem Kino-Start am 4. April 1996 und der Erstausstrahlung am 28. April 1997 auf Arte gabs zwei Bayerische Filmpreise für Niki Reiser (Beste Musik) und Karl-Friedrich Koschnick (Beste Kamera).
Pitt Herrmann