Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Hauptkommissar Thorsten Falke
- Katharina Lorenz
- Jan Katz
- Spediteur Dreyer
- Lademeister Martinsen
- Jertz
- Rita Kovic
- Gerd Carsten
- Ben Hoffmann
- Stefan Stern
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
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Continuity
Drehbuch
Kamera
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Schnitt
Ton
Synchron-Ton
Spezialeffekte
Stunt-Koordination
Casting
Musik
Darsteller
- Hauptkommissar Thorsten Falke
- Katharina Lorenz
- Jan Katz
- Spediteur Dreyer
- Lademeister Martinsen
- Jertz
- Rita Kovic
- Gerd Carsten
- Ben Hoffmann
- Stefan Stern
- CEO Adjutant
Produktionsfirma
im Auftrag von
Produzent
Redaktion
Produktionsleitung
Aufnahmeleitung
Dreharbeiten
- 15.10.2013 - 14.11.2013: Wilhelmshaven
Länge:
89 min
Format:
HD, 16:9
Bild/Ton:
Farbe, Stereo
Aufführung:
TV-Erstsendung (DE): 27.04.2014, ARD
Titel
- Originaltitel (DE) Kaltstart
- Reihentitel (DE AT CH) Tatort
Fassungen
Original
Länge:
89 min
Format:
HD, 16:9
Bild/Ton:
Farbe, Stereo
Aufführung:
TV-Erstsendung (DE): 27.04.2014, ARD
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„Blühende Landschaften“ sind am Jadebusen ausgeblieben: Im Umfeld des Terminals, das mit großen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat, waren einige Personen mit dem toten Schleuser eng verbunden: der in seiner Existenz bedrohte Spediteur Behrend Dreyer, der von Arbeitslosigkeit bedrohte Lademeister Horst Martinsen sowie mit Hermann Jertz ein undurchsichtiger Sicherheitsmann, der die ermittelnden Beamten stets aus sicherer Entfernung optisch ins Visier nimmt. In welchem Auftrag handelt er, mit welchen dritten Personen ist er stets übers Internet verbunden?
Die Kommissare Thorsten Falke und Katharina Lorenz, die in ihrem dritten gemeinsamen Fall zusammen mit ihrem Kollegen Jan Katz von der Oldenburger Kriminalpolizei gegen den Menschenhändlerring ermitteln, stehen vor einer Mauer des Schweigens. Auch die verzweifelten kongolesischen Flüchtlinge, die aus einem Container befreit werden, und die Falke dazu animiert, das Zauberwort „Asyl“ auszusprechen, sowie die traumatisierten Kollegen der toten Polizisten, allen voran Gerd Carstens, begegnen Falke und Lorenz mit Distanz.
Als ein Laptop aus dem Auto der Kommissarin Lorenz gestohlen wird, ist zwar bald klar, wer der Täter gewesen ist. Doch woher wusste der mit internationalem Steckbrief gesuchte schwarzafrikanische Milizionär Jerome Mganda (Jimmy Jean-Louis) überhaupt von dem sorgfältig im Fahrzeug verborgenen Computer und in welchem Auftrag handelt er? Es braucht seine Zeit, bis die Ermittler dahinterkommen, dass es gar nicht um Menschenhandel, sondern um den viel lukrativeren Waffenschmuggel geht. Nach dem Showdown im Containerbahnhof bilanziert eine perplexe Katharina Lorenz: „Die Geschichte glaubt uns kein Mensch!“
Der Tatort „Kaltstart“ ist in vieler Hinsicht etwas besonderes. Weil Regisseur Marvin Kren, der bisher vor allem Horrorfilme für die Kino-Leinwand gedreht hat, in seinem Bildschirm-Debüt nicht nur für einen spektakulären Auftakt sorgt mit einem fulminant inszenierten Sprengstoffanschlag, sondern auch für einen finalen Knalleffekt, der hier natürlich nicht verraten wird. Nur soviel: es knallt weder bei diesem noch raucht es, man sieht nur die ungläubig aufgerissenen Augen Wotan Wilke Möhrings.
Der Titel „Kaltstart“ hat zum einen damit zu tun, dass das Ermittlerduo Falke/Lorenz einen rasanten Einstieg bei der Bundespolizei gibt, die bislang in der deutschen Fernsehunterhaltung ein so gut wie unbeackertes Feld darstellt. Und zum anderen, weil in diesem Polit- und Spionagethriller, in dem es um Waffen- und Menschenhandel geht, zahlreiche Laiendarsteller aus dem Oldenburger Land mitwirken, die das im Film gezeigte Migrantenschicksal am eigenen Leib durchgemacht haben.
Absolutes Neuland in der langen „Tatort“-Geschichte ist auch die Tatsache, dass die ermittelnden Beamten nicht nur eine Schleuserbande observieren, sondern selbst observiert werden von technisch bestens ausgerüsteten und international hervorragend vernetzten Tätern, die letztlich anonym bleiben: In diesem Katz-und-Maus-Spiel bleiben die Polizisten zweite Sieger, weil ihre beschränkten Möglichkeiten nicht ausreichen, der Hintermänner habhaft zu werden.
Drehbuchautor Raimund Maessen im NDR-Presseheft: „Wir sehen das nicht als Zukunftsmusik. Das ist ein 'Tatort' und kein Dokumentarfilm, aber für uns ist das in thematischer und sachlicher Hinsicht durchaus Realität. Wir haben es hier mit mafiösen Strukturen zu tun. Die sind finanziell bestens ausgestattet und sorgen auch dafür, dass sie technisch bestens ausgerüstet sind. In gewisser Weise liefern die sich ein Katz- und Maus- Spiel mit der Polizei, die natürlich versucht hinterherzukommen. Aber in einigen Punkten kann die Polizei tatsächlich nicht mit der technischen Ausstattung konkurrieren, die man hat, wenn man über unbegrenzte Geldmittel verfügt und über die entsprechende kriminelle Energie und das technische Know-how.“
So viel Realismus war selten im „Tatort“ – und so viel internationale Klasse vor Moritz Schultheiß' Kamera, die, so Regisseur Marvin Kren, durch „abenteuerliche Brennweiten mit geringer Tiefenschärfe“ spannende Bilder auf den Bildschirm bringt: Neben Andreas Patton als größenwahnsinniger Spediteur spielt Andre M. Hennicke, der in Christian Alvarts „Antikörper“ bereits an der Seite Möhrings glänzte, einen der skrupellosen Handlanger global tätiger Waffenhändler.
Pitt Herrmann