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Rolf Zacher gestorben

Der Schauspieler Rolf Zacher ist am vergangenen Samstag in einem Pflegeheim in Hamburg gestorben.

 

Rolf Zacher wurde berühmt mit der Rolle eines tragischen Kleinganoven in Reinhard Hauffs "Endstation Freiheit". Für diese Rolle wurde er 1981 mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Den Titel "Endstation Freiheit" trug auch Zachers Autobiographie, die 2003 erschien.

Geboren 1941 in Berlin, absolvierte Zacher zunächst eine Bäcker- und Konditorlehre und schlug sich anschließend als Kellner, Barmixer und Sänger durch, bis ihn Helmut Käutner 1961 für eine kleine Rolle in "Zu jung für die Liebe" engagierte. Darauf folgten zahlreiche weitere Kino- und Fernsehproduktionen

Zacher arbeitete mit Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder, Peter Lilienthal, Ulrich Schamoni, Hans W. Geissendörfer, Oskar Roehler und Doris Doerrie. Immer wieder verkörperte er kleine Ganoven, Zocker und Zecher, und häufig waren seine Outlaws zugleich sympathische Loser.

Trotz schwerer Drogenabhängigkeit und zahlreicher Entzüge, die sein Leben vor allem während der 1980er Jahre prägten, war Zacher ungemein produktiv. So umfasst seine Filmografie als Schauspieler insgesamt rund 200 Titel. Zudem war er Synchronsprecher für Robert de Niro und Nicolas Cage und lebte auch sein musikalisches Talent aus. Er veröffentlichte zunächst mit der "Krautrock"-Band Amon Düül II, dann solo mehrere Alben, zuletzt 2011 "Danebenleben".

Rolf Zacher lebte seit 2017 in einem Pflegeheim in Hamburg. Er wurde 76 Jahre alt.