Regina Ziegler gestorben

Die Produzentin von Publikumserfolgen wie "Ich war noch niemals in New York" wurde 82 Jahre alt.

 

Regina Ziegler gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Films. Über fünf Jahrzehnte hinweg brachte die Produzentin Geschichten auf die Leinwand und ins Fernsehen, die unterhielten und dabei oft auch historische und gesellschaftliche Konflikte ins Zentrum rückten. 

1944 in Quedlinburg geboren, kam Ziegler als Produktionsassistentin beim Sender Freies Berlin zur Filmproduktion. 1973 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma Ziegler Film und behauptete sich in einer Branche, die damals fast ausschließlich von Männern geprägt war. Ihr Leitsatz: "Geht nicht gibt’s nicht."

Regina Ziegler arbeitete mit Regisseur*innen wie Wolf Gremm, Helma Sanders-Brahms, Jeanine Meerapfel und Andreas Dresen. Zu ihren Produktionen zählen unter anderem "Berliner Bettwurst", "Kamikaze 1989", "Weissensee", "In Liebe, Eure Hilde" und zuletzt Volker Schlöndorffs "Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte". 

Ziegler war aber nicht nur Produzentin, sondern auch eine Wegbereiterin für Frauen in der Filmbranche. Ihre Firma führte sie später gemeinsam mit ihrer Tochter Tanja Ziegler weiter. Mit bislang fast 500 Kino- und Fernsehproduktionen gehört die Ziegler Film zu den wichtigsten Produktionsfirmen des Landes. 

Für ihre Arbeit wurde Regina Ziegler vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Berlinale Kamera, dem Grimme-Preis und dem Carl Laemmle Produzentenpreis. 2006 widmete ihr das Museum of Modern Art in New York eine Retrospektive, 2016 erhielt sie den Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises, 2024 wurde sie mit dem Deutschen Gründerpreis für ihr Lebenswerk geehrt. 

Regina Ziegler hat deutsche Filmgeschichte begleitet und mitgeschrieben. Ihr Vermächtnis sind die Filme, die sie ermöglichte – und eine Haltung, die sich durch ihre gesamte Karriere zog: sich nicht mit dem Unmöglichen abzufinden. 

Am 1. November 2026 starb Regina Ziegler im Alter von 82 Jahren in Berlin.