Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Darsteller
- Katrin Lorenz
- Manuela Lorenz
- Reinhard Lorenz
- Daniel Lorenz
- Kommissar Westphal
- August Westphal
- Jens Mattern
- Chef der Spurensicherung
- Christian Bergmann
- Frau Hofer
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Continuity
Drehbuch
Kamera
Standfotos
Licht
Kamera-Bühne
Szenenbild
Außenrequisite
Innenrequisite
Kostüme
Schnitt
Ton-Design
Ton
Mischung
Casting
Darsteller
- Katrin Lorenz
- Manuela Lorenz
- Reinhard Lorenz
- Daniel Lorenz
- Kommissar Westphal
- August Westphal
- Jens Mattern
- Chef der Spurensicherung
- Christian Bergmann
- Frau Hofer
- Rettungsdienst / Bergwacht
- Ärztin
- Betriebsrat
- Pfarrer
Produktionsfirma
in Co-Produktion mit
Produzent
Redaktion
Produktionsleitung
Dreharbeiten
- 20.07.2010 - 20.08.2010: Dietramszell, Deggendorf, Rotthalmünster und Braunau am Inn in Österreich
Format:
1:1,78
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:
TV-Erstsendung (DE): 21.03.2011, ZDF
Titel
- Originaltitel (DE) Mord in bester Familie
- Arbeitstitel (DE) In Warheit sterben
Fassungen
Original
Format:
1:1,78
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:
TV-Erstsendung (DE): 21.03.2011, ZDF
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Und nun dies: Die einst mit Schimpf und Schande verstoßene Katrin ist nach zwei Jahrzehnten in den USA nicht nur auf Besuch in der niederbayerischen Heimat, sondern soll auf ausdrücklichen Wunsch des Seniorchefs als gleichberechtigte Partnerin ihrer Schwester das Sägewerk übernehmen. Doch Reinhard Lorenz bricht bei seiner Ansprache vor den versammelten Honoratioren des Ortes, gerade als er die Rede auf seine jüngere Tochter lenkt, zusammen und muss ins Krankenhaus transportiert werden. Katrin zieht zunächst ins zwar idyllisch am Berghang, aber auch sehr einsam gelegene Jagdhaus der Familie, ihr altes „Hexenhaus“. Als am anderen Morgen eine Jagdgesellschaft Rast an der Hütte macht, wird die Heimkehrerin blutüberströmt unter einem Felsvorsprung gefunden. Katrin behauptet, nicht abgestürzt, sondern von unbekannter Hand heruntergestoßen worden zu sein.
Was als wenig glaubwürdig angesehen und von ihrer Schwester gar als Selbstmordversuch gewertet wird: „Katrin ist über vierzig, kein Mann, kein Kind.“ Dabei hat es diesen Mann gegeben, und ein Kind auch, genauer ihren inzwischen 18-jährigen Neffen Daniel, Sohn ihrer großen Liebe Christian Bergmann. Der ihr dann aber von Schwester Manuela ausgespannt worden ist – und letztlich zu ihrer Flucht über den Großen Teich führte. Nun, da sich die Ereignisse überschlagen, taucht Christian auch noch auf, angeblich nur, um seinen Sohn zu sehen und ihm gegenüber einiges gerade zu rücken. Etwa was die angebliche Unterschlagung einer höheren sechsstelligen Summe betrifft, die ihm schon recht bald nach der Geburt seines Sohnes zum Vorwurf gemacht worden ist. Und weshalb nun Prokurist Mattern Schreibtisch und Kopfkissen mit Manuela teilt.
Kommissar Westphal, ein alter Freund der Familie, weiß bei der Vielzahl möglicher Motive und potentieller Täter gar nicht, in welche Richtung er ermitteln soll. Nachdem Patriarch Lorenz in der „Wolfsstunde“ und naturgemäß unter unheilschwangerem Blitzen und Donnern Katrin gegenüber Fehler zugegeben hat, die nicht wieder gut zu machen seien, ohne sie allerdings konkret zu benennen, kann Westphal einen Verdächtigen von seiner Liste streichen: Am Morgen wird Christians Leiche am Bach gefunden. Er ist mit einem neun Millimeter Parabellum-Geschoss getötet worden, abgefeuert aus einer Luger-Wehrmachtspistole. Davon kann es im Ort ja nicht so viele geben...
„Mord in bester Familie“ ist als eskalierendes Familiendrama um Neid, Eifersucht, gefälschte Bilanzen und andere offene Rechnungen, stille Wasser sind halt auch in der schönsten Idylle Niederbayerns tief, erst in zweiter Linie ein Krimi, wobei der völlig unterforderte Martin Feifel nur die Rolle eines Zuschauers spielt. Die grandiosen Landschaftsaufnahmen des Kameramannes Volker Tittel führen zunächst auf eine von zahlreichen falschen Fährten, die hier binnen ständig an Spannung zunehmenden neunzig Minuten gelegt werden: Johannes Griesers scheinbar gemütlicher Heimatfilm mutiert zum regelrechten Psychothriller mit allem Showdown-Drumherum, der am Ende reichlich Gas gibt. Er darf allein schon der exzellenten Besetzung wegen als überdurchschnittlicher „Fernsehfilm der Woche“ gelten: Der große Star „der“ DDR-Staatsbühne, des Deutschen Theaters Berlin, Otto Mellies, ist endlich in einer adäquaten TV-Rolle zu sehen.
Pitt Herrmann