Inhalt
Im Senegal inszeniert eine kompromisslose französische Regisseurin eine radikale Medea-Adaption. Im Mittelpunkt steht die deutsche Schauspielerin Maja, die Medea spielt, und ihr Co-Star Nourou, der Jason verkörpert. Zwischen Hitze, Chaos am Set und kulturellen Missverständnissen entwickelt sich zwischen Nourou und Maja eine Affäre, während die Produktion immer mehr von Machtfragen und Konflikten über Authentizität, Privilegien und den Umgang mit lokalen Darsteller*innen geprägt ist.
Monate später treffen Maja und Nourou bei der Premiere des Films in Berlin erneut aufeinander. Ein rassistischer Zwischenfall vor dem Festivalhotel reißt alte Wunden auf und verschärft die ohnehin fragile Beziehung zwischen ihnen. Während Pressegespräche und öffentliche Auftritte die politischen und moralischen Fallstricke der Filmadaption offenlegen, verdichten sich die Konflikte. Parallel zur antiken Tragödie auf der Leinwand entfaltet sich ein zeitgenössisches Drama über Wahrnehmung, Verantwortung und das Scheitern gegenseitigen Verstehens und lotet mit satirischem Blick die Grenzen von Kunst und guter Absicht aus.
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