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Frauenarzt Dr. Sibelius

BR Deutschland 1962 Spielfilm

Inhalt

Lex Barker als edler Chefarzt, der Tag und Nacht für seine Patientinnen da ist. Seine junge schöne Frau kann selber keine Kinder bekommen und ist deshalb krankhaft eifersüchtig, ein Zustand, der sich noch steigert, als die Jugendliebe des Chefarztes wieder auftaucht und ihn zurückgewinnen will. Als er feststellt, dass die junge Frau unheilbar krank ist, spielt er ihr vor, er würde sie immer noch lieben. Währenddessen versucht eine minderjährige Patientin, ihn zu erpressen und dazu zu zwingen, eine illegale Abtreibung an ihr vorzunehmen. Der intrigante Assistenzarzt will die Gelegenheit nutzen, den Chef zu verdrängen. Am Ende stirbt die Jugendliebe in den Armen des Chefarztes, er und seine Frau finden wieder zueinander, und der Assistenzarzt erhält seine gerechte Strafe.

 

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Falk Schwarz
Brauners Barker-Blamage
Dokument eines dreifachen Abstiegs. Lex Barker, der Tarzandarsteller und spätere Old Shatterhand, unfähig, seine deutschen Texte selber zu sprechen (Stimme von Gert Günter Hoffmann), außerstande, sich in die Rolle eines Arztes hineinzufinden, ein Holzklotz statt eines mitfühlenden Mannes, überdies ermattet von den Liebesabenteuern mit einer Komparsin - wer hat diese Besetzung zu verantworten? Dann - Artur Brauner, der die abgeklungene Arztwelle im deutschen Film wiederbeleben wollte und sie eher noch weiter banalisierte (und noch zwei weitere solche Filme produzierte) und schließlich ein Rudolf Jugert im Regiestuhl, der abgenutzte Einfälle (ein Stein wird ins Wasser geworfen, das Wasser zieht Kreise - und wozu?) in kein schlüssiges Gesamtkonzept einbinden konnte und sich gegen den Trash der Dialoge (wieder mal Janne Furch) nicht wehrte. Es stimmt einfach nichts in dieser B-Produktion. Peinlich, einer überdrehten Loni Heuser als Möchtegern-Kranker zuzuschauen, wenn sie sagt: „Herr Doktor, soll ich mich freimachen?“ Wenn Jugert schon keinen Zugang zu dem Thema findet, wen wundert‘s, dass die 21jährige Senta Berger sich eher schwer tut als eifersüchtelnde Arztgattin und kaum kaschieren kann, dass ihr doppelt so alter sexy-Lexy ihr nun gar keine Leidenschaft abringt. So entsteht kein Drama! Barbara Rütting hingegen gibt der Rolle der todkranken Ex-Freundin Gefühl und Gewicht. Und wie es denn so geht - die schwarz-weiß Fotografie ist fade und flach, so als wäre auch dem Kameramann nichts rechtes eingefallen. Alleine Rudolf Platte als der besorgte Erst-Vater kann seine innere Erregung spielen. So wirkt alles abgegriffen, geist- und witzlos - der Arzt, der von Frauen vergöttert wird, die schwierige Geburt, die natürlich gut ausgeht, die Eifersucht der Ehefrau, die aufrechte Krankenschwester, die immer die Tasse Kaffee für den Chef bereit hält, der hinterhältige Kollege (Harry Meyen), der gegen den Chef aussagt. - Langeweile herzustellen, ist und bleibt eine Blamage.

Credits

Darsteller

Produzent

Alle Credits

Regie-Assistenz

Bauten

Kostüme

Darsteller

Produzent

Herstellungsleitung

Aufnahmeleitung

Dreharbeiten

    • 29.03.1962 - 19.04.1962: Berlin; CCC-Studios Berlin-Spandau
Länge:
2694 m, 98 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
s/w, Mono
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 13.06.1962, 28229, ab 18 Jahre / nicht feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 17.07.1962, 28229-a, ab 18 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Kinostart (DE): 22.06.1962;
TV-Erstsendung (DD): 01.11.1971, DFF 1

Titel

  • Originaltitel (DE) Frauenarzt Dr. Sibelius
  • Arbeitstitel Frauenarzt Dr. Möbius
  • Arbeitstitel Frauenarzt Dr. Sartorius

Fassungen

Original

Länge:
2694 m, 98 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
s/w, Mono
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 13.06.1962, 28229, ab 18 Jahre / nicht feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 17.07.1962, 28229-a, ab 18 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Kinostart (DE): 22.06.1962;
TV-Erstsendung (DD): 01.11.1971, DFF 1