Die Rüden

Deutschland 2017-2019 Spielfilm

Inhalt

Der Film führt ins Herz einer Finsternis, die heute mit toxischer Maskulinität umschrieben wird. Und leuchtet es aus: In einer Arena aus dunklem, vernarbtem Beton treffen vier junge Gewaltstraftäter auf drei bedrohliche Hunde mit imposanten metallenen Maulkörben. Testosteron pur also, wäre da nicht Lu, die angstfreie, hochkonzentrierte Hundetrainerin, die sich der Herausforderung stellt, Feuer mit Feuer zu löschen. Lu siedelt ihr – so riskantes wie von den Strafvollzugs-Autoritäten misstrauisch überwachtes – Projekt jenseits der Fragen nach Täter und Opfer, Schuld und Sühne an. Sie lässt sich ein, auf das Unaussprechliche, das Unkontrollierbare und das Ungewisse, in das es führt. Die Täter, die Tiere, sie selbst.

So wird sie zur Provokation und ihr Ansatz zum Sprengsatz für ein System, das noch immer glaubt, man könne Gut und Böse wirklich auseinandersortieren. Lu lotet auch die Grenzen der Männlichkeit aus. Am Abgrund von Aggression, Gewalt und Uneinsichtigkeit wird die männliche zur menschlichen Grenze. Und deren Überwindung zu einem Thema für uns alle: Die Zornigen wie die Zaghaften, die Handelnden wie die Verdrängenden, vor allem aber: Männer wie Frauen.

Quelle: 53. Internationale Hofer Filmtage 2019

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Credits

Alle Credits

Titel

  • Originaltitel (DE) Die Rüden

Fassungen

Original

Länge:
107 min
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Aufführung:

Uraufführung (DE): 23.10.2019, Hof, Internationale Filmtage;
Kinostart (DE): 20.08.2020