• Twitter
  • Facebook
  • Print
  • Forward

Die Feuerzangenbowle

Deutschland 1943/1944 Spielfilm

Filme der NS-Zeit sind im Kontext der staatlich beeinflussten Produktion und Rezeption zu sehen. Mehr erfahren »

Inhalt

Wenn beim Herrenabend seine Freunde Anekdoten aus der Schulzeit austauschen, kann der bekannte Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer nicht mitreden. Er ist auf dem väterlichen Gut von einem Privatlehrer unterrichtet worden. Um seine verlorene Jugend nachzuholen, verwandelt sich Dr. Johannes Pfeiffer in den Pennäler Hans Pfeiffer und besucht das Kleinstadtgymnasium zu Badenburg. Mit immer tollkühneren Streichen treibt er die versammelte Lehrerschaft in den Wahnsinn – und findet nebenbei die Frau fürs Leben: Eva, die Tochter des Schuldirektors.

 

Kommentare

Sie haben diesen Film gesehen? Dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag!

Falk Schwarz
Wie faschistisch ist die Feuerzangenbowle?
Karsten Witte war einer der intellektuellsten und schärfsten deutschen Filmkritiker. Als Herausgeber der Schriften von Siegfried Kracauer schien er brilliant ausgerüstet, um seinem Lieblingsthema - den Filmkomödien des Dritten Reiches - analytisch zu Leibe zu rücken. In seinem unvollendeten Buch "Lachende Erben, Toller Tag" stellt er am Schluss die Frage, wie faschistisch die "Feuerzangenbowle" wohl war. Er verweist auf die Regression der Väter in ihre eigenen Schülertage, was angesichts des mörderischen Krieges nicht wundert . Witte macht die "Infantilisierung" der Unterhaltungsfilme dingfest, die "rigide Verfestigung der Geschlechterrollen". Als Pfeiffer den Liebesbrief von Eva in den Mund steckt, schreibt Witte: "Die Abwehr der Frau ist um den Preis der Verleugnung erkauft". - Mit diesem Essay im Gepäck sieht sich die "Feuerzangenbowle" anders an. Sie ist natürlich auch witzig, hinreissend gespielt von Erich Ponto und Paul Henkels und veralbert herrlich die Lehrerriege. Aber so harmlos ist dieser Schülerscherz nicht. Wittes kluge Bemerkungen "sitzen". Sie lassen sich beim erneuten Anschauen nicht mehr weglachen.
Gast
Die Feuerzangenbowle mit Heinz Rühmann
Diesen Film zu analysieren und zu kritisieren bietet sich an in der heutigen Zeit, eine Zeit, wo Analyse und Kritik hoch anerkannt sind.

Man kann das auch machen, so wie wir einen Menschen der Psychoanalyse unterziehen, doch auch wenn man haarsträubende Ergebnisse bekommt, wird man wieder von der Analyse zurücktreten, und den Mensvchen als Ganzen anerkennen und sehen.

Die Feuerzangenbowle wird mit Sicherheit unbewusste und bewusste Elemente ihrer wirklichen Zeit ( Nazizeit ) mit sich tragen, aber in letzter Konsequenz sehe ICH diesen Film mit den Augen der Zuneigung und des Respektes.

Kritisieren ist leicht, tun ist schwer.

Dieses Werk ist genial, und einer der ganz
großen Filme.

Stellvertretend für alle Schauspieler seien hier Paul Henckels und Heinz Rühmann genannet.

Matthew Miller, 23. Januar 2018

Credits

Regie

Drehbuch

Kamera

Darsteller

Alle Credits

Regie

Regie-Assistenz

Drehbuch

Kamera

Darsteller

Herstellungsleitung

Produktionsleitung

Aufnahmeleitung

Dreharbeiten

    • 18.03.1943 - Juni 1943: Neustrelitz, Ellwangen, Schwäbisch Hall, Bad Salzschlirf; Ufastadt Babelsberg
Länge:
2686 m, 98 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Mono
Prüfung/Zensur:

Zensur: 14.01.1944, B.59831, Jugendfrei ab 14 Jahre

Aufführung:

Uraufführung (DE): 28.01.1944, Berlin, Tauentzien-Palast;
Uraufführung (DE): 28.01.1944, Königstadt, Ufa-Theater

Titel

  • Originaltitel (DE) Die Feuerzangenbowle

Fassungen

Original

Länge:
2686 m, 98 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Mono
Prüfung/Zensur:

Zensur: 14.01.1944, B.59831, Jugendfrei ab 14 Jahre

Aufführung:

Uraufführung (DE): 28.01.1944, Berlin, Tauentzien-Palast;
Uraufführung (DE): 28.01.1944, Königstadt, Ufa-Theater

Auszeichnungen

1944
  • Prädikat: Künstlerisch wertvoll