Das schwarze Schaf

BR Deutschland 1960 Spielfilm

Inhalt

Pater Brown ist nicht nur als Pfarrer bekannt und beliebt in seiner kleinen irischen Gemeinde. Der Geistliche beschäftigt sich auch leidenschaftlich mit Kriminalistik, und zwar nicht nur theoretisch, sondern vielmehr praktisch – sehr zum Unmut der Kirchenoberen.

Als eines Tages ein Mann direkt vor Browns Kirche erschlagen aufgefunden wird, weckt der Mord den Detektiv im Pater. Es gelingt ihm sogar, den Täter aufzuspüren, was Brown auf die Titelseiten der lokalen Zeitungen bringt. Sein vorgesetzter Bischof ist außer sich und versetzt Brown in eine Gemeinde, in der es seit Jahren zu keinem Verbrechen kam. Aber Pater Brown scheint das Verbrechen anzuziehen, denn kurz nach seiner Ankunft wird der örtliche Bankier ermordet. Scheinbar kein Bewohner des Örtchens hat ein Motiv, die Polizei tappt im Dunkeln. Zunächst hält der scharfsinnige Brown sich aus dem Fall raus. Doch ein weiterer Mord geschieht, und Pater Browns Freund, der bekehrte Einbrecher Flambeau, gerät in den Verdacht. Nun sieht sich der Pater wieder zum Eingreifen genötigt.

 

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Falk Schwarz
Don Camillo in Irland
„Charme“ ist sicherlich kein Kriterium für die Beurteilung eines Films. Doch diese Heinz-Rühmann-Schmonzette hat Leichtigkeit, Unbeschwertheit, ist flott und eben „charmant“ in dem Sinne, dass gerne zuschaut, wer Sinn für verwickelte Krimifälle hat. Ausserdem fühlen wir uns bei Rühmann sicher. Ihm wird nichts passieren - das gilt als abgemacht. Aber vor allem hat der Film Ambiente. Denn anders als die flauen Wallace-Streifen, ist er vor Ort gedreht - in Irland - und so bedingen sich Form und Inhalt. Es schauen nicht nur Gesichter deutscher Komparsen von der Leinwand, sondern irische Gesichter. Zwischen ihnen stolziert der Pater Brown mit dem Buch in der Hand, das keinesfalls die Bibel ist, sondern ein Kriminalroman. Wenn dieser „Don Camillo“ des deutschen Films (an dieser Idee orientiert sich die Story) sich vor dem gestrengen Bischof (routiniert patriarchalisch: Friedrich Domin) krümmen muss, um abzubitten und demütig zu erscheinen, sehen doch alle seinem verschmitzten Gesicht an, dass der Pater nur auf den nächsten Fall hofft, den er mit schärferem Verstand, als ihn die Polizei besitzt, lösen wird. Dabei bleibt Heinz Rühmann ohne aufzutrumpfen bescheiden und handfest und versucht gar nicht erst, uns einen Super-Bond vorzumachen. Da passt seine Haushälterin (Lina Carstens) bestens zu ihm: sie hält sich zurück, deutet an, ist zur Stelle, lauscht und horcht und trotz oberflächlicher Kritik an den Eskapaden ihres Paters ist sie doch tief drinnen seiner Ansicht und bestärkt ihn in seinem Kampf gegen Kriminialität und für Gerechtigkeit. Rühmann hatte offenbar ein Konzept für diese Rolle und wollte Helmut Ashley als Regisseur. Vielleicht, weil ihn der (unerfahrene) Mann nicht weiter stören würde. Mag auch die Krimistory ein wenig dünn sein, so bleibt es doch ein „charmantes“ Vergnügen, diesem Pater bei seinen irischen Erkundungen zuzuschauen. Nichts, was in die Filmgeschichte eingeht - einfach eine erfreuliche Unterhaltung.

Credits

Schnitt

Darsteller

Produzent

Alle Credits

Regie-Assistenz

Kameraführung

Kamera-Assistenz

Schnitt

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Darsteller

Produzent

Herstellungsleitung

Produktionsleitung

Produktions-Assistenz

Geschäftsführung

Produktions-Sekretariat

Dreharbeiten

    • September 1960 - Oktober 1960: Irland
Länge:
2573 m, 94 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 28.11.1960, 23968, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 19.12.1960 [in mehreren Städten];
TV-Erstsendung (DE): 19.11.1966, ZDF

Titel

  • Originaltitel (DE) Das schwarze Schaf

Fassungen

Original

Länge:
2573 m, 94 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 28.11.1960, 23968, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 19.12.1960 [in mehreren Städten];
TV-Erstsendung (DE): 19.11.1966, ZDF

Auszeichnungen

Deutscher Filmpreis 1961
  • Filmband in Gold, Bester Hauptdarsteller