Am Abend des 17. Januar 2026 gab die European Film Academy im Rahmen der festlichen Preisverleihung im Haus der Kulturen der Welt in Berlin vor 1.000 internationalen Gästen die Gewinner*innen der 38. European Film Awards bekannt. Mit sechs Auszeichnungen war "Sentimental Value" (European Film, European Director, European Screenwriter, European Actress, European Actor, European Composer (Original Score)) der Film, der die meisten Preise gewann.
Die Gala wurde von 49 Rundfunk- und Livestream-Partnern aus 29 Ländern in ganz Europa übertragen. Zum ersten Mal fand die Preisverleihung prominent platziert in der internationalen Preisverleihungssaison statt, direkt nach den Golden Globes und während der Oscar-Nominierungsphase. Die Preisverleihung ist der glamouröse Höhepunkt und Abschluss der European Award Season, die im November begann. Unter dem Motto "why do we love cinema?" war die Show ein künstlerisches Erlebnis, das vom irisch-schottischen Filmemacher Mark Cousins gemeinsam mit dem Kreativteam der Akademie, der deutschen Filmkomponistin Dascha Dauenhauer und dem Theaterregisseur Robert Lehniger inszeniert wurde. Die Preisverleihung kann hier noch einmal angesehen werden.
Die Preisträger*innen im Überblick:
European Film:
"Sentimental Value" (Norwegen, Frankreich, Dänemark, Deutschland, Schweden) – Spielfilm, Regie: Joachim Trier, Produktion: Maria Ekerhovd, Andrea Berentsen Ottmar, Juliette Schrameck, Nathanaël Karmitz, Elisha Karmitz, Fionnuala Jamison, Sisse Graum Jørgensen, Lizette Jonjic, Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade, Atilla Salih Yücer & Lars Thomas Skare
European Documentary:
"Fiume O Morte!" (Kroatien, Slowenien, Italien), Regie: Igor Bezinović
European Animated Feature Film:
Dieser Preis wird in Kooperation mit CARTOON, der European Association of Animation Film präsentiert.
"Arco" (Frankreich), Regie: Ugo Bienvenu
European Director:
Joachim Trier für "Sentimental Value"
European Actress:
Renate Reinsve in "Sentimental Value"
European Actor:
Stellan Skarsgård in "Sentimental Value"
European Screenwriter:
Eskil Vogt & Joachim Trier für "Sentimental Value"
European Discovery – Prix FIPRESCI:
Dieser Preis wird in Kooperation mit FIPRESCI, der internationalen Vereinigung der Filmkritiker*innen und Filmjournalist*innen, an einen Regisseur oder eine Regisseurin eines Spielfilmdebüts vergeben.
"On Falling" (UK, Portugal), Regie: Laura Carreira
European Young Audience Award:
"Siblings" (Italien), Regie: Greta Scarano
European Casting Director:
Nadia Acimi, Luís Bértolo & María Rodrigo für "Sirāt" (Spanien, Frankreich)
European Cinematographer:
Mauro Herce für "Sirāt"
European Composer (Original Score):
Hania Rani für "Sentimental Value"
European Costume Designer:
Sabrina Krämer für "In die Sonne schauen" (Deutschland)
European Editor:
Cristóbal Fernández für "Sirāt"
European Make-up & Hair Artist:
Torsten Witte für "Bugonia" (Großbritannien, USA, Südkorea)
European Production Designer:
Laia Ateca für "Sirāt"
European Sound Designer:
Laia Casanovas für "Sirāt"
European Short Film – Prix Vimeo
"City of Poets", Regie: Sara Rajaei (Niederlande)
Die Gewinner*innen der Kategorien European Lifetime Achievement Award (Liv Ullmann), European Achievement in World Cinema Award (Alice Rohrwacher) and Eurimages International Co-Production Award (Maren Ade, Jonas Dornbach, Janine Jackowski) wurden bereits im Vorfeld bekannt gegeben.
Der Sender ARTE hebt die European Film Awards in seinem Programm hervor und zeigt die beiden ersten Filme von Alice Rohrwacher, "Corpo Celeste – Für den Himmel bestimmt" und "Land der Wunder" (beides ARTE Koproduktionen) auf arte.tv. Liv Ullmann ist in "Zwei Leben" zu sehen und führt Regie in dem zweiteiligen Film "Intime Geständnisse", den sie für das schwedische Fernsehen (Drehbuch: Ingmar Bergman) realisierte, zu sehen. Alle Filme sind auf arte.tv verfügbar.
Eine detaillierte Liste alle Gewinner*innen ist hier zu finden.
Quelle: www.europeanfilmawards.eu