Schwarzwaldmädel

BR Deutschland 1950 Spielfilm

Summary

The first German feature to be shot in colour after WWII is a classic example of the "Heimatfilm" genre, which became immensely popular in the 1950s: At a dance, painter Hans Hauser falls head over heels in love with lovely black forest maiden Bärbele Riederle and follows her to her rural hometown of St. Christoph. Although they are clearly destined to be together, the pair-to-be has to overcome several obstacles, including Bärbele′s local suitors and a glamorous revue star who tries to seduce Hans.

 

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Falk Schwarz
Liebeserklärung auf der Schiffsschaukel
Einen Cent demjenigen, der die Handlung dieses Filmes präzise nacherzählen kann. Bobby E. Lüthge, sonst ein gewiefter Handwerker der Drehbuchkunst, leistet sich ein verwirrendes Sammelsurium von Szenen, Personen und Geschichten. Schon die rosa Röckchen der Eistänzerinnen als establishing shot deuten an, wo wir sind: im Seichten. Ernst Waldow haspelt sich als Juwelier Bußmann durch Situationen, die zum Himmel schreien. Er wird begossen, er wird mit Mehl bestäubt, bevor er dann im Dunkeln doch die Falsche küsst. Lucie Englisch, die Ulrich schon seit 1931 in seinen Filmen beschäftigte, darf die dümmliche Wirtstochter spielen. Fritz Kampers (er starb drei Monate nach den Dreharbeiten) sorgt für lautstarke, aber herzliche Stabilität, während sein Gegenspieler Paul Hörbiger eher für den unehrlichen Alt-Herren-Charme zuständig ist. Unklar auch, ob der arme 2,14-Mann Kurt Zehe lustig oder gruselig sein soll, wenn er um die kleine Lucie balzt. Walter Müller und Gretl Schörg sind als Buffopaar ein Lichtblick - ihre Liebeserklärung auf der Schiffsschaukel ist nicht nur witzig, sondern auch gut fotografiert und tadellos geschnitten. So blüht nicht nur ihre Liebe, sondern auch der Schwarzwald. Die Tannen wiegen sich im Wind, die Wiesen sind bunt, die Herzen bereit. War da nicht noch jemand? Ach ja - „ZiePrack“. Er beim Dreh 45, sie 24, noch mit den leichten Pausbäckchen einer spät erblühenden Frau. Sie brauchen einen dreiminütigen (Film-) Umzug, um endgültig zueinander zu finden. Sie in Tracht mit rotem Hut, er im grau beigen Maßanzug, verdrießlich schauend. So geht es auch dem Zuschauer von heute, der um Fassung ringt - diesen Film wollen damals 16 Millionen Menschen gesehen haben? Sicher, der blühende Schwarzwald war die Gegenwelt zum Trümmerfeld, in dem die meisten lebten. Aber hätte man nicht einen durchkomponierten Film hinlegen können? Regisseur Hans Deppe liess wie üblich alle machen. Einer aber schlug sich feixend auf die Schenkel: der Produzent. Kurt Ulrich hielt nur noch die Hände auf wie einst das Kind beim Sterntaler, ließ den Kinokassensegen herunterpurzeln - und kaufte sich einen Cadillac.

Credits

Director

Screenplay

Director of photography

Music

Cast

All Credits

Director

Assistant director

Screenplay

Director of photography

Camera operator

Colour consultant

Still photography

Production design

Choreographer

Consultant

Music

Cast

Line producer

Unit production manager

Location manager

Original distributor

Shoot

    • 01.05.1950 - 03.06.1950: Schwarzwald, St. Peter, Baden-Baden, Garmisch-Patenkirchen
Duration:
2846 m, 104 min
Format:
35mm, 1:1,37
Video/Audio:
Agfacolor, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 14.08.1950, 01641, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 07.09.1950, Stuttgart, Palast

Titles

  • Originaltitel (DE) Schwarzwaldmädel

Versions

Original

Duration:
2846 m, 104 min
Format:
35mm, 1:1,37
Video/Audio:
Agfacolor, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 14.08.1950, 01641, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 07.09.1950, Stuttgart, Palast

Awards

Bambi 1951
  • geschäftlich erfolgreichster Film